
Einen Tag vor Abflug wollte ich in Quito meinen Flug rückbestätigen. Obschon mir einige Leute gesagt haben, das sei doch gar nicht nötig. Es hat mich aber fast vom riesigen Hotelbett gehauen, als die Dame von IBERIA mir in schlechtem Englisch und halb Spanisch trocken verkündete. "Thanks for your call, but your ticket is not valid." (vielen Dank für den Anruf, aber ihr Ticket ist ungültig!!!)
Und das knappe 48h vor dem Heimflug! Ich versuchte rauszufinden, was sie genau damit meinte. Aber es war ihr nur zu entlocken, dass ich so nicht heimfliegen konnte... so ganz ohne Ticket.
Grrrrr.... es folgten Mails in die Schweiz und nochmals Telefonanrufe. Schliesslich musste ich sogar den Vulkanbesuch am folgenden Tag absagen, weil ich noch aufs Reisebüro in Quito gehen musste. So ein Ärger!!! Aber andererseits dachte ich mir, dass mir wirklich auf der ganzen Reise NIE nur das kleinste Missgeschick geschehen ist. Von daher war es ok, wenn's nun doch eine schwierige Situation gab.
Auf jeden Fall stresste ich den ganzen Vorabflugstag wegen dem doofen Ticket rum und hatte dann einen unheimlichen Stress all meine Sachen in nur vier Gepäcksstücke zu quetschen. So, dass ich die ganze Fuhr auch noch tragen konnte. Aber ich sage euch, ich glaube ich bin nun Pack-Weltmeisterin und falls jemand Tipps braucht, habt ihr meine Emailadresse :-)))
Den Abend dieses schrecklichen Tags verbrachte ich dann mit zwei coolen Schweizern und deren Reisetruppe um nochmals fein Essen zu gehen. Wir hatten es super lustig und ich beneidete sie so, da sie eben erst auf ihre sechsmonatige Reise gestartet sind...

Downtown Quito

Mein letzer Abend mit Tanja, Sascha und Co im Resti in Quito


Ich im Hostel. Die Frage des Abends: "WIE quetsche ich all meine Sachen in vier Gepäcksstücke???"
Der Flug in die Schweiz ging dann (mit neuem Ticket in der Hand) sehr gut. Niemand verzog eine Miene wegen meiner mittlerweile rund 45kg Gepäck, welche ich mit mir schleppte. Einzig die Eincheckdame runzelte ein wenig die Stirn über meine ZWEI Handgepäcke, welche auch noch zu gross waren ihrer Ansicht nach. Aber sie war enorm müde und gestresst und drückte deshalb beide Augen zu, welche ihr sowieso immer ein wenig zuzufallen schienen.
Ich verbrachte dann wieder Stunden mit Warten... Überflüssiger Weise musste ich dann erst 1h an die Küste Ecuadors nach Guyakil fliegen von Quito aus, dort 45min Warten und dann ins selbe Flugzeug wieder einsteigen, um über Quito hinweg nach Madrid zu fliegen. Dieser Umweg kostete mich lockere 3h mit aller Warterei und ich weiss bis heute noch nicht, was IBERIA sich bei dieser Flugroute gedacht hat.
Ich konnte natürlich beim Fliegen nicht schlafen, da es tonnenweise schreiender Kinder gab und ich zudem jede Bewegung des Flugzeugs registrierte und mit einem erschreckten Blick um mich rum quittierte. Mein Gott, nun bin ich in den letzten drei Wochen 12 Mal geflogen und hab immer noch Schiss!!!
In Madrid hörte ich dann das erste Schweizerdeutsch und konnte auch ohne auf den Bildschirm zu schauen an den Brillen und Kleidung der Wartenden sagen, welcher Flieger in die Schweiz flog. Es wurde dann auch fleissig gelästert und gemotzt und ich hatte echt schon wieder Mühe mit den Schweizern...
Im schönsten Sonnenschein bei 23 Grad stieg ich in Madrid in den Flieger, um in Zürich zwei Stunden später bei 13 Grad im Regen zu landen... Ausnahmsweise landeten wir sogar zu früh!Wir wurden dann auch mit dem ganzen Flugzeug ans äusserste Rändchen des Flughafens in Zürich gefahren, um dort im Regen auszusteigen und mit einem Bus die ganze Strecke wieder zurückzufahren. Dort erwartete mich eine sehr militärische Zollbeamtin, welche mich auch gleich wegen meines ununterschriebenen Passes anwäffelte. Bis anhin ist das also noch niemandem aufgefallen :-)) Der kalte, distanzierte Schweizergroof schockierte mich grad ein wenig. Welcome back!!!
Mein Gepäck rollte schon übers Band als ich noch durcheinander von der harschen Passkontrolle zum Baggage claim kam. Ich war grad ein Bitzeli beeindruckt über diese Geschwindigkeit, da das in Südamerika natürlich gaaaaanz anders ist :-)
Mit meinem Vollbeladenen Chäreli schlich ich dann durch den Ausgang "nothing to declare" und niemand schien sich dran zu stören :-))
Draussen warteten schon meine Familie und meine besten Freunde auf mich!!! Es war soooooooo schön alle wieder zu sehen!!! Auch wenn ich mittlerweile über 24h auf den Beinen war verspürte ich in dem Moment keine Müdigkeit mehr. Mir kam es vor, als sei ich erst vor 2 Wochen abgereist und die lange Reise sei nur ein Traum.
Wir gingen noch was trinken und ich fands einfach nur schön, alle wieder zu sehen. Nichts und niemand hat sich verändert in der Zeit, was mich natürlich auch freute.
Ich wusste so gar nicht, was ich denn alles erzählen sollte; ich hatte ja sooo viel erlebt! Auf jeden Fall musste ich meine unzähligen Mückenstiche ein wenig erklären... ich bin seit drei Wochen tooootal verstochen und das Jucken nimmt kein Ende! Das ist wenigstens eine kleine Erinnerung an Machupicchu.
Zum Glück brachte mir mein Vater noch ein wenig Geld an den Flughafen. Chaotisch wie ich bin, fiel mir erst bei der Landung ein, dass ich überhaupt keinen Rappen Schweizergeld bei mir trug und den Code meiner Bankkarte hatte ich in der Zeit auch vergessen! Tyyypisch! (wobei ich meinen Kontostand ja nicht unbedingt sehen will :-))) )
Ich fuhr dann mit dem Zug nach Basel, wo mit Evelyne schon mit einem Regenschirm bewaffnet begrüsste. Es war so schön, sie wieder zu sehen und die erste Nacht nicht alleine in einer kahlen Wohnung verbringen zu müssen! Nach 34 Stunden schlaflosen Stunden sank ich dann bei Evelyna auf der superbequemen Matte in einen komaähnlichen Zustand und schlief sooooo gut!
Tja und nun bin ich also wieder zurück. Nichts ist anders... nur ich hab mich glaub recht verändert. Ich merke, dass ich enorm enorm Mühe habe, wieder hier zu sein! Die Schweizer Mentalität war wirklich grad ein wenig gewöhnungsbedürftig für mich, auch wenn ich erst einen Tag hier bin. Ich hab glaub grad ein wenig ein Kulturschöckli!!!
Aber ich freute mich sooooo wahnsinnig über das Empfangskomitee am Flughafen, über die vielen lieben Willkommensmails und Anrufe. Darüber, dass ich wirklich merkte, willkommen zu sein zu Hause. Das war echt wuuunderschön. Und der Rest kommt auch wieder. Ich brauch glaub einfach ein wenig Zeit. Werde ja morgen mich schon wieder um die Schule kümmern und am Mittwoch vollgas loslegen. Der Alltag kommt ganz schnell :-)))

