Reise blog von Travellerspoint

Jul 2008

Boipeba

" If you make a hole in your life you can never put sand into it again."
(brasilianisches Sprichwort)

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Boipeba eine Insel, auf welcher Traeume entstehen. Ein weiteres Paradies.

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Ich unternahm einen eintaegigen Boottrip auf diese wundervolle Insel. Wir besuchten an diesem Tag auch noch eine weitere der 52 Inseln in dieser riesigen Meeresbucht. Wie schon gesagt, kann ich die Schoenheit der Natur hier nur schlecht in Bildern einfangen. Es ist einfach unbeschreiblich!

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Die Tour begann fruehmorgens und fuehrte uns zuerst zu natuerlichen Schwimmbecken, in welchen wir schnorcheln konnten. Leider war das Wasser etwas trueb, aber dafuer herrlich warm. Nach einiger Zeit fuhren wir weiter zur Insel Boipeba, auf welcher wir dann von einem witzigen Guide mit Wintermuetze durch den Dschungel gefuehrt wurden. Er sprach leider mit einem ausgepraegten Bahia-Akzent, so dass ich nicht sehr viel von seinen Erklaerungen mitbekam.
Nach dieser Wanderung konnten wir uns in einem Strandrestaurant entspannen, bevor noch eine Austerndegustation und den Besuch des alten Staedtchens Cairu auf uns wartete. Im wunderschoenen Sonnenuntergang fuhren wir schliesslich gegen Abend schlotternd nach Morro zurueck. Es war ein sehr eindruecklicher Tag!

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Schifflis

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Velotransport

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Fischerboot

Gruppentour auf Boipeba

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Wir verliessen das Schnellboot, indem wir durchs huefttiefe Wasser wateten

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Die Tourigruppe mit dem winterlich bemuetzten Guide

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Im Dschungel erklaert uns der Guide viel ueber die Pflanzenwelt

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Waldhuettli zu vermieten

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Mittagspause im Strandresti

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Ich im Gegenlicht in der Haema...

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Madame Boesch am Strand

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Ein Einheimischer am Strand


Austerndegustation im Flussrestaurant

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Das Resti im Fluss

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Die Austernfangnetze werden an Land gelagert

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Die Austern werden mit einem speziellen Messer geoeffnet

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brasilianische Petsammlung

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Tuerschmuck aus Austernschalen

Insel und Altstadt von Cairu

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Ankunft in Cairu

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Das Schild besagt, dass Velofahren verboten sei

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Fruechte und Gemuese, wie man sie hier in den Laeden findet

Hundelis

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Fischlis

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Delfine im Meer

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Rueckkehr

...ein wuenderschoener Tag geht zu Ende....

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Ankunft in Morro de Sao Paulo

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Weiterreise

Mir verbleiben nun noch zwei Tage auf dieser Insel. Am Freitag werde ich nach Salvador zurueckkehren und bis naechstem Donnerstag dort bleiben. Dann fliege ich am 7. August nach Curitiba, wo ein Besuch der Schweizerschule und ein Weekend an der Beach auf mich warten....

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Zum Schluss sende ich euch viele Meeresbrisen und Sonnenstrahlen nach Europa
...ach uebrigens habe ich heute beim Zaehneputzen mal meine Sonnecremedose studiert. Darauf steht in Grossbuchstaben geschrieben "Urlaubsgroesse".... :-) Ich frage mich nur, woher Nivea weiss, welche Groesse von Flasche ich fuer meinen Urlaub gebrauche :-)))))

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Das Paradies auf Erden - Morro de Sao Paulo

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Im Moment befinde ich mich im Paradies auf Erden! Es ist echt ein unglaublicher Ort und kaum zu beschreiben, oder in Fotos einzufangen! Ich moechte mich hier bei Rafael (meinem EX- Arbeitskollegen aus dem Holbein :-)) ) bedanken fuer den Tipp, diese Insel zu besuchen.

Ich kaufte mir in Salvador ein Ticket für das Schnellboot nach Morro de Sao Paulo. Leider hatte es zu viel Wind, so dass aus dem Schnelltrip ein Endlostrip von über drei Stunden wurde. Wir mussten zuerst das Boot nehmen, dann einen Bus und dann nochmals ein Boot. Natürlich war es bei der Ankunft auf Morro schon dunkel, so dass ich mich auf die knappe Beschreibung zur Jugi verlassen musste. Ich habe den Besitzer der Jugi hier in Foz Iguacu kennen gelernt und ihm versprochen, dass ich ihn besuchen werde.
In der Jugi ging dann gleich am selben Abend noch die Post ab. Es war eine ganze Horde Alleinreisender dort und wir beschlossen gleich zu fünfzehnt die Nacht zum Tag werden zu lassen. Da es sehr wenig Touristen hat im Moment schauten die Leute uns schon etwas schräg an. Wir machten zuerst die genialen Caipistände am zweiten Strand unsicher und gingen anschliessend in die Openairdisco im Dschungel. Die Parties hier beginnen nie vor Mitternacht, weshalb es eigentlich unsinnig ist, ein Hotelzimmer zu haben.

