GALAPAGOS------Quito
04.09.2008 -17 °C





Am Flughafen von Cusco begann, was mir wohl von nun an noch einige Male passieren wird... Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass mein Gepäck 14kg Übergewicht habe! ( vom Handgepäck mal abgesehen). Die Airline wollte natürlich Dollars sehen dafür, aber irgendwie hab ich mich da rausgeplaudert. Nach einer halben Stunde portuspanisch liessen sie die Koffer ohne zusätzliche Moneten gehen. Juhui!
Der Flug von Lima nach Quito war sehr abenteuerlich!!! An Board war die bolivianische Marathonnationalmannschaft. Die etwa 20 Herren waren lustig. Sie machten auf dem gesamten Flug Tiergeräusche nach. So war da mal ein Hahn, dann ne Katze oder ein Esel. Es war echt super lustig und die Stewardesseen kriegten sich kaum mehr ein vor lachen.
Leider war der Flug an sich alles andere als lustig. Ich glaube, das war der erste Flug des Piloten. Beim Starten wurde mir halb schwindlig, so schnell stieg die Maschine. Unterwegs wurde mal während gefährlichen Schaukeleinheiten mitgeteilt, dass wir uns anschnallen und den Anweisungen des Personals folgen sollten. Ich hab mich schon etwas höher im Himmel gesehen. Ausserdem waren auf dem Flug Laptops, Handys usw. erlaubt!!! Als wir dann etwa eine Minuten über der Landebahn schwebten, nachdem das Flugzeug zuvor schrecklich geschaukelt hat beim Anflug war es um meine Fassung geschehen. Ich betete nur noch! Der Vogel war irgendwie nicht runterzukriegen!!! Irgendwann klappte es und es folgte eine Vollbremsung. Alle Passagiere schauten sich entsetzt an und applaudierten aus Erleichterung spontan. Auch den Sportlern stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben!
Nach den vielen Pass- und Gepäckskontrollen in Quito unterhielt ich mich mit einem der Sportler und ging einfach mit ihnen mit zum Ausgang. Ich realisierte zu spät, dass etwa fünfzig Journalisten, Kamerateams usw. dort standen und die Ankunft der Sportmannschaft aufnahm. Und ich mitten drin!!! Grrrr, das war wiedermal tyyyypisch!!!! Mit hochrotem Kopf verdrückte ich mich hinter ein Blumenbouquet und dann weiter in Richtung Passkontrolle.

Mein super Hotelzimmer in Quito; Fünfstern...

Jose und ich im Ausgang in Quito
Ich traf Jose am Flughafen, als er mir half mein Gepäck zu schleppen, obwohl er noch seine schwere Kamera tragen musste. Wir plauderten ein wenig, dann wurde ich abgeholt. Später am Rotlicht einer Kreuzung sass er im Auto neben mir und erkundigte sich bei meinem Fahrer nach dem Namen meines Hotels.
Ein paar Stunden später, ich kam gerade von meinem ersten zweistündigen Geldwechselversuch in Quito zurück, hatte ich bereits ein Zettel im Hotelzimmer meiner Fünfsternbude mit einer Einladung zum Nachtessen. Keine Ahnung, wie Jose mich ausfindig gemacht hatte ohne meinen Namen zu kennen! Anyway... wir machten gemeinsam Quito unsicher, obschon ich am Tisch fast einschlief! Ich hatte die vorhergehende Nacht nur eine Stunde geschlafen!
Jose ist Kameramann eines argentinischen Sportsenders. Er scheint einen genialen Beruf zu haben, dauernd irgendwo in der Welt unterwegs. Von ihm erfuhr ich auch, dass es sich bei den Sportlern im Flugzeug um die Nationalmannschaft des bolivianischen Fussballs handelte und nicht um Marathonläufer. Sie trugen lediglich Trainingsuits mit der Aufschrift "Marathon". Und was lernte ich daraus? Nicht überall wo Marathon draufsteht, ist auch Marathon drin! Übrigens hab ich mich dann später noch im Fernsehen gesehen, als sie in den News von der Ankunft der Fussballmannschaft berichteten. Wie die Faust aufs Auge habe ich in die Gruppe der grün gekleideten gepasst!!!


Am nächsten Morgen gings früh los. Die Reise war perfekt organisiert! Uns wurden dauernd Infos gegeben und die Guides kümmerten sich einfach um alles! Wir flogen zwei Stunden von Quito auf die Galapagos Inseln. Das erste Mal in meinem Leben mussten sie mich am Flughafen ausrufen, weil ich wiedermal einen Geldwechselversuch startete, anstatt einzuchecken!