Überraschung am Flughafen!!! Meine Abholtruppe :-)) (ich vorne links im artgerechten Brasilienshirt mit den unzähligen Mückenstichen :-)) )

Und gleich gehts zum Mäc... wie in alten Zeiten :-))

Gemütlich was trinken und plaudern... so schön !

So verliess ich die Schweiz vor sieben Monaten

...und so kam ich zurück :-)) Es ist zum Schreien :-)

Mein Vater macht den Clown mit meinem Gepäck :-))))

Evelyna und ich

Es ist einfach genial wieder sooo gut zu Hause aufgenommen zu werden!

Wieder in meiner Wohnung angekommen. Hier sieht's aus wie im Hotel! Ich muss der Bude sofort wieder etwas Leben einhauchen! Aber dazu hab ich ja nun wieder Zeit :-)))
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Der Abschied von den Inseln und dem Luxusboot fiel uns allen sehr sehr schwer. Obwohl wir am letzten Morgen um sechs nochmals eine Ausfahrt machten, um Meerschildkröten zu beobachte, waren wir nicht mehr so locker-flockig wie sonst. Auch das Morgenessen fiel sehr ruhig aus.
Um neun vierliessen wir dann das Boot und wurden zum Land gebracht, wo uns schon Seelöwen den Platz auf der Wartebank streitig machten. Wir fuhren mit dem Bus zum Flughafen, wo wir noch fast zwei Stunden warteten. Der Flughafen ist eher ein Provisorium und einfach enorm klein.
Nach ein paar Stunden Flug mit Zwischenlandung kamen wir wieder in Quito an, wo wir noch eine Nacht im Luxushotel geniessen durften. Galapagos war ein genialer Abschluss meiner Reise und wirklich der Höhepunkt von allem!!!
Ich traf Schweizer, welche eben auf ihre sechsmonatige Südamerikareise gestartet sind letzte Woche. Ach, wie ich die beiden doch beneide! Ich könnte noch ewig weiterreisen.
Aber das hier ist nun Endstation. Ich werde noch zwei Tage in Quito bleiben und dann am Freitag den Heimflug antreten. Viele Leute fragten mich, ob ich nicht genug habe vom Reisen. Die Antwort ist ganz klar "NEIN!!!". Ich würde es locker noch ein halbes Jahr aushalten, obschon ich mich wirklich darauf freue alle Freunde, Family, meine Arbeitskollegen und meine Schüler wieder zu sehen in der Schweiz!
Aber zuerst muss ich mal heimfliegen können, da mir heute mitgeteilt wurde, dass mein Heimreiseticket ungültig sei.... Mal gucken, was draus wird :-)))

Der letzte Abend. Die Crew überrascht uns mit einem Abschiedscoctail

Auch bekommen wir noch selbstgemachten Kuchen!

Last supper. Looks like at a funeral!!!

Jessica in unserer Koje

Letztes Morgenrot auf dem Boot


Nochmals die Aussicht vom Deck aus geniessen. Am Morgen früh sprang noch niemand ins Wasser, was wir sonst taten. Es ist echt witzig, aus den 5m Höhe vom Deck ins Meer zu hüpfen :-))

Unser letzter Trip um Tiere zu beobachten




Wir fahren nochmals zum Boot, um unser Gepäck abzuholen

Captain Bösch

... und tschüss

Seelöwen klauen uns den Platz... oder ist es andersrum???