Am Nächsten Tag verbrachten wir dann viel Zeit am Strand. Morro de Sao Paulo besteht nur aus Stränden, Natur und Sandstrassen. Es hat keine Autos hier und auch keine grossen Hotels. Die Strände sind durchnumeriert, was alles etwas vereinfacht.
Es ist einfach total friedlich hier. Keine Kriminalität, nur gutgelaunte Leute, schöne Musik, gemütliche Atmosphäre, Caipis aus frischen Fruechten.... das Paradies auf Erden. (Hafaeu, du hast recht gehabt, echt!!!)

Die ersten Tage verbrachte ich viel Zeit mit dieser zusammengewürfelten Gruppe von Leuten aus aller Welt und Brasilien. Wir unternahmen auch zweistündige Wanderungen durch den Dschungel in den Flip Flops und Badesachen!!! Das war vielleicht ein Gaudi!
Doch Tag für Tag wurde die Gruppe kleiner, bis ich alleine übrig blieb. Doch hier ist man nie wirklich alleine und so machte ich schon bald Bekanntschaft mit Marcia aus Sao Paulo. Mit ihr ging ich viel joggen, hängte am Strand, oder machte die Caipistände unsicher, wo wir auch mit einer Besitzerin viel plauderten. Ich glaube nach meinem Aufenthalt auf der Insel hab ich mindestens eine Caipirinhavergiftung!

Ich geniesse die Zeit hier enorm! Habe mir vorgenommen so lange als möglich zu bleiben. Was will ich noch mehr? Hier habe ich alles, was ich brauche, kann jeden Tag 8km am Strand entlangjoggen, schlafe beim Meeresrauschen ein, es gibt viele nette Menschen und ich habe Zeit zum Lesen, Meditieren und die Seele baumeln zu lassen.

Da die Insel sehr klein ist und es wenig Touristen hat, lernte ich sehr viele Einheimische kennen. Die Leute hier sind so friedlich und nett. Sie erzaehlen mir viel ueber die Insel und das Leben hier. So sind viele von ihnen nie weiter als Salvador gereist. Aber die Ferien kommen ja zu ihnen ins Paradies, da muessen sie nicht verreisen :-). Aber das Leben hier sei eben schon sehr speziell. Jeden Tag Party, neue Leute, es gebe keinen Tagesablauf.
Ich bin sehr froh, dass weder die Einheimischen, noch die Leute welche ich sonst auf Morro getroffen habe, Englisch sprechen. So kann ich meine Portugiesischkenntnisse praktizieren und verfuege zum Glueck mittlerweile ueber ein Vokabular von drei Zeitformen :-). Damit laesst es sich also problemlos naechtelang diskutieren. Ich liebe diese Sprache und das Land und kann mir gar nicht vorstellen, dass ich in weniger als einem Monat Brasilien verlassen muss!!!!

Ein Erlebnis mit einem Einheimischen war doch sehr speziell. Ich traf Robinson am Strand, als er mir irgend eine Tour andrehen wollte. Nachdem wir eine Zeit geplaudert hatten und er mir sein halbes Leben erzaehlt hatte, verabredeten wir uns zum Joggen am naechsten Tag. Robinson ist erst 22 Jahre jung und schon verheiratet. Die Heirat sei eben auch die einzige Moeglichkeit von zu Hause auszuziehen, meinte er.
Wir joggten dann 8km bis zum Ende des total menschenleeren fuenften Strandes. Dort beobachteten wir zuerst Fische. Das ist wirklich interessant. Man muss jedoch eine lange Zeit bewegungslos verharren koennen, was gar nicht so einfach ist. Ich erfuhr viel ueber diese Tiere und bekam danach einen ornithologischen Crashkurs. Robinson scheint ueber alle Tiere Bescheid zu wissen! Und zum Schluss sammelten wir verschiedene noch bewohnte Muscheln. Die Tiere im Innern der Muschel arbeiten, indem sie ziemlich laute Klopfgeraeusche von sich geben. Wir legten dann verschiedene Muscheln nebeneinander und hatten somit ein richtiges Muschelklopfkonzert! Das war echt lustig!!!
Es ist schon eindruecklich, wie sehr die Leute mit der Natur leben und umgehen.

