Reise blog von Travellerspoint

Aug 2008

Nazca – Puerto Inka

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Aus Wikipedia:
Die Nazca-Linien, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen, sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen.
... Immer noch ist vieles ungeklärt, jedoch wird eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung der Linien angenommen. So gibt es deutliche Zusammenhänge zwischen den Richtungen mancher Linien und Sonnwendpunkten.

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Der Kolibri

Tag 3

Am Morgen erwachte ich mit flauem Gefühl im Magen. Ich wusste, dass wir um 9 Uhr in einem Kleinstflugzeug mit einer Kapazität von fünf Personen über die Nascalinien fliegen werden. Ich hatte die feste Absicht, mir beim Frühstück ein wenig Mut anzutrinken, brachte dann aber nicht mal Kaffee runter...
So wurden wir zum kleinen Flughafen gebracht. Natürlich hatten andere Touristen auch noch diese Idee, so dass wir eine geraume Zeit warten mussten. Da unser Guide weder einen Dynamik- noch einen Organisationspreis gewinnen würde, war es eine ziemlich mühsame Angelegenheit, bis die ganze Gruppe geflogen war.
Ich stieg also zitternd in die Maschine und setzte ganz professionell die Kopfhörer auf. Susannes Kommentar: „Siehste so hat die Fliegerei angefangen“. Sehr tröstlich. Es fehlte nur noch die Ledermütze, dann wäre das Szenario perfekt!
Das Kistchen bewegte sich in Richtung Startpiste und mein Herz pochte zum Zerspringen. Es war eine solche Massenabfertigung, dass mir nicht mal ein letztes Bild vor dem Geschoss gegönnt wurde. Keine Zeit für Extravaganzen der Touristen.
Der Start ging gut und ich fühlte mich erstaunlich sicher. Aber dann begann der Pilot Kurven zu fliegen, dass mir total schwindlig wurde. Ich musste mich am Vordersitz festkrallen und zeiten weise hatte ich das Gefühl, dass mir ganz schwarz vor Augen wird. Sowas hab ich nicht mal im Europapark auf dem Silverstar erlebt! Auch Madame Vielfliegerininmikroflugzeugen neben mir schien der Übelkeit nahe zu sein. Sie wisperte nur: „ Die Kurven könnte man auch anders fliegen! Das macht der absichtlich!“
Halb benommen versuchte ich die Bilder auf dem Boden zu fotografieren und hoffte inständig, dass das Kurvenfliegen nun ein Ende habe. Dem war natürlich nicht so. Nach einer halben Stunde Flug kehrten wir zum Flughafen zurück. Ich verbot mir an Salznüsse oder Milch zu denken, da sich mein Magen nun aktiv gegen das Abenteuer wehrte. Ich managte meine Gedanken bis zum Landen und stürzte dann ziemlich verwirrt und mit Kopfschmerzen von all der Aufregung zur Damentoilette. Dort verbrachte ich eine gute halbe Stunde....und ich schwor mir: NIE WIEDER!!!

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Das nette Schild, welches vor dem Betreten der Startpiste gezeigt wird.

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Unser Flugi

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Mein Gesichtsausdruck spricht Baende, oder???

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Heil gestartet

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Der Astronaut - die einzige Figur, welche in den Felsen geritzt wurde

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Spinneli

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Die Haende

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Der Turm, welchen wir am Vortag bestiegen haben, von oben.

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Nazca von oben

Ich konnte meinen brummenden Schädel auf der langen Fahrt nach Puerto Inka ein wenig erholen. Puerto Inka ist ein einziges Hotel in der Mitte der Steinwüste, direkt am Meer. Kilometerweit kein anderes Haus. Dort residierten wir eine Nacht im fürstlichen Zimmer, während andere Abenteurer in der Kälte draussen zelteten und auch noch im eiskalten Meer schwammen!!! Ich fühlte mich grad ein wenig deplacé in der Fünfsterngruppe und begann auch bald mit einem der Abenteurer ein wenig zu plaudern. Sie waren während sieben Wochen von Rio nach Lima unterwegs mit dem Bus und den Zelten. Sooo cool!!!

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Ein Wohnhaus

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Sandraeumung

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Puerto Inka

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Unser Grüppchen
besichtige noch ein paar alte Steine, sprich ein Inkadorf hinter dem Hotel. Dort lagen sogar noch Knochen in den Gräbern. Na ja, war wohl ne touristische Inszenierung. Obschon wir es sehr seltsam fanden, dass die Touristen einfach so in Ausgrabungsstätten von Archäologen herumstampfen durften!
Ein weiteres Müsterchen aus dem Gruppenalltag: Der eine Herr fragte den Guide als wir am Meer standen: „Gibt’s denn hier in Peru auch Flut?“.... die Antwort dazu:“ Ja, manchmal.“ Es ist echt wie in einer Komödie!

Nachdem wir ein wenig guten Rotwein getrunken hatten, wollten die Damen der Gruppe unbedingt einen Salsacrashkurs von mir. Das war echt witzig und so tanzten wir auf der Terrasse vor den Zimmern in eisiger Kälte Salsa. Die Herren schüttelten nur die Köpfe und verzogen sich in die Zimmer. Die hatten wohl Angst, dass sie auch dran glauben mussten!

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Die Hotelanlage von meinem Zimmer aus

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Einige Mitglieder des Reisegruepplis vor dem Essen

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Mein Dessert

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Es ist Winter...

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Mitten im Outback!