Der gut bewachte Bus

Abreise

Flughafen von Galapagos

Die Start- und Landepiste

Unser Flugi

Quito vom Hotel aus

Hier geht nun also meine Reise zu Ende. Es waren die besten 7 Monate meines Lebens! Ich bin unendlich dankbar, dass ich nie krank war, nie auch nur annähernd eine gefährliche Situation erlebte und dass ich so Unmengen von genialen Menschen kennenlernen durfte.
Vielen Dank auch an Euch alle, fürs fleissige Mitlesen in meinen Reiseberichten.
"Gehe Wege, die noch niemand ging, damit du Spuren hinterlässt, und nicht nur Staub."
(Antoine de Saint-Exupéry)
"Der kürzeste Weg zu dir selbst führt einmal um die Welt."
(Richard Hoffmann)
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Der letzte Tag von unserem Galapagosabenteuer. Wir sind alle traurig und wollen das Boot nicht wirklich verlassen. Es werden schon Pläne ausgeheckt, wie man wohl länger auf der Insel bleiben könnte. Es ist alles so unglaublich schön! Die Natur so gewaltig und noch in Ordnung. Ich denke, dass dies der schönste Flecken ist auf der ganzen Welt!! Und erstaunlicher Weise gleicht keine Insel der anderen, ist es immer wieder ein neues Abenteuer an Land zu gehen!
Aber überall sind die Tiere sehr zutraulich, neugierig und einige wollen mit uns spielen. Auch die ungelenke Riesenschildkröte schwimmt geduldig mit uns mit und verschwindet dann majestätisch in den Untiefen des Meeres... Ich denke, dass ich nochmals nach Galapagos reisen werde. Das nächste Mal etwas länger.

Ich im Speisesaal

Vor dem Essen schreibt der Guide das Programm an die Tafel

Nachts auf dem Boot. Wir schauen den Seelöwen zu, welche hinter dem Boot eine Show für uns aufführen.

Besuch auf dem kleinen Boot

Boobie

Gruppe Seeiguanas

Morgenputz

Morgengymnastik

Landen auf Redsand


Landschaft dieser Insel

Fotoansturm auf zwei Seelöwen

Posing der Mutter mit ihrem Baby



Pelinester



Junge Pelis
Nachmittagsausflug mit dem besten Schnrocheln der ganzen Ferien!

Puerto Egas


Lavabrücke












Gruppe auf dem Rückweg







Zwei unserer Jungs mit einem Iguana




Die Punkfrisur stammt also eindeutig aus Galapagos!


Unser Guide Pablo mit dem Seelöwen

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Die nächste Reise führte uns nach Dragon Hill. Dabei handelt es sich um einen erloschenen Vulkan. Die Landschaft unterschied sich wieder total von den anderen besuchten Plätzen. Hier sahen wir fast keine Tiere, dafür sonst eindrückliche Szenarien. Der Guide erklärte uns viel über die verschiedenen Inseln und deren Formationen. Auch vermuten sie, dass die Galapagosinseln jedes Jahr ein wenig näher zum Festland rücken. Vielleicht sind sie ja in ein paar millionen Jahren ein Teil des ecuadorianischen Festlands....
Aber das Eindrücklichste ist immer noch das tägliche Schnorcheln. Wir verbringen meist etwa eine Stunde im Wasser und geniessen das in vollen Zügen!

Die Vulkaninsel am frühen Morgen

Auf dem oberen Deck morgens um sechs








Die Galapagostaube

Gegenverkehr auf dem Fussweg



Der Goat ist ein auf die Inseln importiertes Tier. Hier ein totes Exemplar davon.




Pelikan und unser Boot

Abholdienst von der Insel

Bartolome Insel


Lavastein



Seltsamer Kaktus

Vulkanlandschaft


Demonstration der Galapagosgeografie in Sand gezeichnet

Atemberaubender Ausblick!

Nachmittagsausflug mit anschliessendem Schnorcheln


Pingus!!!



Lavavogel und Krabbe

Interessante Lavaformationen





"Soll ich mich ins Wasser wagen oder nicht???"

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Am zweiten Tag auf Galapagos besuchten wir die Insel Santa Fé. Es war sehr eindrücklich, wie zutraulich die Tiere doch waren! Keines lief davon, alle blieben seelenruhig sitzen, oder kamen sogar auf uns zu! Wir konnten dies kaum fassen. Der Guide sagte, dass diese Tiere eben noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, weshalb sie den Menschen einfach zur Kenntnis nahmen und sich nicht fürchteten.
So watschelten die Seelöwen einfach durch unsere Gruppe hindurch ins Wasser. Auch die Iguanas nahmen kaum Notiz von uns und gingen ihren Tätigkeiten nach.
Das Schönste, was ich je erlebte war das Schnorcheln vor den Inseln! Leider konnte ich keine Unterwasseraufnahmen machen. Es war, als würde ich in einem Aquarium schwimmen!!! Fische in allen Farben und Grössen!!! Riesenschildkröten, Papageifische, Clownfische, ja sogar Sharks schwammen mit uns!!! UNGLAUBLICH! Und die Seelöwen schwammen bis an meine Taucherbrille ran, ganz ganz nah, dann tauchten sie unter, vollführten ein paar Runden wie um zu zeigen, dass sie viel viel besser schwimmen können. Gleich darauf kamen sie wieder, als wollten sie mit mir spielen. So genial! Auch stritten sie unter Wasser um ihr Fressen, so dass wir eine richtige Liveshow hatten, obschon die Tiere in freier Wildbahn lebten. Es war wirklich kaum in Worte zu fassen!
Hier nochmals einige Bilder von diesem eindrücklichen Tag.

Das Böötchen brachte uns von unserem Luxusschiff zur Insel

Santa Fé

Boobies

Pelikan im Anflug

Seelöwen am Baden

Unsere Gruppe mit den Seelöwen



Wettschlafen

Der Kleine spaziert zum Rest der Gruppe

Posing



Landscape

Landiguana

Fotoshooting mit dem Tierchen

Freches Tier...

Zurück am Strand





Zurück auf dem Boot werden die Schnorchelutensilien verteilt

Ich muss mal ein wenig Flossen anprobieren. Passt ausgezeichnet zu den Jeans, oder???

