Puerto Inka – Camana – Arequipa
01.09.2008


Tag 4
Den vierten Tag starteten wir frierend am Frühstückstisch in Puerto Inka. Auf dem Programm stand eine sechsstündige Autofahrt nach Arequipa.
Die Fahrt war dann auch unheimlich lange. Wir durchquerten weitere Wüsten und das Auge gewöhnte sich langsam an die trostlosen Grautöne der Landschaft. Jeder kleinste Farbfleck fiel mir nun auf. Ich denke, dass die Menschen in dem Teil Perus so farbig gekleidet sind, um wenigstens ein wenig Kontrast in die Umgebung zu bringen.
Wir assen in Camana zu Mittag. Als wir ins Dorf hineinfuhren, fiel uns der Hauptplatz auf, der aussah wie der Hauptplatz in Nazca und in anderen kleinen Dörfern. Ich äusserte die Vermutung, dass es wohl so was wie einen Katalog geben musste, in welchem man Dorfplatzbausteine bestellen konnte. Dann musste man den Bausatz nur noch nach Gutdünken im Zentrum anordnen und fertig war das Wunderwerk.
Wir assen in einem sehr unspektakulären Restaurant und verliebten uns vom Fleck weg in die Fingerpuppen, welche verkauft wurden. Susanne und ich konnten uns fast nicht mehr erholen und hätten am liebsten gleich alle gekauft! Danach machten wir uns einen Spass daraus, die Püppchen anzuwenden. Doris meinte auf der Weiterfahrt: „Hey Daniela, diese Puppen kannst du bestimmt gut gebrauchen in der Schule.“ Ich lachte und stellte mir das bildlich vor, wie ich die Hobbygangsters mit den Fingerpuppen begrüsse am ersten Tag. Die pupertierenden Schüler würden denken: „Der Frau Bösch haben aber die Ferien nicht so gut getan...“

Unterwegs dem Meer entlang von Puerto InKa nach Aeriquipa

Eine weitere Sandraeumung


Besuch einer Kirche an der Strasse. Wir mussten eine Kerze anzuenden, um unsere Weiterreise zu schuetzen. Das tun anscheinend alle Durchreisenden.

In der Kirche. Nur ein wenig ueberladen...

Autostopp auf peruanisch


Busentsorgung in der Wueste

Wie in Amerika!



Landschaft (es wird gruener!!!)


Der Hauptplatz aus dem Bausteinkatalog

Fingerpuppen!!!!

Susanne mit ihren Puppen. Wir hatten eine solche Freude daran!

Taxi...

Dieses Taxi ist nur fuer harte Burschen gedacht!

Hier sind Hauswaende gestapelt
AREQUIPA

Die Berge vor Arequipa

Park in Arequipa

Downtown Arequipa

Arequipa at night
Vor Aeriquipa konnten wir dann erstmals die hohen, schneebedeckten Berge der Anden sehen. Rund um Arequipa gibt es drei Vulkane. Die Stadt selbst ist sehr sauber und gepflegt und enorm auf den Tourismus ausgerichtet. Wir quartierten die anderen im noblen Hotel ein und fuhren dann zu meiner Bleibe. Gleich darauf mussten wir uns schon wieder besammeln, um das Dominikanerinnenkloster St.Kathalina zu besichtigen. Es war schon dunkel, als wir dort ankamen.
Die Führung war auf Deutsch und sehr interessant. Die klösterlichen Mauern verbreiteten eine ganz enorme Stimmung. Beinahe die ganze Anlage war in Kerzenschein getaucht und es roch nach frischen Blumen. Ich war echt hin und weg von diesem Ort und wäre am liebsten geblieben. Dieser Ort hatte entgegen meiner Erwartungen nur wenig Ähnlichkeit mit dem Kloster, in welchem ich letztes Jahr eine Woche war. Auch die anderen der Gruppe waren sehr beeindruckt.
Es war seltsam sich vorzustellen, dass die Nonnen hier zwischen 12 und 14 Jahren „eingeliefert“ wurden von ihren Familien. Dann wurden sie zwei Jahre in ihre Zelle gesperrt, wo sie sich überlegen mussten, ob sie im Kloster bleiben wollten! Die Führerin erzählte uns, dass die Nonnen nicht lesen konnten. Frage eines Mitreisenden:“ Haben sie denn all die Gebete auswendig gelernt, wenn sie nicht lesen konnten?“ Worauf Susanne mir ins Ohr flüsterte:“ Nee du, die hatten doch nen Ipod im Ohr mit allen Gebeten drauf...“













Fernsehshow im Kloster
Nach diesem eindrücklichen Besuch zerstreute sich die Gruppe in den vielen Touriboutiquen. Ich ging jedoch früh zum Hotel zurück. Diese Art zu reisen macht mich regelmässig enorm müde! Wir stressen von einem Ort zum anderen, übernachten nur eine Nacht im jeweiligen Hotel und haben von morgens um sechs bis abends um zehn Programm!! Vom Land und den Leuten bekomme ich so gar nichts mit...Aber dafür muss ich nichts selbst organisieren. Es hat alles Vor- und Nachteile.

Zum Schluss noch ein eigentuemlicher Transport
Eingestellt von puzzli2 6:46 PM