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Tafel beim Eingang zum Inkadorf

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Grab mit Knochen

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Inkadorf

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Aufbewahrungsraeume

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Reisegrueppli von hinten

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Miss Sturmfrisur

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Ica – Nazca

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"Je mehr man plant, desto haerter trifft einem der Zufall"
...mein Reisemotto

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Tag 2

Am frühen Morgen düsten wir los, um zu den ersten Touris zu gehören, welche zu den Ballestas Inseln gefahren wurden. Die Oase lag noch im Nebel, so dass ich den wunderschönen Ort nicht besichtigen konnte.
Wir wurden dann vom einheimischen Hobbykapitän mit der Profimütze zu den Inseln chauffiert. Ein Ornithologe begleitete uns und erklärte und so einiges über die Tierwelt und die verschiedenen Steinformationen der Inseln. Es war echt spannend ihm zuzuhören.
Einer der Felsen erschien schwarz, weil so viele Vögel dort sassen. Später kamen sie zu Tausenden übers Meer geflogen und badeten vor unseren Augen. „Diese Vögel sind wie Menschen. Sie stehen auf, bauen ein wenig an ihrem Nest, dann fliegen sie zum Baden und erst dann wird gegessen.“ Es war imposant so viele Tiere auf einmal im Wasser Plantschen zu sehen.
Wir beobachteten ausserdem Pelikane, Pinguine, Seespinnen (Krebse), Delfine und viele Seelöwen, welche unsere Gegenwart und die betäubenden Abgase des Bootes nicht im Geringsten zu stören schienen. Sie posierten frisch fröhlich auf den Felsen oder nahmen ein Showbad vor unserem Boot. Eine Seelöwendame wurde am Nacken verletzt, weil sie in ein Fischernetz geriet. Sie sitzt jetzt ein wenig auf ihrem Felsvorsprung und leidet vor sich hin, da das „System noch nicht so gut sei“, um ihr zu helfen!

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Am fruehen Morgen, die Oase im Nebel

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Der Felsenkaktus

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Delfin

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Pingus in freier Wildbahn

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Pingus und Pelikane

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Die rote Seespinne (auf dem Felsvorsprung)

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Pelikan

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Dieser arme Vogel (mit den Namen hab ich's nicht so) kann leider wie die Pingus nicht fliegen.

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Showbaden des Seeloewen

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"Gruezi, isch do no frei?"

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Der Felsen, welcher von schwarzen Voegeln belagert wird.

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Die Voegel fliegen zum Baden heran.

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Und hier wird geputzt, geplantscht und getaucht

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Blick vom Boot aus aufs Festland

Nach der Bootstour tranken die ersten von uns mal Coca-Tee (hier alles ganz legal). Es wurde heftig über die bewusstseinserweiternde Wirkung diskutiert. Aber geschehen ist anscheinend nicht viel.
Auf dem Rückweg zur Oase machten wir in einer Weinkellerei halt. Dort wurde Pisco, ein peruanischer Schnaps hergestellt. Wir wurden auch zum Degustieren eingeladen. Also ich würde das Zeugs höchstens zum Desinfizieren von Wunden verwenden! Pfui Teufel!!!

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Die letzte Station der Piscoproduktion. Hier kann der Pisco in die Flaschen gefuellt werden. Immer schoen bewacht von Herrn Jesus.

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Unsere Reisegruppe am Degustieren

Leicht beschwipst ging’s dann zurück zur Oase zum Mittagessen. Das ganze Programm ist ein Riesenstress, so dass wir gnädige 15 Minuten Zeit hatten, um die Oase zu besichtigen! Ich spurtete die Strasse hoch, um wenigstens ein Bild über den ganzen Ort erhalten zu können. Dann raste ich in das kleine Dorf hinunter, um auch noch ein paar Aufnahmen machen zu können...

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Die Duene hinter welcher sich die Oase versteckt

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Die Oase

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Die Oase mit einem Boarder im Vordergrund

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Peruanisches Fahrzeug (darin fahren problemlos 7 Personen mit!!!) vor der Duene

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Ein Duenenbuggy

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In der Oase

Danach gings 3 Stunden weiter im Bus. Wir fuhren durch sehr sehr arme Gegenden. Ich dachte, dass Brasilien ein armes Land sei, aber Peru übertrifft diesbezüglich alles, was ich bis anhin gesehen habe!
Entlang des Meeres gibt es viele von diesen schrecklichen Hühnerfarmen. Na ja, das sind dann Eier mit Bodenhaltung, Frischluft und Meerblick. Hoffentlich hilft’s.
Ansonsten ist die ganze Küste nur sehr spärlich bewohnt. Es gibt kilometerlange, menschenleere Strände!

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Mondlandsschaft und Wueste ueberall

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Das Gesicht eines Inka im Profil (heilige Felsformation)

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Es wird gruener...

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Unterwegs besichtigten wir das Museum von Maria Reiche. Die Deutsche hatte 40 Jahre damit verbracht, mit einem Besen in der Wüste die Nazca-Linien freizuwischen. Danach stiegen wir auf einen abenteuerlich konstruierten Turm, um zwei der Linienfiguren von oben zu sehen. Diese Figuren hätten der Angabe zu Wasserstellen gedient. Es war schon eindrücklich zu sehen, aber mir war nicht wohl auf dem Gerüst.

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Maria Reiches Zimmer im Museum

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Der abenteuerliche Turm

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Blick vom Turm

Wir fuhren dann weiter nach Nazca. Dort übernachteten die andern wie immer im Fünfsternehotel und ich wurde in der Backpacker-lodge abgeladen. Ich traf zwei Schweizer, welche auch am Reisen sind. Wir plauderten stundenlang. Witziger Weise stellte sich heraus, dass ich von der Schwester der einen Schweizerin Fotos auf meinem Laptop hatte!! Sie lud diese Fotos dann auf ihren Stick, um sie der Schwester zu schicken. Die Welt ist ja sooo klein. Susanne meinte dazu:“ Ja siehst de, man kann nicht mal nasepobeln in Peru...“.