Das Schlimmste ist das An- und Ausziehen des Wetsuits! Das dauert Stunden und benötigt jeweils fremde Hilfe...
INSELBESUCH

Die Gruppe kommt mit dem Böötchen auf der Insel an


Die Iguanas scharen sich um die Kakteen. Immer wenn sie ein Blatt herunterfallen hören, stürzen sie sich drauf. Auch wenn wir Steine werfen, denken sie, dass es sich um ein Kaktusblatt handelt und laufen los!




Landschaft dieser Insel


Die Meeriguanas ziehen sich hier auf diesen Felsvorsprung zurück, um zu sterben

Die Gruppe auf der Insel


Diesen Vogel findet man nur auf Galapagos. Seine Augen funktionieren unter Wasser wie kleine Taschenlampen; sie leuchten rot!

Überreste einer Krabbe




Landeanflug

Gruppe sterbender Iguanas





Babyseelöwe. Da die Mutter am Fischen ist, muss das Kleine drei Tage ohne Futter auskommen!

Überreste eines Seelöwen







Unser Böötli

Unter dem Boot durchfahren macht Spass :-)
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Am Flughafen von Cusco begann, was mir wohl von nun an noch einige Male passieren wird... Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass mein Gepäck 14kg Übergewicht habe! ( vom Handgepäck mal abgesehen). Die Airline wollte natürlich Dollars sehen dafür, aber irgendwie hab ich mich da rausgeplaudert. Nach einer halben Stunde portuspanisch liessen sie die Koffer ohne zusätzliche Moneten gehen. Juhui!
Der Flug von Lima nach Quito war sehr abenteuerlich!!! An Board war die bolivianische Marathonnationalmannschaft. Die etwa 20 Herren waren lustig. Sie machten auf dem gesamten Flug Tiergeräusche nach. So war da mal ein Hahn, dann ne Katze oder ein Esel. Es war echt super lustig und die Stewardesseen kriegten sich kaum mehr ein vor lachen.
Leider war der Flug an sich alles andere als lustig. Ich glaube, das war der erste Flug des Piloten. Beim Starten wurde mir halb schwindlig, so schnell stieg die Maschine. Unterwegs wurde mal während gefährlichen Schaukeleinheiten mitgeteilt, dass wir uns anschnallen und den Anweisungen des Personals folgen sollten. Ich hab mich schon etwas höher im Himmel gesehen. Ausserdem waren auf dem Flug Laptops, Handys usw. erlaubt!!! Als wir dann etwa eine Minuten über der Landebahn schwebten, nachdem das Flugzeug zuvor schrecklich geschaukelt hat beim Anflug war es um meine Fassung geschehen. Ich betete nur noch! Der Vogel war irgendwie nicht runterzukriegen!!! Irgendwann klappte es und es folgte eine Vollbremsung. Alle Passagiere schauten sich entsetzt an und applaudierten aus Erleichterung spontan. Auch den Sportlern stand das Entsetzen ins Gesicht geschrieben!
Nach den vielen Pass- und Gepäckskontrollen in Quito unterhielt ich mich mit einem der Sportler und ging einfach mit ihnen mit zum Ausgang. Ich realisierte zu spät, dass etwa fünfzig Journalisten, Kamerateams usw. dort standen und die Ankunft der Sportmannschaft aufnahm. Und ich mitten drin!!! Grrrr, das war wiedermal tyyyypisch!!!! Mit hochrotem Kopf verdrückte ich mich hinter ein Blumenbouquet und dann weiter in Richtung Passkontrolle.

Mein super Hotelzimmer in Quito; Fünfstern...

Jose und ich im Ausgang in Quito
Ich traf Jose am Flughafen, als er mir half mein Gepäck zu schleppen, obwohl er noch seine schwere Kamera tragen musste. Wir plauderten ein wenig, dann wurde ich abgeholt. Später am Rotlicht einer Kreuzung sass er im Auto neben mir und erkundigte sich bei meinem Fahrer nach dem Namen meines Hotels.
Ein paar Stunden später, ich kam gerade von meinem ersten zweistündigen Geldwechselversuch in Quito zurück, hatte ich bereits ein Zettel im Hotelzimmer meiner Fünfsternbude mit einer Einladung zum Nachtessen. Keine Ahnung, wie Jose mich ausfindig gemacht hatte ohne meinen Namen zu kennen! Anyway... wir machten gemeinsam Quito unsicher, obschon ich am Tisch fast einschlief! Ich hatte die vorhergehende Nacht nur eine Stunde geschlafen!
Jose ist Kameramann eines argentinischen Sportsenders. Er scheint einen genialen Beruf zu haben, dauernd irgendwo in der Welt unterwegs. Von ihm erfuhr ich auch, dass es sich bei den Sportlern im Flugzeug um die Nationalmannschaft des bolivianischen Fussballs handelte und nicht um Marathonläufer. Sie trugen lediglich Trainingsuits mit der Aufschrift "Marathon". Und was lernte ich daraus? Nicht überall wo Marathon draufsteht, ist auch Marathon drin! Übrigens hab ich mich dann später noch im Fernsehen gesehen, als sie in den News von der Ankunft der Fussballmannschaft berichteten. Wie die Faust aufs Auge habe ich in die Gruppe der grün gekleideten gepasst!!!


Am nächsten Morgen gings früh los. Die Reise war perfekt organisiert! Uns wurden dauernd Infos gegeben und die Guides kümmerten sich einfach um alles! Wir flogen zwei Stunden von Quito auf die Galapagos Inseln. Das erste Mal in meinem Leben mussten sie mich am Flughafen ausrufen, weil ich wiedermal einen Geldwechselversuch startete, anstatt einzuchecken!