Viele Leute, welche ich unterwegs getroffen habe fallen beinahe in Ohnmacht vor Bewunderung, wenn ich ihnen sage, dass ich alleine mit meinem Rucksack als Haus monatelang durch Brasilien reise. Es ist enorm ungewohnt, dass eine Frau alleine reist... Die Leute koennen das kaum glauben. Ich erklaere ihnen dann, dass das also wirklich halb so wild sei. Ich vertraue in Gott und ins Gute im Menschen und weiss, dass mir nichts Schlechtes geschehen wird. So ist das Reisen doch total ungefaehrlich! Ganz anders sieht das natuerlich mit meinem Vertrauen in die Technik aus.... Ich hab jetzt schon Angst, wenn ich an den naechsten Flug denke!!!
Weiter fragen mich viele, weshalb ich reise. Was mir das bringe. Ich denke, ich reise um zu lernen. Ich moechte moeglichst viel ueber die Leute, ihre Denkweise und Ansichten und das Land erfahren. Und natuerlich moechte ich die Sprache lernen. Auch lerne ich hier sehr gut mit mir alleine zu sein. In der Schweiz kann man sich immer wunderbar von sich selbst ablenken :-) Auf Reisen ist das weniger moeglich und das tut mir sehr gut.

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Die Boote aus Salvador kommen im Paradies an

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der zweite Strand

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in jeder Hinsicht ein Paradies... hahahaha

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der Weg dem Meer entlang

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Pferdevermietung fuer Strandtouren

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Das Schiff bringt bei Flut Baumaterialien und Esswaren nach Morro

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Bei Ebbe wird das Schiff mit Hilfe von Eseln mit Abfaellen usw. beladen

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Imbisstafel am Strand

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Eine Tourihorde auf dem Weg zu den Schnellbooten

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Tja, beim Einsteigen wird man ein wenig nass :-)

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Ein Boot mit sehr vertrauenserweckendem Rettungsboot...

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Dieser Traktor ist beinahe das einzige motorisierte Fahrzeug auf der Insel. Er dient als Muellabfuhr usw.

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Downtown Morro mit Jeff in Badhoeslis

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Die Kirche von Morro

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Der Friedhof im Wald

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Tiroleza...ein waghalsiges Unterfangen, welches ich mir nicht antun werde.

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Eine mutige Person in Action

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Koenig ist, wer eine Schubkarre besitzt

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So wird auf der Insel umgezogen

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Dies gilt auch fuer Pflanzenlieferungen

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Seiltanzen am Strand

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"Hopp de Esel"

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...und auch im Paradies regnets manchmal

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Boot am Abend

HOTELS UND FREUNDE

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Meine erste Unterkunft war die Jugi. Das Zimmer mit Fruehstueck im Garten fuer knapp 13 Franken!

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Dieses Hotel lag leider nicht in meiner Preisklasse

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Mein zweites Hotel, ein Geheimtipp, welcher ich vor meiner Ankunft erhalten habe :-)

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Das Zimmer gibts dann fuer 25 Franken mit Fruehstueck...

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...und da ich schon lange keine Waschmaschine mehr gesehen habe, musste eben die Luxusjacusee des Hotels zur Reinigung meiner Waesche herhalten. Der Motor, welcher Blasen ins Wasser zaubern sollte war jedoch nicht wirklich stark genug, um meine Kleider zu saeubern...

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ich im Hotel

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unterwegs auf der Insel mit einer ganzen Gruppe Alleinreisender. In unseren lustigen Badekostuemen gingen wir wandern. Es war ein Riesengaudi!!! (Leute aus Frankreich, Brasilien, USA, Argentinien und der Schweiz. Wir haben uns die ganze Zeit ueber schoen brav in Portugiesisch unterhalten.)

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Jeff aus Rio, die beiden Jungs aus Frankreich, Andrew aus den USA auf dem Boot

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Mit Marcia aus Sao Paulo verbrachte ich viele lustige Naechte und wir joggten auch oft gemeinsam die Straende ab bei Tag. Die Leute konnten oft nicht glauben, dass ich die Schweizerin und sie die Brasilianerin ist :-)
Ich werde Marcia Ende August vor meinem Abflug in Sao Paulo besuchen gehen.

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So sehen die Caipistaende aus. Das sind alles frische Fruechte, welche im Handumdrehen zu Caipirinhas, Caipiroskas und Caipirissas verarbeitet werden.

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Ide besitzt diesen Stand und witzelte oft lange mit uns. Sie bereitet gerade meinen Caipi zu.

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Ide, ich, Marcia hinter dem Stand

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Ein Abend geht zu Ende und die Fruechte werden weggeraeumt

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Am Strand am Abend

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Manche Besitzer zuenden auch ihre Restaurants an...

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Der Heimweg vom Ausgang

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Salvador

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Ich habe ausgerechnet, dass ich nun 4970km und rund 91h im Bus gefahren bin seit Cuiaba! Aber ich liebe das Busfahren nunmal...

Nach erneuten 21 Stunden im Bus bin ich bei stroemendem Regen in Salvador angekommen. Salvador ist eine sehr arme Stadt und wenn man hier ankommt, faehrt man zuerst einmal eine halbe Stunde durch Armenviertel, die aussehen wie die Favelas in Rio. Das ist schon ein sehr bedrueckender Anblick!