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Downtown Nazca

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Huehner am Markt von Nazca

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Eine Maisverkaeuferin am Markt

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Ab nach Lima

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Das Fliegen und seine Tücken

Es kam mir vor, als habe ich den Abschiedscaipi erst getrunken, als der Wecker schon wieder klingelte. An viel Schlaf war eh nicht zu denken. Ich musste viel Nachdenken und innerlich Abschied nehmen.
Natürlich war ich dann typischerweise 5h zu früh am Flughafen, weil ich ganz sicher gehen wollte, dass ich in der Riesenstadt auf den 30km Busfahrt zum Flughafen nicht noch in den Stau gerate. Ich checkte ein und hängte dann ein wenig im Terminal rum. Zum Glück war Olympiatime, so dass ich mitweinen konnte, als die brasilianische Damenmannschaft im Fussball verlor. Der Herr neben mir, ein Psychologe aus Rom, versuchte dauernd eine Konversation zu starten, obschon ich mich sehr auf das Fussballspiel konzentrierte. Als er dann zu seinem Flug aufbrechen musste, drückte er mir seine Visitenkarte in die Hand. Falls ich in Rom sei, könne ich ja dann bei ihm wohnen. aha....
Gut, dann stellte ich mich in die Mc Donalds-Schlange, um wiedermal ein wenig gutes altes Mc-Feeling zu geniessen. Der Herr hinter mir, ein nach Lima reisender Portugiese, begann ein Gespräch und nachdem er an der Reihe war mit Bestellen drückte er mir seine Visitenkarte in die Hand. Falls ich wiedermal in Brasilien sei, solle ich mich melden...aha...
Ich setzte mich dann die verbleibenden 2 Stunden vor mein Gate und schaute zwei Flugzeugen zu, wie sie direkt nach Lima abhoben. Da das Buchen von Flügen nicht so meine Stärke ist, ärgerte ich mich nun, dass ich zuerst nach Santiago de CHILE (!!!) fliegen musste, um dort umzusteigen und dann nach Lima zu fliegen! Super, ich mit meiner Flugangst!
Tja, ich heulte ein wenig, als ich das brasilianische Festland verliess und in den Riesenvogel stieg. Das Flugzeug war echt beeindruckend! Alles vom neusten Schnickschnack, sogar in der Economy Class! Der Geschäftsherr neben mir sah meinen hilflosen Versuchen, den Sitz zu verstellen kurz zu und half mir dann möglichst diskret. Wenig später unterbrach er mein verzweifeltes Herumtippen auf dem Touchscreen des Bildschirms vor mir mit einem gezielten Druck auf den richtigen Knopf. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind, dem man alles zeigen musste. Gut, mutig wagte ich mich nach dem Start an die Fernbedienung, mit welcher man im Menu aus 14 Spielen oder etwa 100 Filmen auswählen konnte. Der Herr neben mir machte mir jedoch sofort nachsichtig verständlich, dass ich das Gerät verkehrt rum hielt... oh je! Der Gipfel der Ungeschicklichkeit folgte gleich darauf, als ich mich im Sitz bewegte und promt über mir das Licht anging und der Servierdüsenschalter rot aufleuchtete !!! Hilflos schaute ich auf das leuchtende Inferno über mir. Erneut war das technische Wunder zu meiner Linken sehr hilfreich und brachte die Lichter zum Erlöschen. Nun brach ich in lautes Gelächter aus. Echt, ich konnte mich kaum erholen!!! Man muss sich das alles mal bildlich vorstellen; es war wie in einer Komödie, in welcher ein Missgeschick das nächste jagt.
" Sorry, I'm a women and technically underdeveloped", sagte ich nach meinem Lachanfall, was der Herr dann seinerseits lustig fand.
Wir plauderten ein wenig. Er konnte es sich aber nicht verkneifen zu fragen, ob ich das erste Mal flog. Aehm...nein... also ich bin nicht mit dem Schiff nach Brasilien gereist!
Später meinte er: " I don't believe that you travelled six month all alone. You seem to be such a happy person!" Hm, Alleinreisen und Glücklichsein schliesst einander doch nicht aus, oder???
Der Businessmann verabschiedete sich in Santiago mit einer Umarmung.... und drückte mir seine Visitenkarte in die Hand. Falls ich das wunderschöne Chile besuche, müsse ich mich unbedingt bei ihm melden... aha........!
Das war ja wirklich unglaublich! Ich überlegte mir, ob ich ein Visitenkartenleporello herstellen sollte oder ob auf meiner Stirn stand "Sammle Visitenkarten". Keine Ahnung, weshalb mir an diesem Tag die Dinger nur so nachgeschmissen wurden.

Um Mitternacht kam ich dann in Lima an. In Peru sind die Flughäfen anscheinend länger geöffnet, als in Brasilien...
Ich hiefte meinen 26.8kg schweren Rucksack vom Band und begab mich zum Ausgang. Zum Glück wurde ich von einem Fahrer erwartet. Er brachte mich im 15 plätzigen Minibus zum Hotel. Ich fand dies ein wenig übertrieben, soviel Gepäck hatte ich ja nun auch wieder nicht.
Durch die Zeitverschiebung war ich wiedermal fast 24h auf den Beinen. Müde wollte ich im Hotel meinen von mir mit Schnüren zugeknüpften Rucksack öffnen. Leider merkte ich erst jetzt, dass die Schere ja im Rucksack drinnen war... kurzentschlossen griff ich zum Zimmerschlüssel und raspelte die Schnüre auf.
Ich war ja schliesslich mal in der Pfadi :-)...

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Noch bei Marcia in Sao Paulo. Meine sieben(tausend) Sachen ausgebreitet.