Auf den Inseln angekommen, stellten wir alle fest, dass die Luft viel weicher war. Wir sind uns wohl der verschmutzten Luft zu Hause gar nicht mehr so bewusst. Die Landschaft und das Wasser des Meeres sind atemberaubend. Wir erholten uns fast nicht mehr! Die Guides brachten uns auf unsere Luxusyacht, wo wir erstmal unsere Zimmer bezogen.
Am Nachmittag gings dann auf eine Riesenschildkrötenbesichtigung. Das war sehr interessant, zumal unser Guide uns sehr viel über die Tiere erzählte. So können sie bis zu 180 Jahre alt und 220 kg schwer werden! Es ist einfach unglaublich, wie RIESIG die Tiere sind! Er erzählte viel darüber, wie sie nun versuchen die Schildkröten wieder vermehrt anzusiedeln. Die Tiere legen die Eier ca 30cm unter die Erde. Die kleinen Schildkröten entwickeln im Ei einen einzigen Zahn, damit sie die Schale aufbrechen können und sich dann durch die Erdschicht nach oben arbeiten können...
Es war ein sehr beeindruckender Ausflug.
Am Abend kriegten wir ein sehr gutes Essen und uns wurde die Crew vorgestellt. Es sind 10 Männer, welche für uns 10 Passagiere arbeiten!!! Undlaublich!
Das Beste ist auf dem Boot zu schlafen. Das ist wie die ganze Nacht in einer Wiege zu liegen. Sehr entspannend. Gegen Morgen, wenn die Wellen grösser werden ist es dann eher abenteuerlich und wir getrauten uns nicht aufzustehen. Na ja, so ganz seefest bin ich dann doch noch nicht. Aber auch die anderen haben mit Übelkeit zu kämpfen.
Am ersten Tag besichtigten wir eine Insel mit einer Seelöwenkolonie. Das war sehr eindrücklich. Die Tiere hatten auch keine Angst, sondern kamen sogar zu uns hin! Weiter sahen wir zwei Landleguane, welche ebenfalls ziemlich zutraulich waren. Das Eindrücklichste war jedoch das Schnorcheln. In glasklarem Wasser konnten wir direkt vom Boot aus schnorcheln gehen. So was Schönes hab ich noch nie gesehen! Fische in allen möglichen schillernden Farben! Und die Seelöwen schwammen mit uns! Sie kamen bis ganz an uns ran, dann tauchten sie um uns herum, wie zum zeigen, dass sie im Fall besser schwimmen konnten als wir. Sie kamen immer wieder, als wollten sie mit uns spielen. Einigen von uns bissen sie sogar in die Flossen! Es war sooo lustig!
Nach dem Schnorcheln wurden wir auf dem Boot von der Crew mit heisser Schokolade begrüsst. Der Service hier ist wirkilch vom Feinsten!

Ankunft auf dem Miniflughafen auf Galapagos

Unser Flugi der Galapagos-air

Das Gepäck wird per Traktor und Anhänger in die Wartehalle gebracht

Am Eingang des Nationalparks

Statue neben der Tafel. Frage eines Mitreisenden:" Why does he have a gameboy in his hand?"

Nach dem Flug gings 1h per Bus weiter, dann per Fähre und dann nochmals per Bus zum Hafen, wo unsere Superyacht lag.

Unser firstclass Schiff

Mit diesen Dungys werden wir rumchauffiert. Die Yacht bleibt auf offener See.

Unsere Koje. Vom Feinsten!!!

Upper deck. Hier können wir ungestört sünnelen.

Im Boot. Hier die Bar und das Wohnzimmer. Mit eigener Videothek.
ERSTER AUSFLUG INS REICH DER WUNDER



Seaiguana mit Krabbe am Bein

Erklärungen unseres Guides Toni zur Insel Santa Cruz

Dies ist ein Brukasten für Eier der Riesenschildkröten. Das Provisorium stammt aus den 80er Jahren und weil es sich so gut bewährt hat, wird es heute noch verwendet. Betrieben wird das Ganze mit einem Haarföhn!

Junge Riesenschildkörten. Sie tragen Nummern, aber es werden keine Wettrennen veranstaltet :-)

Diese Schildkröte hat am Vorabend zu viel getrunken und leidet nun unter einem Hangover...

Im Schildkrötenpark

Lizard

Riesenschildkröte und ich

Guet Nacht

Ich mit zwei anderen schlafenden Schildkrötlis

Grössenverhältnis der Tiere...

...und noch ein Posing mit den imposanten Tieren


Jessica und ich mit unseren gemieteten Wetsuits
Zurück auf dem Boot

Faulenzen im Livingroom

Vor dem Abendessen. Der Guide schreibt das Programm an die Tafel.

Das Essen war echt genial! Hier ein Riesenfisch, welcher ausgezeichnet mundete :-)

Seltsame Grillgewohnheiten....
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Wir verbrachten eine Nacht im heiligen Tal und schauten uns dort die Ruinen an, bevor wir nach Cusco zurückgingen. In Ollantaytanmbo im heiligen Tal ging ich mit Susanne 2 für 1 trinken. Oh je, das war eine sehr schwankende Angelegenheit!! Man könnte ja meinen ich sei zum Alki geworden auf dieser Reise. hahahahaaaa
Ich verbrachte total drei Nächte in Cusco. Eine Nacht traf ich Carlos, welcher mit seinen Freunden in Peru herumreiste zum Abendessen. Wir wollten anschliessend noch Salsatanzen gehen, aber leider fanden wir keine entsprechende Musik. So begnügten wir uns eben mit normaler Discomusik.
Am zweiten Abend ging ich mit Susanne in ein geniales Resti essen. Es wurden sogar garnierte Meerschweinchen serviert!!!
Und der dritte war auch gleich der letzte Abend in Cusco. Zuerst hatten wir ein sehr leckeres Abschiedsessen der Gruppe mit einer Tanzshow ohne Ende.
Danach ging ich mit Artur Biertrinken. Obwohl ich überhaupt kein Bier trinke, machte ich an diesem Abend eine Ausnahme. Es war wiedermal superspeziell, wie ich diesen Typen kennenlernte. Er wohnte im selben Hotel und lief mir durch halb Cusco nach, als ich morgens um sieben total zerzaust und mit einem Sack dreckiger Wäsche durch die Strassen ging, um eine Wäscherei zu finden. Nach einigen witzigen Bemerkungen hatte er mich dazu überredet, mit ihm noch Biertrinken zu gehen nach dem Abschiedsessen. Er sei eben auch nur noch diesen Abend in Cusco, ursprünglich kommt er aus Lima. Er spricht überhaupt kein Englisch und so verständigten wir uns in Portuniol (Mischung aus Portugiesisch und Spanisch). Es war ein soooo unglaublich witziger Abend, der damit endete, dass ich nur eine Stunde schlief und dann um fünf auf den Flughafen torkelte, um nach Quito zu fliegen... Aber es sind ja (noch) Ferien!!! :-)