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Mit meinen beiden Rucksaecken, die zusammen etwa 35kg wiegen stuerzte ich mich ins Gewuehl und wurde uebereall schraeg angeschaut, oder auf mein Gepaeck angesprochen :-) Nachdem ich dann versucht hatte, meine Unterkunft per Bus zu erreichen und ich die Strasse vergebens zu Fuss suchte, leistete ich mir ein Mototaxi. Ich mit all meinem Gepaeck auf dem Motorrad haette das sicher eine superlustige Foto gegeben!

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v.l Lourenço, ich, Andre

Ich blieb 3 Naechte bei Andre und Lourenco. Die beiden arbeiteten tagsueber und liessen es sich nicht nehmen, mir nachts die Altstadt von Salvador zu zeigen! Dort ist jede Nacht Pary und manachmal auch Lifebands. Wir genossen an einem Abend ein solches Konzert, sangen und tanzten im stroemenden Regen zur brasilianischen Musik. Es war sehr lustig!

Andre hat fast ein Jahr in der Schweiz gelebt und spricht sehr gut Deutsch. Es war interessant mit ihm ueber die Unterschiede der beiden Laender zu plaudern oder naechtelang lustige Infos zu googeln. Er erzaehlte mir viel ueber das schlechte Schulsystem hier. Die oeffentliche Schule sei eine Katastrophe. Teilweise fehlen monatelang die Lehrer usw. Die meisten Leute mit ein wenig Geld schicken die Kinder in Privatschulen. Das sei total normal. Aber auch dort sei es nicht viel besser. Korruption fliesse eben im brasilianischen Blut, meinte er :-) So koenne man sich Noten auch erkaufen oder einfach den Test so viele Male wiederholen, bis es klappt. Weiter sei es ueberhaupt nicht streng in der Schule und Hausaufgaben ein Fremdwort. Er habe also die Haelfte seiner Schulzeit verschlafen, oder sei erst auf die zweite Stunde zur Schule gegangen. Aber irgendwann haette er es dann selbst begriffen und aufholen muessen. Heute ist er Ingenieur und hat einen guten Job bei Ford.

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Lourenço und Andre

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Lourenço fuettert jeden Morgen Voegel indem er Bananen ans Fenster haengt. Er meint, dass die Voegel sehr waehlerisch seien. Einige Arten, wie zum Beispiel der Kolibri wuerden keine Bananen fressen. Diese Voegel fuettert er mit Papaya oder Reis... Er hat eine ganze Variation von Futter vor seinem Fenster :-)))

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In Salvador haben mich vor allem die verschiedenen Capoeiragruppen fasziniert. Ich verbrachte einige Stunden mit Zuschauen und Mitwippen zur Musik. Es ist schon sehr eindruecklich mit welcher Energie und Lebensfreude die Leute diesen Sport betreiben. Capoeira ist eine Mischung aus Tanz und Kampf und wird von Leuten jeder Altersklasse betrieben. Im Staat Bahia ist Capoeira sehr verbreitet und man wird ueberall angesprochen, ob man nicht auch eine Klasse besuchen moechte. Aber meinen Knochen zuliebe lasse ich es beim Zuschauen.

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Capoeirafestival in der Stadt

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die Lifemusiker

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die kleinsten Capoeiristen

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ein Sport fuer jede Altersklasse...

Downtown Salvador

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Aussicht ueber den Hafen

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die schoene Altstadt

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auf dem Heimweg im Bus

Auch in Salvador traf ich viele interessante Menschen und kuriose Dinge, welche ich gleich fotografieren musste :-)

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Kokosnussverkauf auf der Strasse. Gewisse Leute haben wohl Angst, dass ihnen diese Nuesse auf den Kopf fallen und promenieren mit einem rosa Helm auf dem Kopf...

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Strassenverkauf verschiedener Instrumente

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mit dieser Frau unterhielt ich mich eine Weile. Ich haette sehr gerne eine ihrer Puppen gekauft, aber mein Gepaeck laesst keine solchen Extravaganzen zu, leider.

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traditionelle Trachten

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Fruechteverkauf auf der Strasse

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leider sieht man hier oft Menschen auf der Strasse liegen. Das Elend ist schon erschreckend! Dieser Mann liegt vor einer Kirche in der prallen Sonne!

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ein Geschenkbuesi

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elektrische Installationen in der Wohnung....!!!

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Uriellas Schleichwerbung in Brasilen. Dezent auf einer Streichholzschachtel platziert!

Nach diesen Tagen Salvador entschied ich mich dann, das Boot ins Paradies zu buchen. Auf nach Morro de Sao Paulo!