TAG 1 Lima –Huacachina Oase, Ica

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In Lima verbrachte ich dann erst mal einen Tag in den Geschäften. Aber nicht, weil ich zwingend was kaufen konnte, sondern weil in allen noch so kleinen Shops Salsa oder Merengue lief! Ich hatte nun fast sechs Monate keine solche Musik mehr gehört und stand einfach dort, um Musik zu hören ...
Es war schon ein rechter Unterschied zu Brasilien, nun in Peru unterwegs zu sein. Die Leute sind viel kleiner und vor allem viel viel zurückhaltender, als in Brasilien. Das Spanisch verstehe ich zu meinem eigenen Erstaunen sehr gut! Aber sprechen kann ich natürlich nix. Teile meines portugiesischen Wortschatzes lassen sich in Addition von Händen und Füssen anwenden.
Am folgenden Tag startete dann die geführte Tour. Ich sass früh beim Frühstück und war gespannt, welche Leute mit mir die Tour gebucht hatten. Als erstes kam Susanne aus Salzburg frisch fröhlich auf mich zu und sprach mich gleich mit Namen an! Sie fragte mich dann, ob sie sich bei mir dazusetzen dürfe.
Später stiegen wir in den Tourbus ein und ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich mit etwa 20 Jahren Abstand die Jüngste war! Oh je, solche Reisegruppen hatte ich ja zu Genüge auf der Farm kennen gelernt und es war mein absoluter Horror. Schon zu Beginn bestätigte sich meine Befürchtungen. Da wurde auf subtile Weise Wissen verglichen und jeder wusste noch ein wenig mehr als der andere und fragte, obschon man die Antwort schon wusste. Es war ein wirklicher Kulturschock nach Brasilien. Welcome back to Europe! Man wird am Wissen und nicht mehr an „menschlichen“ Massstäben gemessen...
Susanne musste mir mein Entsetzen angemerkt haben, denn sie fragte: „Und, wie ist es wieder unter lauter Deutschen? Gewöhnungsbedürftig, oder?“
Mit ihr wurde es dann echt lustig! Wir witzelten über bewohnte Panzer vor dem Regierungsgebäude usw. Ich war echt froh, dass sie in der Gruppe war!
Am ersten Tag besuchten wir alte Inkatempel und ein Museum. Der Guide des Museums sprach genau von den Sachen, die ich im Vorfeld gelesen habe. Von unglaublicher Energie, welche hier vorhanden sein sollte. Und dass es eben noch andere Realitäten gebe, als die rationell wahrnehmbare. Dass der Verstand begrenzt sei, nicht aber die Energie und dass wir alle nach Peru gekommen seien, um zu lernen.
Einige der gescheiten Herrschaften machten sich natürlich über diese Aussagen lustig und spöttelten froh drauflos.

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Eines von vielen Casinos in Lima

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Limabeach; das Meer ist jedoch eisig kalt.

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Das Kaffe Schweiz

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Dieser Panzer ist ja bewohnt!

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Eine Kirche in Lima

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Kirchenputzen

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Blaue Häuser in Downtown

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Wiedermal ne lustige Tafel

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Dieses Schild war doch der Hammer!! Ich konnte mich fast nicht erholen vor Lachen!

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Im Museum in Lima

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Die Medizinmänner haben die Patienten mit geschlossenen Augen und Handauflegen geheilt. Es ging alles über die Energie der Beteiligten.

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Maus

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Theaterutensilien werden im Park des Museums gestapelt...

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Ich in Lima

WEITERFAHRT

Wir fuhren weiter zu den Ruinen von Pachacamac, um dort die Tempel zu besichtigen. Der Guide teilte uns mit, dass die Führung in 10 min beginnen würde. Eine Dame rief ganz entsetzt:“ Was, die Führung dauert nur 10 Minuten?“

Nach den Ruinen tuckerten wir einige Stunden weiter bis zu unserem Endziel, einer kleinen Oase. Dort kamen wir leider schon im Dunkeln an, so dass ich erst am nächsten Tag sah wo wir waren. Ich logierte dann in einem anderen Hotel als die restlichen Herrschaften. Ich habe eben die Backpacker- und die anderen die Fünfsternevariante gebucht.
Später wollte ich Salsatanzen gehen. Die Dame im Hotel fragte mich, ob ich denn mit Freunden tanzen gehe. Ich antwortete, dass ich heute alleine gehen werde. Sie sah mich verängstigt an. "Aber da können sie nur zu zweit hingehen! Falls ihnen jemand etwas ins Getränk schüttet, wissen sie. Dann kann die zweite Person aufpassen." Ach so.... sie brachte mich dann mit einigen Überredungskünsten von meinem Vorhaben ab.
Die andreren fanden das sehr lustig, dass ich aus Angst vor bösen Drogen nicht tanzen war. Na ja, eigentlich war ich auch eher müde von der Besichtigung all der alten Steine. Aber ich geh schon noch tanzen, mit Sicherheit :-))

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Unterwegs zu den Ruinen

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Eine Siedlung in der Nähe der Tempelanlage
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Aussicht von den Tempeln ins Tal

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Sonnentempel

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Im Sonnentempel mit Blick aufs Meer. Hier haben sie Tiere, Babies, Frauen und Nahrung den Göttern geopfert...

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Blick von unten zur Tempelanlage

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Herr Füdlibürger mit dem Merc in den Pyramiden. Weil hier alles so unglaublich günstig ist, kann auch der europäische Normalverbraucher einen Mercedes mieten und sich damit aufführen, wie er will...

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Unterwegs zur Oase

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Armut, soweit das Auge reicht!

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Mit diesen seltsamen Fahrzeugen düsen die Peruaner durch die Gassen.

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Müll wird an den eigenartigsten Orten gelagert...

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Autopanne mitten im Fluss

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Sehr komischer Hund. Ich will nicht wissen, wer da mit wem gekreuzt wurde!