Das heilige Tal

Am frühen Morgen im heiligen Tal



Downtown Ollantaytambo

Die Machupicchuträger und Führer werden zur Arbeit gebracht

Mädchen in Wanne auf dem Markt


Gebratene Meerschweinchen-- eine Spezialität

Frau mit Pigmenten. Ich konnte mich kaum mehr lösen von dem Stand!

Markt bei Cusco

Marktfrau mit Handy

Der Mann sagte, er sei im Fall kein Fotomodel :-)

Alte Frau auf dem Markt
Besuch einer Lamafarm

Tafel mit allen Lamaarten

Die Lamafarm

Die komischen Tiere. Susannes Kommentar: "Du, ich seh überall nur Alpacapullover rumlaufen!"

Lamafüttern

Schönes Tier, oder?



Handwerk

Wolle aus Lama und Alpaca

Wolle färben mit Naturfarben

Sacsayhuamanruinen bei Cusco. Die Ruinen gehören auch zum Unesco Weltkulturerbe

Cusco von oben
CUSCO

Kloster in Cusco

Innenhof des Klosters


Cusco

Cusco by night

Das geniale Resti in welchem ich mit Susanne war

Dekorierte Meersau.......!!!

Abendessen mit Carlos (r) und seinen spanischen Freunden

Witziger Abend mit Artur

Abendessen mit der Gruppe

Schweizerfähnli auf dem Tisch :-)
Fast die ganze Gruppe vereint

Susannes Kommentar zu diesem Auftritt: "Oh guck, ne Panflötentuba!"

Tanzspektakel



Streik in Cusco
Die letzten beiden Tage streikten sie in Cusco. Das war sehr friedlich, da die Strassen von allen Autos befreit waren. Das einzige Problem war, zum Flughafen zu kommen. Aber da ich eh schon um fünf dort sein musste, erübrigte sich das. Die Strassen wurden erst nach sechs Uhr gesperrt.

Hauptplatz in Cusco

Kathedrale


Streik und Demo auf dem Hauptplatz

Die Bullen schwer bewaffnet

Und sogar die Lamas machen mit!!!
Kuriositätien und ein paar Blüemlis

Was sind wohl Hornomicrowaves???

Ich hoffe, dass das Hotel seinem Namen KEINE Ehre macht...

Interessante Schaufensterdeko. Sehr einladend...


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Susanne und ich starteten unser Machupicchuabenteuer mit einem RICHTIGEN Kaffee, der dem Preis nach aus Gold zu sein schien. Aber egal, wir hatten tagelang von Nescafe leben müssen, womit wir diesen Genuss redlich verdient hatten.
Danach gings mit der Perurail ca 2h durch ein wunderschönes Tal in Richtung Aguas Calientes. Die Zugfahrt war witzig, zumal wir einen sehr gesprächigen älteren Ami hinter uns hatten, der uns dauernd die Ohren vollschwafelte von seiner "present wife". Ich mutmasste, dass er Susanne als seine "future wife" auserkoren hatte, was wir beide sehr witzig fanden.
Aguas Calientes war dann eine enorme Enttäuschung! Ein schäbiges Nest, in welchem alles enorm überteuert ist. Na ja, die Touris bezahlen dort alles und Ausweichmöglichkeiten gibts nicht...
Wir begaben uns zum Hotel, welches wahrhaftig 70 (!!!) DOLLARS kostete und ein schäbiges Loch war! Wir konntens kaum glauben. Zu allem Elend entdeckten wir am nächsten Morgen, dass erstens die Bettwäsche nicht frisch war und wir zweitens Flohstiche hatten!!!! Grrrrrrr...
Susanne und ich mit unserem Kaffee

Perurail

Unterwegs in der Eisenbahn (wie in der Schweiz!). Kommentar von Susanne: "Ja, aber so hohe Berge habt er net..."
Mit einem Bus wurden wir zum Machupicchu raufgefahren. Oben angekommen platzierten wir während wir warteten noch den obligaten Fun-stamp von Machupicchu in unseren Passport. Susanne sinnierte lange darüber nach, ob das wohl legal sei. Legal hin oder her, wir sind doch nur einmal an diesem imposanten Ort!
Die Anlage war schon fast menschenleer, da es bereits vier Uhr nachmittags war bei unserer Ankunft. Es war enorm imposant und beeindruckend! Ich begann gleich mit exzessivem Fotografieren, während die anderen zum Sonnentor raufstiegen. Dies ist der Eingang oberhalb der Anlage. Frage eines Mitreisenden: "Was wurde denn hier geopfert?" Reiseleiter:" Das ist kein Altar, das ist ein Eingang!" - " Aha, und gegen wen war dieses Tor errichtet worden?" Oh mann, es hat keinen Sinn!!!
Ich sonderte mich ab und setzte mich für eine Stunde auf einen Stein zum Meditieren. Keine Ahnung, ob es Einbildung war, aber es war eine enorme Kraft vorhanden. Einfach unglaublich!!!
So ein bitzli high musste ich dann zum Ausgang eilen, da Machupicchu um 17.30 schloss und auch die letzten Busse dann fuhren.

