Schule im Pantanal
25.05.2008


Schule im Pantanal
Vor zwei Wochen entschieden Ueli und Sonia, dass sie den Mangel an Gästen ausnutzen wollten, um im Pantanal an ihrer anderen Farm zu bauen. Diese Pousada hatten sie im November gekauft und das Haus soll total umgebaut werden.
Es wurde beschlossen, dass die Angestellten, die Kinder und die gesamte Schule für mehr als eine Woche dorthin verfrachtet werden sollten.
Die Pousada befindet sich im Schwemmland, rund vier Autostunden von hier entfernt.
Wir packen also all unsere sieben Sachen und fahren zu acht im blauen Bus los.

an diesem Tag hat Wagner noch eine Wette verloren. Er muss einen halben Tag lang so arbeiten... der Ärmste!

die Zeit bis zur Abreise überbrücken Yara und Vinicius mit Federballspielen.

in einer waghalsigen Aktion- bei welcher ich nur mit halbem Auge zuschauen kann- fischt Vini den Federball vom Dach.
...los geht's...

Yara, Jose und Luis diskutieren die letzten Details vor der Fahrt.

Schon nach einigen Kilometern muss jedoch der Bus an einer Borracharia repariert werden. Es bleibt (fast) allen nichts anderes übrig, als auszusteigen und in der Hitze zu warten, bis wir einen neuen Reifen bekommen.

nur Yara lässt sich von der Panne nicht beeindrucken. Ob sie den Radwechsel überhaupt mitbekommt? Das nenne ich Leseratte!!!

Jose, Jessi und Wagner am Warten auf bessere Zeiten, äh schnellere Reifen.

unterwegs sehen wir hier einen Riesenturky (die Amis hätten ihre Freude daran!)

oder dann ein günstiges und oft anzutreffendes Verkehrsmittel. Bei diesen armen Leuten hier oft die einzige Möglichkeit, sich fortzubewegen.

...und die nächste Panne folgt sogleich. Es ist schon längst dunkel, als der Motor aussetzt und wir wildfremde Leute um Hilfe fragen müssen. Nach einigen Fachsimpeleien unter den Männern und tatkräftigem Anschieben, können wir unsere Fahrt fortsetzen. Mich erinnert die Episode stark an "little Miss Sunshine" :-) Genau so war's, mit dem Unterschied, dass unser Bus blau ist :-)
Pousada Victoria

Der Hof und das Haus im Pantanal. Hier leben wir fast eine Woche auf engem Raum in einem Haus.

es wird viel gearbeitet am- und ums Haus. Hier Adilson am Holzziehen mit dem Traktor.

Vinicius und Adilson beim Schutt wegräumen.

Ueli, Marcos und Wagner arbeiten vor dem Haus an der Beleuchtung und an den Mosaiken auf dem Boden.

mit grossen Buschmessern schlagen wir einen neuen Weg in den Wald. Hier sollen die Touristen künftig ihre Morgenpirschtouren unternehmen können und Vögel und andere Tiere beobachten.

das hier ist das improvisierte Schulzimmer in einem der Hotelzimmer. Ein Blatt an der Wand muss als provisorische Wandtafel herhalten. Die Konzentration der Schüler ist dementsprechend niedrig...

so sehen dann Pausen oder die Wartezeit vor dem Abendessen aus. Schaukelnd in der Hàngematte :-)

ich am Hämahä (Hängemattenhängen)

Jessi missbraucht die Häma als Schaukel... eine gefährliche Angelegenheit!

klein Morilo am Spielen

und so sieht die Abendstimmung aus im Pantanal. Wunderschön!
Wagner und ich gehen jeden Abend joggen, da es keinen Tennisplatz hat. Auf der staubigen Strasse ist das für die Lungen zwar nicht sooo vorteilhaft, aber besser als nix. Er hat mich als personal Trainer angagiert, obschon es mit meiner Fitness mangels sportlicher Betätigung auch nicht zum Besten steht :-)) Aber ich kann ja dann in der Schweiz wieder über die Hügel hüpfen. Hier ist mir das Klima einfach zu tropisch, um ernsthaft zu trainieren!
Ansonsten war der Aufenthalt im Pantanal eher schwierig. Die Kinder waren nicht soo motiviert wie auf der anderen Fazenda und wir mussten alle in einem Haus leben. Keine Rückzugsmöglichkeit, gar nichts. Sogar das Weekend wurde so verbracht! Ich fühlte mich ein wenig wie im Gefängnis. Es war mir echt zu eng!
Deshalb war ich auch froh, dass wir frühzeitig zurück fuhren und zur Normalität zurückkehren konnten auf der anderen Farm. Mit eigenem Bungalow und einer "anständigen" Schule :-)
Weiter habe ich auf der Rückfahrt vom Pantanal in Cuiaba noch mein Visum verlängert. Das ist eine ewige Prozedur und ich hab gleich zwei Tage dazu gebraucht!!! Stundenlanges Warten und dann muss man sich Fragen anhören und so tun, als würde man kein Portugiesisch sprechen. Falls man Brasilien über alles lobt (dies dann in Englisch) und beteuert, noch 90 Tage bleiben zu wollen, um die Schönheit des Landes geniessen zu können, kriegt man den Stempel schlussendlich. Nachdem man in einer Bank einen gewissen Betrag einbezahlt hat, versteht sich. Übrigens betragen die Wartezeiten auf hiesigen Banken auch so zirka zwei Stunden.... Zum Glück hatte ich ein gutes Buch dabei zur Überbrückung der Wartezeiten.
Tiere und Pflanzen

Ameise im Abendlicht

Kuh auf dem Hof. Auch im Abendlicht :-)

dies ist nun die sehr schöne, aber giftige Korallschlange.

Welches Tier ist das?????????????

Genau, es handelt sich um einen sehr besitzergreifenden Hund und eine arme Katze, die sich vor den Übergriffen retten muss.

ich habe diese schöne Katze nur mit schwerem Herzen auf der Farm gelassen :-((( Im Geiste hab ich sie schon in den Rucksack gepackt und in die Schweiz geschleppt.

ein sehr sprachinteressierter Schmetterling. Fotografiert bei seiner Fortbildung.


Eingestellt von puzzli2 2:55 PM