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Endstation Sao Paulo

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SAO PAULO

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Einer von vielen Parks mitten in der Stadt

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Der Kuenstler und seine Texte

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Schuhputz :-)

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Eine Metzgerei, welche ihre Produkte lebendig in Uebergroesse vorfuehrt

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Ich kam sehr früh in Sao Paulo an.
Das ist gut, denn wenn man vor 6 Uhr eine Metro erwischt, hat man vielleicht sogar einen Sitzplatz. Die Leute stehen leider nicht auf für ältere Leute, schwangere Frauen, oder Touristen mit viel zu schweren Rucksäcken.
Marcia wohnt in einem sehr gepflegten und sauberen Quartier fast im Zentrum von Sao Paulo im 15.Stock eines Hochhauses. Den ersten Tag verschlief ich und genoss es, mal die Wäsche nicht von Hand waschen zu müssen.
Tag fuer Tag wagte ich mich jedoch dann weiter in die Stadt hinein. Auf mich machte Sao Paulo ganz wider Erwarten einen sehr sauberen Eindruck. Die Metrostationen, die Strassen, alles schoen geputzt und gefegt. Auch ist Sao Paulo sehr gruen. Ueberall Baeume an den Strassen und oft trifft man ganz unverhofft auf einen Park.
Was mich jedoch sehr schockiert, sind die vielen obdachlosen Menschen, die einfach so auf der Strasse herumliegen. Keiner weiss, ob sie noch leben und niemand scheint sich zu kuemmern!

Hier nun ein kleiner Rundgang in Downtown Sao Paulo...

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Kathedrale Se

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Aus der Kirche rausfotografiert

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Origineller Parkplatz

SALSA

Denis lernte ich vor zwei Monaten in Floripa kennen. Er ist urspruenglich aus Sao Paulo und wohnt seit kurzem wieder hier. Nach meiner Ankunft unternahm er alles, um mich hier mit der Salsaszene bekannt zu machen. Ich habe nun sechs Monate nicht mehr Salsa getanzt!!! So gingen wir zu dritt in einen Salsaclub, obschon die Herren nicht tanzen konnten. Das fand ich mega suess von den beiden! Na ja, der DJ hatte dann nach ein paar Liedern Erbarmen mit der Mehrheit der nicht tanzenden Menge im Salsaschuppen und liess normale Discomusik vom Band. So war allen gedient und wir tanzten bis in alle Nacht.

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Denis und sein Kollege

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Wir drei Supertaenzer nach dem Ausgang

SAMBA

Mit Marcia
und ihren Freunden ging ich am Weekend Samba tanzen. Die Party begann schon um fuenf Uhr nachmittags. So standen wir erstmal zwei geschlagene Stunden in der Warteschlange, um in den Club reinzukommen! Da wir jedoch zu acht waren, hatten wir unser eigenes Fest beim Warten und lernten schonmal ein paar Sambaschritte.
Die Sambaparty war dann wirklich sehr sehr speziell. Oder ich bin einfach zu europaeisch...
Ich tanzte dann auch, obschohn ich keine Ahnung von Samba habe. Aber anscheinend laesst sich Salsa auch gut auf andere Tanzarten anwenden :-). So wurde ich dann sogar durch die Luft gewirbelt von einem Typen, der wohl dachte, dass dies nicht mein erstes Mal Sambatanzen sei!
Na ja, das Verhalten der maennlichen Wesen in diesem Lokal war sowieso etwas gewoehnungsbeduerftig... Aber die Party war extrem lustig und wir tanzten und sangen bis fast zum Umfallen.

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Schild des Sambaclubs

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Marcia und ihre Freundinnen beim Warten vor dem Eingang

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Endlich drinnen angekommen!

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ups, dieses Gruppenbild ist ein wenig verwackelt!

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Rafa und Marcia mit ihrem geliebten Skol

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Marcia und ich

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Der Sambaclub mit der Lifeband

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Marcia zu Hause am Mailschecken


ZOOBESUCH

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Einen Tag
verbrachte ich im Zoo von Sao Paulo. Grundsaetzlich weigere ich mich ja, arme, verhaltensgestoerte Tiere in engen Kaefigen anschauen zu gehen. Vom Zoo in Sao Paulo habe ich jedoch viel Gutes gehoert. Na ja, die Gruenflaechen sind schon enorm! Aber dennoch fand ich, dass viele Tiere zu wenig Auslauf hatten. Viele der Tiere im Zoo habe ich im Pantanal in freier Wildbahn gesehen. Es ist schon seltsam, sie nun hinter Gittern betrachten zu muessen! Aber ich lernte meine Pantanalerlebnisse gleich doppelt schaetzen!
Ich genoss deshalb mehr die Natur mitten in der Stadt und versuchte vor wilden Schulklassen zu fliehen, welche den Zoo bevoelkerten.

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Eine Horde Vorschulkinder

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...und noch mehr davon!

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Polizeiauto mit Rotlicht mitten im Zoo!!! Die Herren haben sicher einen sehr strengen Job bei all den kriminellen Zebras und wuergenden Schlangen...

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Auch die Tierwelt recyclet schoen brav. Jedes Tier hat sein Spezialgebiet.

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Wie bei den Menschen am Strand. Alles liegt wild durcheinander.

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Pingu

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Mein absoluter Lieblingsvolel ist der Tukan. Das Schoenste, was ich hier gesehen habe, war der Flug von zwei Tukans im Abendlicht im Pantanal. Wahnsinn, echt!

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Papagei

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Nachdem er sich gestaerkt hatte, versuchte er doch tataechlich durch das Gitter auszubrechen!

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Die Aras sind in freier Wildbahn auch schoener...

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Das Tierchen aus Iceage hatte sich ebenfalls in den Zoo verirrt!

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Das Grosse und die Kleinen... diese Tiere koennen bis zu 2 Tonnen schwer werden!

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Muedes Tigerli

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Ebenfalls muedes weisses Buesi

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Herr Koenig am Suennelen

S C H I L D E R

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Hm,was hat dieser Herr wohl erfunden?

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Rollstuhlfahrer werden auf Unebenheiten in der Strasse aufmerksam gemacht...