Oben angelangt






Mein Meditationsstein :-)



Lamapicchu

Downtown Aguas Calientes
Den Abend verbrachten Susanne und ich in einem gemütlichen Resti und plauderten mit einem Ami, welcher zu Schamanen reisen wollte und dort einige Zeit mit ihnen leben wollte. Sehr interessante Person.
Danach zogen wir uns in unsere Bruchbude zurück, weil wir am nächsten Morgen Punkt fünf Uhr in der Schlange des Busses stehen mussten. Wir wollten Waynapichu besteigen und die Zahl der Besucher für Waynapichu ist auf 400 pro Tag begrenzt.
So standen wir also früh morgens in der Warteschlange zum Bus. Um uns herum gähnende Gesichter und andere Frühsportler. Nach der Busfahrt hiess es nochmals Schlangestehen vor dem Eingang und danach gleich nochmals beim Eingang zum Waynapichu. Wir sahen so manch interessante Person. Da waren zum Beispiel stockbesoffene Engländer, die sich morgens um sechs kaum auf den Beinen halten konnten und unbedingt auf den Berg steigen wollten! Der eine hatte bereits Arme und Beine eingebunden... Auf jeden Fall wurden sie nicht reingelassen und mussten sich zuerst ausnüchtern. Oder dann waren da die frechen, welschen Schweizer, welche sich einfach gleich mal vor uns in die Schlange quetschten und dann natürlich kein Englisch verstanden. Susanne bediente sich der universellen Zeichensprache und ich konnte mich kaum halten vor Lachen!!!

Morgens um fünf in der Warteschlange

Nächste Warteschlange am Eingang zur Anlage

Unser Superguide Soul macht uns die Stempel in die Pässe

Waynapichu morgens früh

Der Aufstieg auf Waynapichu war recht happig. Dafür wurden wir mit einer unglaublichen Aussicht belohnt! Wir blieben einige Zeit dort oben, bevor wir die ganzen steilen Stufen wieder runterhüpften. Anschliessend wurden wir noch durch die Anlage geführt. Die Führung war jedoch eine Katastrophe und wurde von Fragen begleitet, wie zum Beispiel folgender: "Lebte nur eine Familie hier?" Susannes flüsternder Kommentar dazu: "Ja klar, und sie haben über 300 Jahre Inzest betrieben..."
Wir blieben wieder bis die Tore schlossen und genossen die ganze kraftvolle Atmosphäre bis zum bitteren Ende. Ich wäre gerne noch viel länger geblieben. Es war wirklich einer der schönsten Orte soweit auf meiner Reise.

Aussicht von Waynapichu auf die Ruinenstadt

Susanne und ich auf Waynapichu

In der Anlage





Im Spiegel des Wassers haben die Inkas die Sterne gesehen und beobachtet

Tempel des Condors

Danipicchu
Studie von Machupicchubesuchern

Ami

Engländer

Engländer mit Kriegswunden (sorry, das Foto lässt sich nicht drehen!! Bitte Compi auf den Kopf stellen.)

Nochmals der arme arme besoffene Engländer nach dem Rausschmiss


Japan

Eine Mischung aus Spanierin und Orient

Japan

Ami

Mein Favorit, ein Japaner auf Reisen lässt sich leider auch nicht drehen :-(

Mein Favorit mit seiner Frau

Der Lamafotograf

Ein sehr rücksichtsvoller Touri; transportiert die Kippe im Schuh!

Hier ist nix mit Telefonklauen; die sind alle angekettet!!!
TIERISCHES

Natürlicher Rasenmäher (rechts im Bild)

Lama in seinem Haus

"Äxgüsi, aber das isch MIS Hus!!!" Lamacrossing
Rückreise

Aguas Calientes

Markt in Aguas Calientes

Es gibt soooo viele doofe Mützen.

Wie hygienisch! Bathingsuits for rent!

Wäschetrocknen a la Machupicchu

Das Ganze wird von einer Gans und einem Hund bewacht

Ganshund

Kinderkrieg!

Und noch mehr davon!

Der super Kern der Gruppe :-)
Die Fahrt ging zurück mit der Perurail. Zur allgemeinen Erheiterung wurde uns auf der Fahrt eine Modeshow geboten! Das wäre doch mal was, um der SBB zu mehr Beliebtheit zu verhelfen!!!

Mit diesem Wesen begann die Show. Er erschreckte die Gäste, indem er sich von hinten anschlich!



Gruppenbild der Models
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Grastransport
Der Tag in Puno begann mit dem halbstündigen Warten auf einen Milchkaffee. Als der Kaffee dann kam, war er schwarz. Der Herr der Bruchbude meinte nur, er habe die Milch vergessen... war ja auch nur ein Detail. Aber so ist das in Peru, nicht weiter schlimm.

Karte der Inseln
Der Titicacasee ist der grösste See in Südamerika. Er umfasst eine Fläche von 8.288 km²! Bolivien und Peru teilen sich das Gewässer. Darauf schwimmen 42 von Menschen hergestellte Inseln.
Wir wurden auf ein Touriboot gebracht, um zuerst zu den Uros Inseln gebracht zu werden. Diese Inseln sind aus kreuzweise aufeinandergeschichtetem Schilf gebaut, welches auf einem Wurzelgelfecht liegt. Die Inseln schwimmen also und müssen immer gut verankert sein. Der Guide der Insel, welche wir besuchten meinte nur:" Vor allem über Nacht müssen wir die Insel gut befestigen. Sonst wachen wir eines Morgens in Bolivien auf und haben keinen Pass!"
Die Führung und der Besuch der Inseln war so gut inszeniert, dass wir erst mit der Zeit bemerkten, dass die Leute niemals auf den Inseln wohnen können. Sie sind wohl wie in einem Freilichtmuseum einfach tagsüber dort. Aber wir wurden fleissig den ganzen Tag über angelogen. Es wurde uns erzählt, dass die Familien dort wohnen und wir doch den armen, armen Menschen helfen sollen, indem wir was kaufen. Wir wurden richtig wütend, als wir den Betrug entdeckten! So belogen- und für dumm verkauft zu werden ist schon eine eigene Erfahrung...

