Reise blog von Travellerspoint

Puerto Inka – Camana – Arequipa

1titelunterwegs.jpg

titeltafel.jpg

Tag 4

Den vierten Tag starteten wir frierend am Frühstückstisch in Puerto Inka. Auf dem Programm stand eine sechsstündige Autofahrt nach Arequipa.
Die Fahrt war dann auch unheimlich lange. Wir durchquerten weitere Wüsten und das Auge gewöhnte sich langsam an die trostlosen Grautöne der Landschaft. Jeder kleinste Farbfleck fiel mir nun auf. Ich denke, dass die Menschen in dem Teil Perus so farbig gekleidet sind, um wenigstens ein wenig Kontrast in die Umgebung zu bringen.
Wir assen in Camana zu Mittag. Als wir ins Dorf hineinfuhren, fiel uns der Hauptplatz auf, der aussah wie der Hauptplatz in Nazca und in anderen kleinen Dörfern. Ich äusserte die Vermutung, dass es wohl so was wie einen Katalog geben musste, in welchem man Dorfplatzbausteine bestellen konnte. Dann musste man den Bausatz nur noch nach Gutdünken im Zentrum anordnen und fertig war das Wunderwerk.
Wir assen in einem sehr unspektakulären Restaurant und verliebten uns vom Fleck weg in die Fingerpuppen, welche verkauft wurden. Susanne und ich konnten uns fast nicht mehr erholen und hätten am liebsten gleich alle gekauft! Danach machten wir uns einen Spass daraus, die Püppchen anzuwenden. Doris meinte auf der Weiterfahrt: „Hey Daniela, diese Puppen kannst du bestimmt gut gebrauchen in der Schule.“ Ich lachte und stellte mir das bildlich vor, wie ich die Hobbygangsters mit den Fingerpuppen begrüsse am ersten Tag. Die pupertierenden Schüler würden denken: „Der Frau Bösch haben aber die Ferien nicht so gut getan...“

1aunterwegs.jpg
Unterwegs dem Meer entlang von Puerto InKa nach Aeriquipa

sandr_umung.jpg
Eine weitere Sandraeumung

2bucht.jpg

3kirche.jpg
Besuch einer Kirche an der Strasse. Wir mussten eine Kerze anzuenden, um unsere Weiterreise zu schuetzen. Das tun anscheinend alle Durchreisenden.

4ainderkirchegut.jpg
In der Kirche. Nur ein wenig ueberladen...

6autostopp.jpg
Autostopp auf peruanisch

8landschaftw_ste.jpg

13businw_ste.jpg
Busentsorgung in der Wueste

14strasse.jpg
Wie in Amerika!

15landschaft.jpg

17mlandschaft.jpg

7landschaft.jpg
Landschaft (es wird gruener!!!)

16landschaft.jpg

9hauptplatzbaustein.jpg
Der Hauptplatz aus dem Bausteinkatalog

10bfingerpuppen.jpg
Fingerpuppen!!!!

10susanneu..rpuppen.jpg
Susanne mit ihren Puppen. Wir hatten eine solche Freude daran!

11taxi.jpg
Taxi...

12taxi2.jpg
Dieses Taxi ist nur fuer harte Burschen gedacht!

18gestapeltew_nde.jpg
Hier sind Hauswaende gestapelt

AREQUIPA

19berge.jpg
Die Berge vor Arequipa

20parkarequipa.jpg
Park in Arequipa

21downtownarequ.jpg
Downtown Arequipa

38ariquipaatnight.jpg
Arequipa at night

Vor Aeriquipa konnten wir dann erstmals die hohen, schneebedeckten Berge der Anden sehen. Rund um Arequipa gibt es drei Vulkane. Die Stadt selbst ist sehr sauber und gepflegt und enorm auf den Tourismus ausgerichtet. Wir quartierten die anderen im noblen Hotel ein und fuhren dann zu meiner Bleibe. Gleich darauf mussten wir uns schon wieder besammeln, um das Dominikanerinnenkloster St.Kathalina zu besichtigen. Es war schon dunkel, als wir dort ankamen.
Die Führung war auf Deutsch und sehr interessant. Die klösterlichen Mauern verbreiteten eine ganz enorme Stimmung. Beinahe die ganze Anlage war in Kerzenschein getaucht und es roch nach frischen Blumen. Ich war echt hin und weg von diesem Ort und wäre am liebsten geblieben. Dieser Ort hatte entgegen meiner Erwartungen nur wenig Ähnlichkeit mit dem Kloster, in welchem ich letztes Jahr eine Woche war. Auch die anderen der Gruppe waren sehr beeindruckt.
Es war seltsam sich vorzustellen, dass die Nonnen hier zwischen 12 und 14 Jahren „eingeliefert“ wurden von ihren Familien. Dann wurden sie zwei Jahre in ihre Zelle gesperrt, wo sie sich überlegen mussten, ob sie im Kloster bleiben wollten! Die Führerin erzählte uns, dass die Nonnen nicht lesen konnten. Frage eines Mitreisenden:“ Haben sie denn all die Gebete auswendig gelernt, wenn sie nicht lesen konnten?“ Worauf Susanne mir ins Ohr flüsterte:“ Nee du, die hatten doch nen Ipod im Ohr mit allen Gebeten drauf...“

22kloster1.jpg

23kloster.jpg

24kloster.jpg

25kloster.jpg

26kloster.jpg

27kloster.jpg

29kloster.jpg

31kloster.jpg

33kloster.jpg

34kloster.jpg

35kloster.jpg

37kloster.jpg

30klosterfernsehshow.jpg
Fernsehshow im Kloster

Nach diesem eindrücklichen Besuch zerstreute sich die Gruppe in den vielen Touriboutiquen. Ich ging jedoch früh zum Hotel zurück. Diese Art zu reisen macht mich regelmässig enorm müde! Wir stressen von einem Ort zum anderen, übernachten nur eine Nacht im jeweiligen Hotel und haben von morgens um sechs bis abends um zehn Programm!! Vom Land und den Leuten bekomme ich so gar nichts mit...Aber dafür muss ich nichts selbst organisieren. Es hat alles Vor- und Nachteile.

witzigertransport.jpg
Zum Schluss noch ein eigentuemlicher Transport

Eingestellt von puzzli2 6:46 PM

Versende diesen EintragFacebookStumbleUponRedditDel.icio.usIloho

Inhalt

Schreibe als Erster einen Kommentar dazu.

Sie müssen angemeldet Mitglied der Travellerspoint um Kommentare diesem Blog.

Enter your Travellerspoint login details below

( What's this? )

Wenn Sie noch nicht Mitglied sind von Travellerspoint, werden Sie Mitglied kostenlos.

Join Travellerspoint