Ica – Nazca
29.08.2008


"Je mehr man plant, desto haerter trifft einem der Zufall"
...mein Reisemotto



Tag 2
Am frühen Morgen düsten wir los, um zu den ersten Touris zu gehören, welche zu den Ballestas Inseln gefahren wurden. Die Oase lag noch im Nebel, so dass ich den wunderschönen Ort nicht besichtigen konnte.
Wir wurden dann vom einheimischen Hobbykapitän mit der Profimütze zu den Inseln chauffiert. Ein Ornithologe begleitete uns und erklärte und so einiges über die Tierwelt und die verschiedenen Steinformationen der Inseln. Es war echt spannend ihm zuzuhören.
Einer der Felsen erschien schwarz, weil so viele Vögel dort sassen. Später kamen sie zu Tausenden übers Meer geflogen und badeten vor unseren Augen. „Diese Vögel sind wie Menschen. Sie stehen auf, bauen ein wenig an ihrem Nest, dann fliegen sie zum Baden und erst dann wird gegessen.“ Es war imposant so viele Tiere auf einmal im Wasser Plantschen zu sehen.
Wir beobachteten ausserdem Pelikane, Pinguine, Seespinnen (Krebse), Delfine und viele Seelöwen, welche unsere Gegenwart und die betäubenden Abgase des Bootes nicht im Geringsten zu stören schienen. Sie posierten frisch fröhlich auf den Felsen oder nahmen ein Showbad vor unserem Boot. Eine Seelöwendame wurde am Nacken verletzt, weil sie in ein Fischernetz geriet. Sie sitzt jetzt ein wenig auf ihrem Felsvorsprung und leidet vor sich hin, da das „System noch nicht so gut sei“, um ihr zu helfen!

Am fruehen Morgen, die Oase im Nebel



Der Felsenkaktus

Delfin

Pingus in freier Wildbahn

Pingus und Pelikane

Die rote Seespinne (auf dem Felsvorsprung)

Pelikan

Dieser arme Vogel (mit den Namen hab ich's nicht so) kann leider wie die Pingus nicht fliegen.

Showbaden des Seeloewen

"Gruezi, isch do no frei?"

Der Felsen, welcher von schwarzen Voegeln belagert wird.

Die Voegel fliegen zum Baden heran.

Und hier wird geputzt, geplantscht und getaucht

Blick vom Boot aus aufs Festland
Nach der Bootstour tranken die ersten von uns mal Coca-Tee (hier alles ganz legal). Es wurde heftig über die bewusstseinserweiternde Wirkung diskutiert. Aber geschehen ist anscheinend nicht viel.
Auf dem Rückweg zur Oase machten wir in einer Weinkellerei halt. Dort wurde Pisco, ein peruanischer Schnaps hergestellt. Wir wurden auch zum Degustieren eingeladen. Also ich würde das Zeugs höchstens zum Desinfizieren von Wunden verwenden! Pfui Teufel!!!



Die letzte Station der Piscoproduktion. Hier kann der Pisco in die Flaschen gefuellt werden. Immer schoen bewacht von Herrn Jesus.

Unsere Reisegruppe am Degustieren
Leicht beschwipst ging’s dann zurück zur Oase zum Mittagessen. Das ganze Programm ist ein Riesenstress, so dass wir gnädige 15 Minuten Zeit hatten, um die Oase zu besichtigen! Ich spurtete die Strasse hoch, um wenigstens ein Bild über den ganzen Ort erhalten zu können. Dann raste ich in das kleine Dorf hinunter, um auch noch ein paar Aufnahmen machen zu können...

Die Duene hinter welcher sich die Oase versteckt


Die Oase

Die Oase mit einem Boarder im Vordergrund

Peruanisches Fahrzeug (darin fahren problemlos 7 Personen mit!!!) vor der Duene

Ein Duenenbuggy

In der Oase
Danach gings 3 Stunden weiter im Bus. Wir fuhren durch sehr sehr arme Gegenden. Ich dachte, dass Brasilien ein armes Land sei, aber Peru übertrifft diesbezüglich alles, was ich bis anhin gesehen habe!
Entlang des Meeres gibt es viele von diesen schrecklichen Hühnerfarmen. Na ja, das sind dann Eier mit Bodenhaltung, Frischluft und Meerblick. Hoffentlich hilft’s.
Ansonsten ist die ganze Küste nur sehr spärlich bewohnt. Es gibt kilometerlange, menschenleere Strände!



Mondlandsschaft und Wueste ueberall



Das Gesicht eines Inka im Profil (heilige Felsformation)

Es wird gruener...

Unterwegs besichtigten wir das Museum von Maria Reiche. Die Deutsche hatte 40 Jahre damit verbracht, mit einem Besen in der Wüste die Nazca-Linien freizuwischen. Danach stiegen wir auf einen abenteuerlich konstruierten Turm, um zwei der Linienfiguren von oben zu sehen. Diese Figuren hätten der Angabe zu Wasserstellen gedient. Es war schon eindrücklich zu sehen, aber mir war nicht wohl auf dem Gerüst.


Maria Reiches Zimmer im Museum


Der abenteuerliche Turm


Blick vom Turm
Wir fuhren dann weiter nach Nazca. Dort übernachteten die andern wie immer im Fünfsternehotel und ich wurde in der Backpacker-lodge abgeladen. Ich traf zwei Schweizer, welche auch am Reisen sind. Wir plauderten stundenlang. Witziger Weise stellte sich heraus, dass ich von der Schwester der einen Schweizerin Fotos auf meinem Laptop hatte!! Sie lud diese Fotos dann auf ihren Stick, um sie der Schwester zu schicken. Die Welt ist ja sooo klein. Susanne meinte dazu:“ Ja siehst de, man kann nicht mal nasepobeln in Peru...“.

Downtown Nazca

Huehner am Markt von Nazca

Eine Maisverkaeuferin am Markt
Eingestellt von puzzli2 3:56 PM