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Blumenau - Sao Paulo - Vitoria - Garapari

Blumenau

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Von Florianopolis fuhr ich drei Stündchen im Bmmelbus nach Blumenau. Das war eine Tortour, da der Bus wirklich an jedem Rank hielt!
Aber schliesslich kamen wir in Blumenau an, wo ich ein paar Stunden verweilte. Am Abend ging’s dann weiter nach Sao Paulo.
Die Stadt Blumenau wurde ursprünglich von deutschen Einwanderern gegründet, was unschwer am Namen zu erkennen ist. Auch die Stadt selbst erinnerte mich sehr an deutsche Städte. Ich stellte jedoch fest, dass die Leute hier nicht mehr wirklich deutsch sprechen. Aber ein paar lustige Überbleibsel deutscher Sprache habe ich dennoch gefunden.

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das Hotel himmelblau :-))

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sehr originell der Name dieses Lokals

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das war der absolute Brueller! Ich suchte leider vergebens nach dem Pendant
"neue Brotgasse"...

Spät am Abend ging meine Reise weiter von Blumenau nach Sao Paulo. Ich muss mir auf meiner Reise immer wieder Sprüche zu meinem RIESIGEN Gepäck anhören. (Riesenrucksack auf dem Rücken und kleiner Rucksack vorne. So wegen dem Gleichgewicht. Hahaha). Muss mal wieder einige Sachen in die Schweiz schicken. So geht das nicht mit dem Reisen!

Sao Paulo

Sao Paulo erreichte ich an einem Samstag um sechs Uhr morgens. Alles war noch ruhig in der Stadt mit 12 Millionen Einwohnern und ich war enorm müde nach der Busfahrt. Ich wartete eine Weile in der Busstation, ehe ich mich ins Getümmel der Metro wagte mit meinem Gepäck.
Ich fuhr sicher 90 Minuten mit diversen Verkehrsmitteln durch die Stadt, ehe ich bei Angelica ankam. Meine Nerven lagen blank und ich wollte nur noch schlafen. Aber daran war natürlich nicht zu denken! Angelica war etwa so nervös wie die Stadt selbst und steckte mich gleich an. Ich bekam fast Magenkrämpfe von dem dauernden Hin- und Her. Da hatte man keine fünf Sekunden seine Ruhe. Immer musste man irgendwohin speeden.
Ich schlief neben dem Schlagzeug und dem Compi an welchem ihr Sohn bis in alle Nacht hinein Ballerspiele spielte, während ich mit Oropax und Pulli um den Kopf gewickelt zu schlafen versuchte.
Als ich dann am nächsten Morgen entdeckte, dass eine ihrer beiden 50m2—Wohnungs-Katzen ihr Geschäft im Lavabo der Toilette zu erledigen pflegt, stand für mich eindeutig fest, dass ich schnellstmöglichst aus dieser Stadt verduften musste.
Obwohl ich eigentlich plante eine ganze Woche in Sao Paulo zu bleiben, war ich schon am nächsten Tag wieder an der Busstation und kaufte mir ein Ticket für das 14h entfernte Vitoria. Der Sonne entgegen!

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Angelica, ihr Sohn Leandro und dessen Freund

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Angelicas Wohnung

Vitoria

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In Vitoria kam ich ebenfalls um 6 Uhr an und zwar an einem Sonntag. Sehr schlecht, da alles geschlossen hatte und kein Mensch daran dachte, um diese Zeit schon eine Imbissbude oder sonst was zu öffnen...
So stieg ich mal aufs Gratwohl in einen öffentlichen Bus und liess mich im „Zentrum“ ausladen. Es stellte sich später raus, dass der Fahrer keine Ahnung hatte, wo das Zentrum der Stadt war, und mich einfach irgendwo im schäbigen Hafendistrikt aussteigen liess.
Aber anyway. Ich fand ein Hotel, in welchem ich mich wohl fühlte und machte die ersten paar Tage die Stadt alleine unsicher. Sightseeing-tours mit dem öffentlichen Bus usw.

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Vitoria von der Bruecke aus (alles inklusive in der oeffentlichen Bustour :-) )

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Kirche in Vitoria

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Praia da Costa in Vitoria

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die Putzequippe raeumt den Abfall der nicht vorhandenen Touristen weg

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Am Abend geniesse ich es jeweils, ein wenig Tagebuch zu schreiben, einige Aepfel als Abendessen zu verspeisen und Filme zu gucken. Soooo genial!!!

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Guarapari

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An einem Abend mitten under der Woche kamen Alexandre und seine witzigen Freunde extra von Guarapari nach Vitoria (ca 1.5h Fahrt), um mich in den Ausgang mitzunehmen. Wir besuchten eine Bar, welche wie ein Buero eingerichtet war und demensprechend auch "escritorio" hiess. Danach gingen wir Forro tanzen bis in alle Nacht, obschon alle ausser mir am naechsten Tag arbeiten mussten!

Ich fuhr dann nach ein paar Tagen im Hotel in Vitoria nach Guarapari und blieb fuer drei Naechte bei Alexandres Schwester und ihrer Tochter. Die Familie gehoert zu den sehr reichen Brasilianern und dementsprechend war auch die Wohnung eingerichtet!
Alexandre gab sich enorm Muehe, unternahm jeden Abend etwas mit seiner Freundin und mir. So lernte ich auch Snooker spielen, was ich jedoch nach ein paar Versuchen dann eher ins Zuschauen umwandelte. Caipirinha und Konzentration sind in meinem Fall eine sehr schlechte Kombination!