Auf den Inseln angekommen, stellten wir alle fest, dass die Luft viel weicher war. Wir sind uns wohl der verschmutzten Luft zu Hause gar nicht mehr so bewusst. Die Landschaft und das Wasser des Meeres sind atemberaubend. Wir erholten uns fast nicht mehr! Die Guides brachten uns auf unsere Luxusyacht, wo wir erstmal unsere Zimmer bezogen.
Am Nachmittag gings dann auf eine Riesenschildkrötenbesichtigung. Das war sehr interessant, zumal unser Guide uns sehr viel über die Tiere erzählte. So können sie bis zu 180 Jahre alt und 220 kg schwer werden! Es ist einfach unglaublich, wie RIESIG die Tiere sind! Er erzählte viel darüber, wie sie nun versuchen die Schildkröten wieder vermehrt anzusiedeln. Die Tiere legen die Eier ca 30cm unter die Erde. Die kleinen Schildkröten entwickeln im Ei einen einzigen Zahn, damit sie die Schale aufbrechen können und sich dann durch die Erdschicht nach oben arbeiten können...
Es war ein sehr beeindruckender Ausflug.
Am Abend kriegten wir ein sehr gutes Essen und uns wurde die Crew vorgestellt. Es sind 10 Männer, welche für uns 10 Passagiere arbeiten!!! Undlaublich!
Das Beste ist auf dem Boot zu schlafen. Das ist wie die ganze Nacht in einer Wiege zu liegen. Sehr entspannend. Gegen Morgen, wenn die Wellen grösser werden ist es dann eher abenteuerlich und wir getrauten uns nicht aufzustehen. Na ja, so ganz seefest bin ich dann doch noch nicht. Aber auch die anderen haben mit Übelkeit zu kämpfen.
Am ersten Tag besichtigten wir eine Insel mit einer Seelöwenkolonie. Das war sehr eindrücklich. Die Tiere hatten auch keine Angst, sondern kamen sogar zu uns hin! Weiter sahen wir zwei Landleguane, welche ebenfalls ziemlich zutraulich waren. Das Eindrücklichste war jedoch das Schnorcheln. In glasklarem Wasser konnten wir direkt vom Boot aus schnorcheln gehen. So was Schönes hab ich noch nie gesehen! Fische in allen möglichen schillernden Farben! Und die Seelöwen schwammen mit uns! Sie kamen bis ganz an uns ran, dann tauchten sie um uns herum, wie zum zeigen, dass sie im Fall besser schwimmen konnten als wir. Sie kamen immer wieder, als wollten sie mit uns spielen. Einigen von uns bissen sie sogar in die Flossen! Es war sooo lustig!
Nach dem Schnorcheln wurden wir auf dem Boot von der Crew mit heisser Schokolade begrüsst. Der Service hier ist wirkilch vom Feinsten!

Ankunft auf dem Miniflughafen auf Galapagos

Unser Flugi der Galapagos-air

Das Gepäck wird per Traktor und Anhänger in die Wartehalle gebracht

Am Eingang des Nationalparks

Statue neben der Tafel. Frage eines Mitreisenden:" Why does he have a gameboy in his hand?"

Nach dem Flug gings 1h per Bus weiter, dann per Fähre und dann nochmals per Bus zum Hafen, wo unsere Superyacht lag.

Unser firstclass Schiff

Mit diesen Dungys werden wir rumchauffiert. Die Yacht bleibt auf offener See.

Unsere Koje. Vom Feinsten!!!

Upper deck. Hier können wir ungestört sünnelen.

Im Boot. Hier die Bar und das Wohnzimmer. Mit eigener Videothek.
ERSTER AUSFLUG INS REICH DER WUNDER



Seaiguana mit Krabbe am Bein

Erklärungen unseres Guides Toni zur Insel Santa Cruz

Dies ist ein Brukasten für Eier der Riesenschildkröten. Das Provisorium stammt aus den 80er Jahren und weil es sich so gut bewährt hat, wird es heute noch verwendet. Betrieben wird das Ganze mit einem Haarföhn!

Junge Riesenschildkörten. Sie tragen Nummern, aber es werden keine Wettrennen veranstaltet :-)

Diese Schildkröte hat am Vorabend zu viel getrunken und leidet nun unter einem Hangover...

Im Schildkrötenpark

Lizard

Riesenschildkröte und ich

Guet Nacht

Ich mit zwei anderen schlafenden Schildkrötlis

Grössenverhältnis der Tiere...

...und noch ein Posing mit den imposanten Tieren


Jessica und ich mit unseren gemieteten Wetsuits
Zurück auf dem Boot

Faulenzen im Livingroom

Vor dem Abendessen. Der Guide schreibt das Programm an die Tafel.

Das Essen war echt genial! Hier ein Riesenfisch, welcher ausgezeichnet mundete :-)

Seltsame Grillgewohnheiten....
Eingestellt von puzzli2 2:09 PM









