Titicacasee
04.09.2008





Grastransport
Der Tag in Puno begann mit dem halbstündigen Warten auf einen Milchkaffee. Als der Kaffee dann kam, war er schwarz. Der Herr der Bruchbude meinte nur, er habe die Milch vergessen... war ja auch nur ein Detail. Aber so ist das in Peru, nicht weiter schlimm.

Karte der Inseln
Der Titicacasee ist der grösste See in Südamerika. Er umfasst eine Fläche von 8.288 km²! Bolivien und Peru teilen sich das Gewässer. Darauf schwimmen 42 von Menschen hergestellte Inseln.
Wir wurden auf ein Touriboot gebracht, um zuerst zu den Uros Inseln gebracht zu werden. Diese Inseln sind aus kreuzweise aufeinandergeschichtetem Schilf gebaut, welches auf einem Wurzelgelfecht liegt. Die Inseln schwimmen also und müssen immer gut verankert sein. Der Guide der Insel, welche wir besuchten meinte nur:" Vor allem über Nacht müssen wir die Insel gut befestigen. Sonst wachen wir eines Morgens in Bolivien auf und haben keinen Pass!"
Die Führung und der Besuch der Inseln war so gut inszeniert, dass wir erst mit der Zeit bemerkten, dass die Leute niemals auf den Inseln wohnen können. Sie sind wohl wie in einem Freilichtmuseum einfach tagsüber dort. Aber wir wurden fleissig den ganzen Tag über angelogen. Es wurde uns erzählt, dass die Familien dort wohnen und wir doch den armen, armen Menschen helfen sollen, indem wir was kaufen. Wir wurden richtig wütend, als wir den Betrug entdeckten! So belogen- und für dumm verkauft zu werden ist schon eine eigene Erfahrung...

Der See mit Puno im Hintergrund

Puno

So siehts im Touriboot aus; da wurde einfach ein Bus zerlegt und zweckentfremdet

Die heissen Damen dürfen natürlich auch nicht fehlen

So sehen diese Inseln aus

Ein kleiner "Inselbewohner"

Die Führerin erklärt die Bedeutung eines Wandbehangs

Der Häuptling der Insel erzählt über den Aufbau der Inseln und die Bräuche der Bewohner

Interessant konstruierter Turm; ich war auch oben

Aussicht vom Turm aus

Verkauf der Produkte

In den Hütten sieht's so aus. Die Solarzellen für den ach so wichtigen Fernseher werden angeblich vom Staat gesponsert...

Touris auf dem Schiff. Die Einheimischen singen ein englisches Farewell-Lied

...und tschüss...


Eine Insel mit Teich

Die Bewohner dieser Insel entschieden sich, ihrem Turm eine Fischform zu geben
Danach ging die Tour weiter zur Taquile Insel. Dies ist eine richtige Insel und ich glaube auch, dass dort wirklich Leute wohnen. Aber alles war natürlich sehr touristisch aufgemacht. Wir bekamen viele Schmuckstücke oder sonstige Handarbeiten angeboten und sahen einen etwas zu sehr improvisierten Tanz. Na ja, angesichts dessen, dass man ausser auf einem Tourischiff wohl nicht zu diesen Inseln kommt, liessen wir uns das gefallen. Aber es war auf jeden Fall nicht unser Lieblingstag geworden.
Auf der Rückfahrt hatten wir die Ehre 2.5 Stunden einer Bulgarin zuzuhören, die sich enorm gerne selbst sprechen hört. Sie sprach ungelogen die ganze Zeit ohne Punkt und Komma. Wenn ihre Opfer sich dann mal abwandten sprach sie einfach auf jemand anderen ein. Das war echt ein Phänomen!!! Einer unserer Gruppe meinte nur: "Du, also manchen Leuten muss man sogar im Grab den Mund zubinden...".

Die Frauen waschen die Wäsche wirklich direkt am See!

Die Touris müssen sich von einem Boot zum nächsten hangeln, um an Land zu kommen






So werden die Handarbeiten hergestellt

Taquileinsel

Wie die Ameisen kommen die Touristen an und schleppen sich den Berg hoch

Sehr improvisierter Tanz

Sogar die Touristen könnens fast besser :-)

Sicht zum Hauptplatz


Ein strickender alter Mann

Ausblick auf den kleinen Hafen hinunter
Eine meiner Lieblingsfrüchte ist die Maracuja (Passionsfrucht). Bei JEDER Gelegenheit schlürfe ich einen Maracujasaft oder seit ich mit Susanne unterwegs bin, löffeln wir die sauren Dinger auch auf den Fahrten im Bus!


Wettsch en Biss???
Eingestellt von puzzli2 3:13 PM