Mit Renata, Alexandres Schwester unterhielt ich mich lange ueber die Armut hier in Brasilien. Obwohl Renata zu den reichsten Personen hier gehoert, hat sie eine sehr gute Einstellung armen Menschen gegenueber und versucht zu helfen, wo sie kann. Einmal habe sie einem Strassenjungen alle Schokolade abgekauft, weil sie Mitleid hatte mit ihm. Sie meinte jedoch dann gleich: "Das ist nicht richtig, denn Mitleid hilft den Leuten nicht. Sie brauchen wirkliche Arbeit und eine Aufgabe. Aber leider ist das schnelle Geld, welches in der Kriminalitaet zu verdienen ist sehr verlockend fuer viele. Deshalb entscheiden sie sich gegen eine "normale" Arbeit. Das ist ein grosses Problem in Brasilien. Und auch, dass viele Leute keine Schulausbildung haben. Niemand stellt sie spaeter an und sie landen auf der Strasse und in schlechten Kreisen."

Was mich sehr erstaunte ist, dass hier ALLE Leute eine Putzfrau haben. Dabei handelt es sich um sehr arme Leute, welche fuer wenig Geld die Wohnungen der Reichen putzen. Auch die Personen in Floripa hatten eine Putzhilfe. Das ist hier total normal! Diese Angestellten haben dann auch einen separaten Eingang im Haus und einen separaten Aufzug, welchen sie benuetzen!! Sehr gewoehnungsbeduerftig fuer mich!

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mein Zimmer in Guarapari!!! Luxus pur!

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Aussicht vom Balkon direkt aufs Meer.

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Strand von Guarapari

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Der Hafen mit den Fischerbooten

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Alexandre nahm mich am Wochenende mit zum Tauchen. Das heisst, die anderen tauchten und ich blieb auf dem Boot als erste Seglerin :-).
Das Wasser war sehr kalt und die Sicht schlecht und es machte nicht viel Sinn unter diesen Umstaenden den ersten Tauchgang meines Lebens zu machen. Ich genoss die Sicht und das Meer oberhalb der Wasseroberflaeche und bemitleidete die Taucher, welche beinahe alle nach dem ersten Tauchgang ihr Fruehstueck nochmals zu Gesicht bekamen.... :-((.

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Alles ready zum Takeoff

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Alexandre auf dem Boot

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Letzte Tipps, dann geht`s los.

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Fruechte und die Besatzung warten aufs Auftauchen der Mannschaft.

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Vor dieser Insel ankerten wir 3h zum Tauchen.

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Guarapari

Spaeter assen wir alle zusammen in einem traditionellen Restaurant, wo wir verschiedene brasilianische Spezialitaeten probierten. Ich bin ja sowas von mutig, was ich hier schon alles gegessen habe... Ich lasse die Details jetzt einmal weg.

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Beim Essen. V.l. ich, Vinicius, Karen, Alexandre

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Ein Ananasverkaeufer in den Strassen von Guarapari

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Pferdeparkplatz

Nach dieser Erholung in Guarapari zog es mich nach insgesamt einer Woche im Staat "Espirito Santo" wieder fort in Richtung "Bahia". Ich buchte den Bus fuer das 21h entfernte Salvador und hoffte instaendig, dort endlich Sommer, Sonne und bebadbare Straende zu finden!

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Ein Bild von unterwegs. Ankunft des Busses in einer Ortschaft. Die Leute kommen mit Schubkarren, um das Gepaeck abzuholen.

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ich schicke eine Prise Meeresluft in die Schweiz :-)

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Floripa (Florianopolis)

Am Meer angekommen

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Karte der Insel. Bei der Fingerspitze verbrachte ich die ersten fuenf Tage auf der Insel.

Florianopolis ist eine Insel im Sueden von Brasilien. Von Sueden in den Norden der Insel betraegt die Distanz 120km. Weiter hat es hier 42 Straende. Leider ist in diesem Surferparadies im Moment alles geschlossen, da es Winter und demzufolge zu kalt zum Surfen ist. Die Touristen sind weg und auf der Insel verbleiben die Einheimischen oder dann die Studenten der Universitaet.

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In der Jugi von Iguacu lernte ich Mike aus Utha (USA) kennen. Er hatte ebenfalls vor, nach Floripa zu reisen und so zogen wir eines Nachmittags gemeinsam los. Ich lachte mich halb kaputt, als der gute Herr mit seinem Riesenrucksack und der gesamten Skiausrüstung vor mir stand! Der Arme musste noch so einige Sprüche von wegen Skifahren im schneefreien Brasilien usw. von mir hören. Seine Absicht war es, mit dem Bus nach Chile zu reisen und dort ein wenig unberührten Powder-schnee zu suchen. Na dann... good luck!

