Nazca – Puerto Inka
29.08.2008


Aus Wikipedia:
Die Nazca-Linien, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen, sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen.
... Immer noch ist vieles ungeklärt, jedoch wird eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung der Linien angenommen. So gibt es deutliche Zusammenhänge zwischen den Richtungen mancher Linien und Sonnwendpunkten.

Der Kolibri
Tag 3
Am Morgen erwachte ich mit flauem Gefühl im Magen. Ich wusste, dass wir um 9 Uhr in einem Kleinstflugzeug mit einer Kapazität von fünf Personen über die Nascalinien fliegen werden. Ich hatte die feste Absicht, mir beim Frühstück ein wenig Mut anzutrinken, brachte dann aber nicht mal Kaffee runter...
So wurden wir zum kleinen Flughafen gebracht. Natürlich hatten andere Touristen auch noch diese Idee, so dass wir eine geraume Zeit warten mussten. Da unser Guide weder einen Dynamik- noch einen Organisationspreis gewinnen würde, war es eine ziemlich mühsame Angelegenheit, bis die ganze Gruppe geflogen war.
Ich stieg also zitternd in die Maschine und setzte ganz professionell die Kopfhörer auf. Susannes Kommentar: „Siehste so hat die Fliegerei angefangen“. Sehr tröstlich. Es fehlte nur noch die Ledermütze, dann wäre das Szenario perfekt!
Das Kistchen bewegte sich in Richtung Startpiste und mein Herz pochte zum Zerspringen. Es war eine solche Massenabfertigung, dass mir nicht mal ein letztes Bild vor dem Geschoss gegönnt wurde. Keine Zeit für Extravaganzen der Touristen.
Der Start ging gut und ich fühlte mich erstaunlich sicher. Aber dann begann der Pilot Kurven zu fliegen, dass mir total schwindlig wurde. Ich musste mich am Vordersitz festkrallen und zeiten weise hatte ich das Gefühl, dass mir ganz schwarz vor Augen wird. Sowas hab ich nicht mal im Europapark auf dem Silverstar erlebt! Auch Madame Vielfliegerininmikroflugzeugen neben mir schien der Übelkeit nahe zu sein. Sie wisperte nur: „ Die Kurven könnte man auch anders fliegen! Das macht der absichtlich!“
Halb benommen versuchte ich die Bilder auf dem Boden zu fotografieren und hoffte inständig, dass das Kurvenfliegen nun ein Ende habe. Dem war natürlich nicht so. Nach einer halben Stunde Flug kehrten wir zum Flughafen zurück. Ich verbot mir an Salznüsse oder Milch zu denken, da sich mein Magen nun aktiv gegen das Abenteuer wehrte. Ich managte meine Gedanken bis zum Landen und stürzte dann ziemlich verwirrt und mit Kopfschmerzen von all der Aufregung zur Damentoilette. Dort verbrachte ich eine gute halbe Stunde....und ich schwor mir: NIE WIEDER!!!

Das nette Schild, welches vor dem Betreten der Startpiste gezeigt wird.

Unser Flugi

Mein Gesichtsausdruck spricht Baende, oder???

Heil gestartet

Der Astronaut - die einzige Figur, welche in den Felsen geritzt wurde

Spinneli

Die Haende

Der Turm, welchen wir am Vortag bestiegen haben, von oben.


Nazca von oben
Ich konnte meinen brummenden Schädel auf der langen Fahrt nach Puerto Inka ein wenig erholen. Puerto Inka ist ein einziges Hotel in der Mitte der Steinwüste, direkt am Meer. Kilometerweit kein anderes Haus. Dort residierten wir eine Nacht im fürstlichen Zimmer, während andere Abenteurer in der Kälte draussen zelteten und auch noch im eiskalten Meer schwammen!!! Ich fühlte mich grad ein wenig deplacé in der Fünfsterngruppe und begann auch bald mit einem der Abenteurer ein wenig zu plaudern. Sie waren während sieben Wochen von Rio nach Lima unterwegs mit dem Bus und den Zelten. Sooo cool!!!



Ein Wohnhaus


Sandraeumung


Puerto Inka







Unser Grüppchen besichtige noch ein paar alte Steine, sprich ein Inkadorf hinter dem Hotel. Dort lagen sogar noch Knochen in den Gräbern. Na ja, war wohl ne touristische Inszenierung. Obschon wir es sehr seltsam fanden, dass die Touristen einfach so in Ausgrabungsstätten von Archäologen herumstampfen durften!
Ein weiteres Müsterchen aus dem Gruppenalltag: Der eine Herr fragte den Guide als wir am Meer standen: „Gibt’s denn hier in Peru auch Flut?“.... die Antwort dazu:“ Ja, manchmal.“ Es ist echt wie in einer Komödie!
Nachdem wir ein wenig guten Rotwein getrunken hatten, wollten die Damen der Gruppe unbedingt einen Salsacrashkurs von mir. Das war echt witzig und so tanzten wir auf der Terrasse vor den Zimmern in eisiger Kälte Salsa. Die Herren schüttelten nur die Köpfe und verzogen sich in die Zimmer. Die hatten wohl Angst, dass sie auch dran glauben mussten!

Die Hotelanlage von meinem Zimmer aus

Einige Mitglieder des Reisegruepplis vor dem Essen

Mein Dessert

Es ist Winter...

Mitten im Outback!


Tafel beim Eingang zum Inkadorf


Grab mit Knochen

Inkadorf

Aufbewahrungsraeume

Reisegrueppli von hinten

Miss Sturmfrisur

Eingestellt von puzzli2 4:52 PM