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auf was dieses Schild hinweisen soll habe ich leider nicht rausgefunden...

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HUNDEHALTUNG IN SAO PAULO

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ABSCHIED VON BRASILIEN

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Havaianas...

Ein halbes Jahr
spaeter und viele Erfahrungen reicher, velasse ich nun also Brasilien morgen. Das Land der Flipflops und geschmacklosen Tattoos, der fröhlichen Menschen mit ihrer schönen Sprache, der langen Strände und unterschiedlichen Städte... Dieses Land ist mir doch sehr ans Herz gewachsen. Ich habe enorm viel erlebt in dieser Zeit. Was mich jedoch am meisten rührte, war die uneingeschränkte Freundlichkeit der Menschen, welche ich traf. Ich wurde überall mit mehr als offenen Armen willkommen geheissen. Das war für mich eine geniale Erfahrung. Ich habe viele viele neue Freunde gewonnen und hoffe bald wieder zurückkehren zu können.

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Curitiba -- Die europaeische Stadt im Sueden

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Anflug auf die 12 Millionenstadt Sao Paulo

Der Flug

Ich flog nach einer Abschiedsnacht in Salvador mit Franziska und Olivia aus Dänemark am folgenden Morgen in Richtung Sao Paulo. In Sao Paulo angekommen wartete ich mal vier Stunden auf den Weiterflug nach Curitiba. Wir wurden dann jedoch immer wieder um eine Stunde vertröstet und ich bekam langsam Blasen am Hintern vom Sitzen. Nach neun Stunden Verspätung konnten wir um elf Uhr nachts endlich ins Flugzeug steigen. Schön fasteten wir den Seatbelt und rollten zum Startfeld, als die Stimme des Piloten aus den Lautsprechern klang. Der Flughafen schliesse, wir müssen die Nacht in Sao Paulo bleiben.....
Das Flugzeug drehte auf der Startpiste und wir rollten unverrichteter Dinge wieder zum Gebäude zurück. Alles aussteigen und Gepäck fassen. Danach begann das Warten. Mittlerweile war Mitternacht vorbei und weitere fünf vollbesetzte Flugzeuge entliessen die Passagiere wieder in die Wartehalle.
So stand ich dann etwa eine Stunde im Chaos, um ein Hotel und einen Flug für den nächsten Tag zu ergattern. Ich rechnete mal mit zwei Stunden Schlaf, da mein Flug schon am Morgen um Sieben war. Tja, sogleich tauchte ein weiteres Problem auf. Die Billigairline hatte für alle Passagiere des Flugzeugs lediglich 12 Taxis bestellt, welche uns zu den Hotels bringen sollten! Nochmals warten. Mittlerweile begann es netterweise auch noch zu regnen! Um drei kam ich dann endlich im Fünfsternhotel an. Wir asssen noch unser Nachtessen und ich verkroch mich dann für ein wenig Schlaf ins Superbett.
Ich glaube, die Nacht im Hotel war für die Fluggesellschaft etwa doppelt so teuer, wie mein ganzer Flug von Salvador nach Curitiba!

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Mein Hotelzimmer im Fuenfsternhotel

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Leider konnte ich dieses unglaubliche Fruehstuecksbuffet aus Zeitmangel nicht geniessen...

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Da haben doch die Brasilianer bei uns Waegeli geklaut und nach Sao Paulo geschmuggelt!!!

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Im Flughafenresti wird sogar Metall gesammelt in einem extra Eimer. Also falls jemand mal ne Stossstange oder sowas entsorgen will kann man dies im Flughafen problemlos erledigen.

CURITIBA

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Curitiba ist eine ca 2 Millionen Stadt 400km suedlich von Sao Paulo. Die Stadt macht auf mich einen sehr sehr europaeischen Eindruck. Total untypisch fuer das Brasilien, welches wir uns allgemein vorstellen. Es ist alles sehr sehr sauber, aufgeraeumt und man fuehlt sich sehr sicher in Curitiba. Ich hab mich von der ersten Sekunde an wie zu Hause gefuehlt in dieser Stadt.
Leider ist es jedoch in Curitiba wieder sehr kalt. Temperaturen um die 14 Grad. Ein richtiger Kaelteschock nach dem schoen warmen Salvador!!!

Luizinho, welcher vier Stunden am Vortag auf mich gewartet hatte am Flughafen, holte mich dann netterweise am nächsten Morgen ab. Ich war ihm unendlich dankbar, da ich total übermüdet war und zu allem Überfluss mein Gepäck total nass war. Es muss einige Weile beim Einladen ins Flugzeug im Regen gestanden haben!!!

Ich blieb eine Woche bei Luizinho, welcher alles für mich machte! Er nahm mich mit zu seinen crazy Verwandten. Es war super lustig und wir lachten uns kaputt, als sein Schwager Englisch zu sprechen versuchte. Er übersetzte einfach alles frei vom Portugiesischen. So meinte er, zu mir: „ Play the garbage outside“....
Ich wurde dann zum Geburtstagsessen für den Onkel in einem Penthouse eingeladen, wo die gesamte Sippe von Luiz’ Familie vereint war. Es war toll und alle waren sehr interessiert an der Schweiz und meiner Reise.
Am Samstag nahm mich Luizinho -welcher DJ und anscheinend eine ziemlich bekannte Person in Curitiba ist-, mit an eine Nobelparty. Der Eintritt alleine kostete 250 Reals! Zum Glück stand mein Name auf der Gästeliste.
So feierten wir die ganze Nacht durch. Luizinho war erst am anderen Morgen um acht als die Pary fertig war, zum Gehen zu bewegen! Ich war so was von müde!!!!

