Reise blog von Travellerspoint

Unterrichtsalltag auf der Farm

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Fünf Wochen habe ich alleine auf der Farm gewohnt, am PC gearbeitet oder vorbereitet. Die Zeit war sehr ruhig, manchmal etwas eintönig, aber dennoch sehr schön.
Anfangs April ist die Familie Wittwer aus der Schweiz nach Brasilien zurückgekehrt. Ich ging sie am Flughafen empfangen. Selbstverständlich hatte die Maschine "nur" eine Stunde Vespätung.

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Ankunft auf dem Rollfeld. Quiz: Wer findet alle Familienmitglieder?

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Mit fünf Wagen vollbepackt mit Koffer, Rasenmäher usw schleust sich die Family durch den Zoll.

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Auf der Fazenda ist dann die Freude über die Heimkehr gross. Zuerst werden einmal die Tiere begrüsst.

Schon zwei Tage später beginnt hier der Unterricht.
Es ist eine grosse Umstellung hier zu unterrichten. Die Kinder haben ein anderes schulisches NIveau und ebenfalls eine andere Arbeitshaltung, als jene in der Schweiz. Anfänglich war das sehr mühsam für mich. Aber mittlerweile haben wir das irgendwie eingefädelt, dass es geht. Es steht jedoch sehr sehr viel Arbeit bevor, zumal die beiden älteren gerne eine Lehre in der Schweiz machen würden. Sie wollen sich per Mail bewerben und dann in einem Jahr in die Schweiz fliegen und eine Vorstellungsrunde starten. Ich drücke mal alle erdenklichen Daumen, dass das klappt.
Für mich ist das Unterrichten sehr schwierig. Es hat praktisch keine Lehrmittel (für alle drei Schüler zusammen jeweils ein Buch) und trotzdem soll der Schweizer Standart erreicht werden... phu... nicht einfach, aber ich gebe mein Bestes.

Vom Stundenplan her arbeiten wir morgens ganz normal. Am Nachmittag stehen dann Sport, Werken, Zeichnen und Reiten auf dem Programm, weil es sonst zum Arbeiten einfach zu heiss ist. Die Schule beginnt aus diesem Grund auch erst um drei.
Im Grossen und Ganzen gefällt es mir sehr gut hier. Klar gibt es immer wieder kleinere Sachen, worüber ich mich ärgere, das ist jedoch überall so. Aber ich vermisse die Schule in Basel schon sehr.... :-((

Ich möchte euch nun meine Schüler und unseren Schulalltag etwas näher bringen.

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Jessica. Sie wird morgen 10 Jahre alt und schwärmt schon lange davon, was sie sich dann alles zum Essen wünscht. Sie ist sehr kreativ und bastelt gerne. Im Moment macht sie sich eine Handtasche aus Kokosnussschalen.

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Yara. Ist momentan gerade sehr viel am Lesen, was die kleinere Schwester stört, da diese dann niemanden mehr zum Spielen hat... Sie möchte gerne das KV in der Schweiz machen und dann eventuell den Betrieb hier übernehmen.

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Vinicius. Er ist eigentlich Brasilianer, wurde von den Wittwers adoptiert, als er eine Woche alt war. Sein grosses Ziel ist es, Pilot zu werden. Dafür übt er schonmal an heruntergeladenen Flugsimulatoren auf dem PC. Ausserdem ist er ein harter Gegner beim abendlichen Tennisspiel...

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Hier seht ihr unser Schulzimmer. Sehr einfach eingerichtet und wenns mal so richtig regnet, wäre ein wasserdichter Platz für die Bücher von Vorteil. Dieser Raum wird auch von den Vögeln für das Verspeisen von Früchten benutzt. Die Resten dürfen wir dann wegputzen... Und manchmal schaut auch eine Kuh zum Fenster rein oder einer der Dalmatiner leistet uns Gesellschaft.

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Die Damen und Herren am Arbeiten

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in der Lesestunde machen sie es sich dann "gemütlich"

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Jessi und meine Lieblingstiere

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jeden Montag heisst es dann "Stühle raus und Wochenputz"

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Vinicius am "föben" :-)))) (appenzeller Insiderwitz)

So viel Arbeit gibt natürlich Durst. Und da Jessica die Kokosnussschalen gut gebrauchen kann, gönnen wir uns nach getaner Arbeit einen Drink:

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Wir gehen zur nächsten Kokospalme und pflücken uns ein paar Nüsse

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die grünen sind noch jung mit dünner Schale und viel Milch, die dunklen Nüsse sind älter, wenig Milch, dicke Schale und viel Fruchtfleisch

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Wagner öffnet dann freundllicherweise die Nüsse für uns mit einem speziellen Messer. (Nachdem Jessi und ich von "in den Schraubstock" einspannen über "auf den Boden schmeissen" alles versucht haben, um die Dinger zu öffnen)

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so sieht dann eine "alte Nuss" geöffnet aus. Schmeckt herrlich!!!

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die jungen Nüsse werden dann getrunken

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prost :-)

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wir sind übrigens nicht die einzigen, welche Kokosnüsse lieben

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während die einen Tiere vergebens an Knacknüssen picken, haben andere ein gewaltiges Brett vor dem Kopf

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eine komische gelbe Spinne bastelt in luftiger Höhe an ihrem Nest

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die Eisen werden benutzt, um die armen Kühe zu markieren. Der Umgang mit den Tieren hier schockiert mich extrem. Arbeiter vom Nachbarhof schlagen den Kühen mit Lederriemen und Eisenstücken auf den Kopf und finden das auch noch lustig!! Ich könnte heulen und versuche immer dem Kuhstall auszuweichen, wenn diese Typen hier sind.

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Papayas am Baum. Die sind noch grün und nicht reif

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Was ist das? Diese Frucht heisst "Rahmapfel" und genau so schmeckt sie. Sehr fein!

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der wütenden Chili ist der Kragen geplatzt

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eine Symbiose zweier Dinge die stechen :-))

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Eingestellt von puzzli2 10:23 AM

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