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Mike and his skis :-))))))))

Die Busfahrt nach Floripa dauerte 15h. Sie zeigten doch tatsächlich während den ersten paar Stunden den Film „Rambo 4“ in voller Lautstärke!!! Ein ziemlich brutaler Streifen, vor allem wenn man bedenkt, dass oft Kinder in diesen Bussen mitfahren.
Mike und ich versuchten uns ein wenig durch Plaudern abzulenken von den ganzen Schiessereien.

Früh morgens kamen wir in Floripa an. Es war neblig und kalt, aber ich war AM MEER angekommen!!! So genial! Brasiliens „Strandlänge“ beträgt 7200km und ich konnte es kaum erwarten ein paar Meter davon zu sehen.
Aber erstmal war Warten angesagt. Nach einiger Zeit kam Adriano durch die Ankunftshalle gerast, um mich abzuholen. Ich wünschte Mike ein schönes Leben und zog von dannen :-).

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Traumstrand!

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meine beiden privaten Guides; Adriano und Marie

Adriano und seine beste Freundin Marie nahmen beide EXTRA einen ganzen Tag frei, um mir die Insel zu zeigen! Ich konnte es kaum fassen! So nett!
Sie fuhren mit mir zu einigen Stränden und erklärten mir viel über die Natur und die Einwohner von Floripa. Zwischendurch verwandelten wir das Auto in eine rollende Disco und hörten in voller Lautstärke Samba. Die beiden sangen wie wild mit.

Die Schoenheit der Insel wurde leider durch die vielen haesslichen Feriensiedlungen getruebt. Hier stehen tausende von Wohnungen bis auf drei Monate im Jahr leer!!!
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Dieser Herr widmet sein ganzes Leben den Flaschen. Haus, Garten, Umgebung... alles Flaschen. Das nenne ich Altglassammlung!

Als Überraschung fuhren Adri und Marie mich zum Praia da Daniela. War schon toll einen eigenen Strand zu haben und nicht mal davon gewusst zu haben.
Nach der Rundfahrt, einem guten Essen und Diskussionen über Lebensansichten, Politik und andere ernste Dinge fuhren wir zu Adri. Ich blieb fünf Tage bei ihm und seinem WG-Kollegen Juliano.
Die beiden waren so was von gastfreundlich, unglaublich! Sie verwandelten ihr Wohnzimmer in ein Schlafzimmer für mich.

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Gruppenfoto mit meinen Gastgebern Juliano und Adriano

Juliano war ausser Musiker auch noch passionierter Schachtelfalter. Er inszenierte gleich nach meiner Ankunft eine kleine Ausstellung mit seinen Kunstwerken. Natürlich musste ich am ersten Abend diese Faltkunst ebenfalls erlernen. Sehr zur Belustigung der beiden Herren. Sie waren ganz chribblig zu sehen, dass ich es natürlich nicht fertig brachte, irgendwelche achteckigen Spitzen ineinanderzufalten... na ja, irgendwann ging’s dann.

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auf der Autobahn in Richtung "Daniela"

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ich mit meiner Tafel

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und schliesslich Praia da Daniela mit Daniela an der Praia

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Juliano und Marie beim Auspacken der Schachteln

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der Freak mit seinen Schachteln :-)

Als Dank für ihre Gastfreundschaft habe ich den beiden Zopf gebacken. Sie liebten das Brot über alles und wollten mich sofort als ihre erste Hofbäckerin einstellen. Nur mit der Aussprache von „Zopf“ hatten sie so ihre Mühe und wir krümmten uns vor lachen, wenn sie sich unter grösster Anstrengung um die richtige Betonung bemühten. Ich hinterliess ihnen das Rezept und habe tatsächlich schon drei Tage nach meiner Abreise die ersten Beweisfotos erhalten, dass Juliano sich im Backen versucht hat.

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Die Abende verbrachten wir jeweils mit Singen. Das heisst Juliano und Adri sangen und ich klatschte kraeftig mit. Singen ist leider nicht so meine Staerke.

Das Haus der beiden lag direkt am Meer. Ich beneidete sie so, dass sie einfach mal kurz vor dem Frühstück Meeresluft schnuppern konnten!!! Wir sind dann auch oft am Meer spazieren gegangen. Jeden Morgen vor dem Frühstück konnten wir dem Ufer entlang zum kleinen Supermercado einkaufen gehen. So toll!

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Adri mit den Einkaeufen

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Vor dem Fruehstuecken noch relaxen vor dem Firebird (Auto)

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Die Beach hinter dem Haus...

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Der Regen machte unserer Wanderung leider einen Strich durch die Rechnung und wir kehrten wieder um.