Ich schlief dann ne kurze Runde, um am Nachmittag einen Fussballmatch zu besuchen. Der Onkel von Luiz war der Präsident des Clubs und lud uns zum Spiel ein. Curitiba spielte gegen Recife und gewann hochaus. Es war echt lustig und auch noch irgendwie spannend, obwohl ich keine Ahnung vom Fussball habe.

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Downtown Curitiba

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Park Downtown

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Sogar die Strassen werden gefilmt!!!

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Unterhaltung der wartenden Automobilisten am Rotlicht.

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Bei Luizinho zu Hause

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Kurzbesuch in Rafaels Wohnung mitten in der Stadt

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Luizinho (l) und Rafael (r)

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An der Nobelparty. Wir feierten die ganze Nacht durch!

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Am Fussballmatch

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In Brasilien sind Feuerwerkskoerper an den Spielen erlaubt!!!

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Luizinho

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Beatriz und ihr superlustiger Vater Silvio. Silvio ist Luiz' Onkel und derjenige, welcher so lustig Englisch sprach. Er hatte uebrigens die ganzen 90Min des Spiels die Finger so verschraenkt, um seiner Mannschaft Glueck zu bringen. Natuerlich gewann Curitiba und ich wurde als Gluecksbringerin auserkoren :-)

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Bea und ich

MUSEUM OSCAR NIEMEYER

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Das Museum von aussen

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Das Gebaeude bei Nacht


Ich verbrachte
einige Zeit im Museum Niemeyer in Curitiba, wo sie Werke von Francis Bacon, Lucian Freud usw. zeigten. Vor allem aber genoss ich das Fotografieren dort.

AUSSENRAUM

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INNENRAUM

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Museumsmodell

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SCHWEIZERSCHULE CURITIBA

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Der eigentliche Grund
, weshalb ich nach Curitiba flog, war der Besuch an der Schweizer Schule dort. Diese Schule hat einen enorm guten Ruf und ist eine von zwei Scheizerschulen in Brasilien.
Ich verbrachte gleich zwei Tage dort, weil es mir so gut gefiel. Ich besuchte verschiedene Lektionen und da ein Lehrer ausfiel, übernahm ich kurzerhand eine Deutschstunde! Es war super!!!
An dieser Schule unterrichten vier Lehrpersonen aus der Schweiz und die restlichen Lehrkräfte sind Brasilianer. Ich verstand mich auf Anhieb sehr gut mit Dominique, welche seit Januar an der Schule unterrichtet. Wir plauderten viel über unsere Erfahrungen in Brasilien und gingen zusammen Joggen. Es war echt etwas unheimlich, aber wir hatten beide das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen!

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Eine Werkstunde an der Schule

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Die suessen Drittklaessler

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Die geschenkte Sporthalle

An meinem letzten Abend in Curitiba gingen wir gemeinsam Essen. Es war für mich ein trauriger Abschied, da ich sehr gerne länger in Curitiba geblieben wäre. Aber ich weiss, dass ich nicht das letzte Mal dort war...
Spät in der Nacht brachte Dominique mich an die Rodoviaria, wo ich meinen letzten Bustrip in Brasilien in Angriff nahm. Sechs Stunden später (um fuenf morgens) erreichte ich durchgeschüttelt und müde die Busstatiion von Sao Paulo.

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Dominique und ich beim Italiener

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Dominique


Ich werde nun
eine Woche in Sao Paulo bei Marcia bleiben, welche ich in Morro kennengelernt habe und auch Denis aus Florianopolis nochmals treffen.
Am nächsten Donnerstag heisst es dann nach einem halben Jahr Brasilen verlassen.... ich werde von hier (Sao Paulo) nach Lima fliegen. Tja und in vier Wochen bin ich dann schon wieder in der Schweiz anzutreffen...

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Crazy hike --- Chapada Diamantina

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Da ich seit fast drei Monaten kein Deutsch mehr gesprochen habe, faellt es mir echt schwer, diesen Text nun zu schreiben! Aber im Moment ist alles in Englisch oder Portugiesisch gespeichert in meinem Kopf....

Die letzte Woche war wohl meine verrueckteste Woche seit ich in Brasilien bin! Ich unternahm ganz spontan eine Reise nach Chapada Diamantina mit Leuten, welche ich auf Morro kennenlernte. Eines Abends beschlossen wir bei ein paar Caipis am Strand, dass wir am naechsten Tag abhauen nach Chapada, um dort eine Hoehlenwanderung zu machen.
Es war eine bunt zusammengewuerfelte Gruppe aus vier Hollaendern, zwei Daeninnen und mir. Ich war die Grossmutter der Gruppe, da alle anderen erst 22 Jahre alt sind. Aber egal... wir hatten enorm viel Spass!

So organisierten wir zu siebt einen Trip zurueck nach Salvador. Dort warteten wir ein paar Stunden auf den Nachtbus, welcher uns innerhalb von 7h nach Lencois bringen sollte.
Wir waren total uebermuedet, da wir die letzte Nacht in Morro in einer etwas seltsamen Disco gefeiert hatten. So waren wir fast zwei Naechte ohne Schlaf unterwegs und bei der Ankunft in Lencois ein wenig cranky.

Am naechsten Tag gings dann los mit zwei Guides und einem moeglichst leichten Rucksack. Wir planten einen dreitaegigen Trip mit Hoehlenuebernachtungen und Baerenjagen...
Die Wanderung war ENORM anstrengend! Ich glaube, dass wir alle an unsere Grenzen stiessen. Jeder hatte zu kaempfen mit sich selbst. An vielen Stellen mussten wir mit dem ganzen Kram ueber Felsen klettern, ueber Fluesse huepfen und steile Abhaenge bewaeltigen. Es war echt nicht lustig zwischendurch!
Zum Glueck war die Gruppe einfach perfekt! Wir witzelten die ganze Zeit und verteilten Monkey-points fuer besonders gefaehrliche Aktionen und Pussy-points fuer Weichei-Taten...
Die Naechte verbrachten wir in Hoehlen schlafend und in einem Gruppengeflecht unter dem Sternenhimmel liegend und lustige Geschichten erzaehlend. Die letzte Nacht quetschten wir uns dann zu siebt in zwei Zweierzelte. Wir lachten uns erstmal eine halbe Stunde krumm, weil die langen Herren nicht wussten, wie sie schlafen sollten. Es war echt zum todlachen!!!
Wir alle waren wohl noch nie so stinkig und verschwitzt waehrend mehreren Tagen wie auf dieser Tour!