Adriano und ich verbrachten viel viel Zeit mit Diskutieren. Es war eine sehr intensive Zeit und ich lerne eine Menge über die Denkweise der Brasilianer. Er machte mir klar, dass viele Brasilianer sehr unter der Situation des Landes und der Regierung litten. Sie fühlten sich als Menschen zweiter Klasse! Ich habe schon oft zu hören bekommen, ich sei eben ein Mensch aus der ersten Welt. Habe diese Aussage aber nie so richtig verstanden.
Adriano machte mir klar, dass sie den Lebensstil der Europärer verehrten. Alle wollen so sein wie sie. Sie behandelten die Europäer wie Götter. Umgekehrt jedoch wurden sie oft sehr herablassend behandelt. Deshalb waren die Touristen aus Europa in ihren Augen arrogante Leute, welche in einer besseren Welt lebten .Dieses Bild haben sehr viele Brasilianer.
Er sagte dann zu mir: „Ich danke Gott jeden Abend, dass er mir dich geschickt hat. Du bist wirklich ein Geschenk des Himmels für mich. Durch dich habe ich wieder Hoffnung erhalten, dass es sich lohnt für ein besseres Leben zu kämpfen. Und ich habe erfahren, dass die Leute aus Europa so sind wie wir, einfach Menschen.“ Dieses Kompliment hat mich sehr gerührt.

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Adriano

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zwischendurch musste mal ne neue Frisur her!

An einem Sonntag holte Celina uns mit ihrem Enkel ab. Der Junge hiess Rafael und war 13 Jahre alt. Ich verbrachte den ganzen Nachmittag mit ihm. Er war so enorm interessiert in allem was ich tat! Seine anfängliche Schüchternheit war rasch verflogen und er plauderte in gutem Englisch mit mir.
So fragte er mich über die Bevölkerung, die Bräuche und die Sprachen der Schweiz aus. Über meine Hobbies und meinen Glauben! Ich war enorm beeindruckt! Rafael war der intelligenteste Junge, welchem ich je begegnet war! Wenn ich während unseren Gesprächen wegschaute dachte ich manchmal, dass ich eine sehr sehr weise und vor allem viel ältere Person neben mir hatte!
Er fragte mich, ob ich Träume habe und setzte sich dann sehr ernst mit meiner Antwort auseinander. Er wolle reisen. Wolle Doktor werden, um andren zu helfen.
Ich war sooooo beeindruckt. Rafael hatte zuvor in seinem Leben noch nie einen Menschen gesehen, der nicht in Brasilien wohnte!
Beim Abschied bemühte er sich sehr um Fassung. Er zuckte dann nur mit den Schultern, sagte leise „bye“ und begann zu heulen. Ich heulte mit. Sowas Eindrückliches habe ich glaub wirklich noch nie erlebt!
Ich hoffe, dass ich Rafael vielleicht irgendwann einmal helfen kann, seine Träume zu verwirklichen.

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Rafael

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Celina, Rafael und ich

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brrrr... ich probierte es dann mit Seafood. Shrimps koepfen und Beine ausreissen... na ja, was tut man nicht alles, um andere Kulturen kennenzulernen!

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Fischer an der Arbeit

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Fischerdorf

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Juliano und Adri baten mich immer wieder, länger zu bleiben. Aber ich merkte, dass die Zeit gekommen war zu gehen. Ich weiss, dass wir Freunde fürs Leben bleiben und das machte den Abschied einfacher.

Denis und Fernando

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Duenen mit Sandboardvermietung

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Extrem-winter-surfer!

Die letzen drei Tage auf Floripa verbrachte ich bei Denis und Fernando. Die beiden sind Pharmaziestudenten und wohnen zusammen in einer WG. Denis hatte bei meiner Ankunft gleich seine letzte Prüfung geschrieben und wir feierten das natürlich wein-erlich :-).
Denis verbrachte dann die ganzen drei Tage damit, mir die Strände zu zeigen, auf Berge zu klettern oder mit mir joggen zu gehen. Die Abende verbrachten wir drei mit Fussball oder Horrorfilmen gucken (jaja, hab alles überlebt) und mit viel viel viel Hägendaazglace essen :-). Zum Abschied stürzte Denis sich dann ins Schweizeroutfit und brachte mich zur Busstation. So lustig! Leider besitze ich noch kein Brasilienshirt, aber das kommt noch.

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Die Lagune von Floripa

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Florianopolis von oben

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am Strand in der Stadt

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Fernando und Denis und unser feines HAEGENDAAAAAAZ

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Denis am Strand

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Denis im Swisslook. Er sucht gerade in meinem Dix nach deutschen Abschiedsworten :-)

Der Abschied von der Insel fiel mir enorm schwer. Ich habe in diesen acht Tagen wahnsinnig viel erlebt! Aber ich weiss, dass ich bestimmt dorthin zurückkehren werde.
Meine Reise geht weiter über Blumenau nach Sao Paulo.

Eingestellt von puzzli2 9:03 AM Kommentare (0)

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