Die beiden Guides erwiesen sich als wahre Waldbewohner. Sie kletterten auf Baeume, hechteten von Klippen, machten aus Nix Mahlzeiten fuer uns und waren einfach suuuuper in Allem!

Es war eine geniale Reise und wir heulten alle, als wir uns heute Morgen im Bus nach Salvador voneinander verabschieden mussten. Die vier hollaendischen Medizinstudenten fuhren weiter nach Norden, waehrend wir Girls wieder nach Salvador gingen.
Aber wir planten eine Cave-reunion entweder in Amsterdam oder Kopenhagen....

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Me and my house. Ich mit ALL meinem Gepaeck vor der Abreise auf Morro.

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Wir warten geduldig, bis alle Herren bereit waren, Morro zu verlassen.

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Nach zwei fast durchgemachten Naechten in der Pousada in Lencois.

LENCOIS

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Ihr koennt euch ja vorstellen, dass ich einige Zeit mit dieser Katze verbracht habe /-)

Ich kam mit dieser alten Frau, welche Tauben fuetterte ins Gespraech. Sie bat mich dann in ihre kleine Wohnung und wir plauderten etwa eine Stunde. Sie erzaehlte mir, dass sie nur noch in der Wohnung sei und diese nie verlasse. Sie fuettere ein wenig die Tauben und sei froh, wenn jemand fuer sie einkaufen gehe. Eigentlich habe sie kein Geld, aber sie bete jeden Abend und Deus gebe ihr jeden Tag aufs Neue zu Essen.
Sie bat mich immer wieder, laenger zu bleiben, da sie wohl sehr sehr einsam war. Sie habe keine Familie und lebe nur mit ihrem Papagei und dem anderen komischen Vogel. Ich genoss diesen Nachmittag sehr, musste mich jedoch dann beim Eindunkeln von ihr verabschieden.

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Maria, ihr Papagei und der andre Vogel in ihrer Wohnung

WANDERUNG

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Am Morgen genossen wir noch das Fruehstueck in der Pousada

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Die ganze Gruppe vor dem Start. V.l. Franziska, ich, Olivia, Flor (unser Guide), Victor, Jasper, Clinton und Chris (oder Mitch hahaha)

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Der erste Stopp in einer Waldbar

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Die Girls der Gruppe mit Clinton

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Das erste Gruppenfoto... wir sind noch in schwungvoller Stimmung...

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Unser Guide Flor mit einem riesigen Heuguemper, welcher er einfach vom Baum pflueckte...

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Landschaft

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Dschungel

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Wanderung durch den Dschungel

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Erster Mittagsrast

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Flor beim Zubereiten des Mittagessens. Er hat einfach alles dabei!

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Wandern...

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Da konnte ich noch lachen!

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Der erste wundervolle Wasserfall mit eiskaltem Wasser.

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Wir waren richtige brave cavers und schwammen durchs Eiswasser zum Wasserfall.

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Die baerenstarke Gruppe nach dem Bad. Nur Jasper fror...

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Gefaehrlicher Abstieg zum ersten Nachtlager.

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Unser bequemes Gruppengeflecht. Wir verharrten einige Stunden so und hatten es superlustig.

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So schliefen wir in der Hoehle. Obwohl wir nahe zusammen schliefen, war es sehr kalt!

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Flors geniales Fruehstueck!

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Flor meinte, dass wir dieses Wasser trinken koennen. Es sei sehr sehr sauber... na ja, wie dieses Bild beweist, war dem nicht so!

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Und weiter gings am naechsten Tag durch den Urwald. Hier Clinton in Action.

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Nach der Wanderung wird Olivia von Jasper und Co ins Wasser geschmissen. Ich ging freiwillig baden...

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Essen wird direkt vom Feuer serviert.

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In Urwaldgerechter Kleidung putzen Olivia und Franziska die Zaehne.

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Die vier Herren der Gruppe. Medizinstudenten aus Amsterdam. Hinten: Jasper und Clinton, vorn: Chris und Victor.

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Die ganze Gruppe am zweiten Morgen. Nicht mehr so frisch nach einer Nacht in klaustrophobisch engen Zelten.

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Chris spielt den Hardrockclimber

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As bad as it gets! Ich bin echt am Ende meiner Kraefte!!!

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Wir hatten einige verschiedene Taenze auf dieser Wanderung. Hier der Flash-dance der Jungs.

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Wunderschoene Landschaft!

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Flor at the edge of the cliff

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Die mutigen Jungs ...

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Victor, Clinton und Jasper sind in jeder Situation witzig...

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Die ganze Gruppe auf dem Felsvorsprung ueber dem Abgrund

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Hiner uns geht`s 420 Meter in die Tiefe!!!

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Und so koennten die Fuesse nach diesem Trip aussehen... (es waren nicht meine!)

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Beschreibung der Wanderungen

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Ein wildes Nachwanderungsfoto im Jeep auf der Heimfahrt....

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... bevor wir in tiefen Schlaf sanken....

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Der letzte Abend nach den Anstrengungen genossen wir bei ein paar Caipis. Es war sehr traurig, diese geniale Gruppe zu verlassen. Aber ich glaube, Reisen hat sehr sehr viel mit Abschiednehmen zu tun.

Eingestellt von puzzli2 8:37 AM Kommentare (0)

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