Der See mit Puno im Hintergrund

Puno

So siehts im Touriboot aus; da wurde einfach ein Bus zerlegt und zweckentfremdet

Die heissen Damen dürfen natürlich auch nicht fehlen

So sehen diese Inseln aus

Ein kleiner "Inselbewohner"

Die Führerin erklärt die Bedeutung eines Wandbehangs

Der Häuptling der Insel erzählt über den Aufbau der Inseln und die Bräuche der Bewohner

Interessant konstruierter Turm; ich war auch oben

Aussicht vom Turm aus

Verkauf der Produkte

In den Hütten sieht's so aus. Die Solarzellen für den ach so wichtigen Fernseher werden angeblich vom Staat gesponsert...

Touris auf dem Schiff. Die Einheimischen singen ein englisches Farewell-Lied

...und tschüss...


Eine Insel mit Teich

Die Bewohner dieser Insel entschieden sich, ihrem Turm eine Fischform zu geben
Danach ging die Tour weiter zur Taquile Insel. Dies ist eine richtige Insel und ich glaube auch, dass dort wirklich Leute wohnen. Aber alles war natürlich sehr touristisch aufgemacht. Wir bekamen viele Schmuckstücke oder sonstige Handarbeiten angeboten und sahen einen etwas zu sehr improvisierten Tanz. Na ja, angesichts dessen, dass man ausser auf einem Tourischiff wohl nicht zu diesen Inseln kommt, liessen wir uns das gefallen. Aber es war auf jeden Fall nicht unser Lieblingstag geworden.
Auf der Rückfahrt hatten wir die Ehre 2.5 Stunden einer Bulgarin zuzuhören, die sich enorm gerne selbst sprechen hört. Sie sprach ungelogen die ganze Zeit ohne Punkt und Komma. Wenn ihre Opfer sich dann mal abwandten sprach sie einfach auf jemand anderen ein. Das war echt ein Phänomen!!! Einer unserer Gruppe meinte nur: "Du, also manchen Leuten muss man sogar im Grab den Mund zubinden...".

Die Frauen waschen die Wäsche wirklich direkt am See!

Die Touris müssen sich von einem Boot zum nächsten hangeln, um an Land zu kommen






So werden die Handarbeiten hergestellt

Taquileinsel

Wie die Ameisen kommen die Touristen an und schleppen sich den Berg hoch

Sehr improvisierter Tanz

Sogar die Touristen könnens fast besser :-)

Sicht zum Hauptplatz


Ein strickender alter Mann

Ausblick auf den kleinen Hafen hinunter
Eine meiner Lieblingsfrüchte ist die Maracuja (Passionsfrucht). Bei JEDER Gelegenheit schlürfe ich einen Maracujasaft oder seit ich mit Susanne unterwegs bin, löffeln wir die sauren Dinger auch auf den Fahrten im Bus!


Wettsch en Biss???
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Tag 6
Ich musste um halb Fuenf aufstehen! Beinahe noch im Tiefschlaf spielte ich ein wenig mit der restaurantansaessigen Katze, anstelle Filterkaffe zu schluerfen. Die Peruaner haben das Fruehstuecken sicher nicht erfunden!
Etwas spaeter holten wir die Fuenfsternis ab, um zum Cruz del Condor zu fahren. Leider erreicht man diesen Punkt nur ueber eine nicht enden wollende, staubige Naturstrasse. Inklusive eines so dicht verstaubten Tunnels, dass der Fahrer im Schrittempo und ohne etwas zu sehen durch den Stollen kriechen musste. Etwas klaustrophobisch war das also schon!

Eine Werkstatt morgens um 6 Uhr

Die Berge im Morgenrot

Allgemeines Erwachen...



Blick hiner die mittelalterlichen Mauern

Sehr praktisches Velo. Ich mit meinem vielen Gepaeck koennte sowas auch gut gebrauchen!


Auf dem Dorfplatz erwarete uns ein traditioneller Tanz, morgens um 7 !





Von Tee ueber Socken wird hier alles verkauft!

Cocatee

Susanne schmeckt die Bruehe nicht wirklich....
Am Kreuz des Kondoren angekommen konnten wir tatsaechlich einige dieser imposanten Voegel fliegen sehen! Sie haben eine Fluegelspannweite von ca. 3 Metern!!! Echt beeindruckend!
Wir wanderten, so gut dies ging auf fast 4000 Metern Hoehe zu einem anderen Aussichtspunkt. Ich muss schon sagen, dass nicht nur die aelteren Generationen leicht ausser Atem gerieten.

Colca Tal

Cruz del Condor (3800 m.ue.M)

Der Canyon aehnelt seinem grossen Bruder in den USA

Condore



Auch hier wird viel zu verkaufen versucht

Susanne, Doris und ich (v.r.)



Im Stein ist ein Modell des peruanischen Ackerbaus eingemeisselt


Die Mutter des Jungen verkauft uns saure Kaktusfruechte. Schmecken wie Kiwis und sehen auch so aus.

Familienausritt


Handwerksproduktion

Schafhirtin

Dieser Vogel wurde angeblich gefunden, als er noch klein war.

Wir fuhren dann mit einigen Stopps und Besichtigungen die Staubstrasse wieder zurueck. Unerwegs goennten wir uns erneut einen Cocatee, da wir ja schon wieder ueber diesen hohen Pass nach Puno am Titicacasee fahren mussten. Susanne und ich machten ein Wettgrimassenschneiden, als wir die Bruehe hinunterwuergten!
Danach gab es im Colca Tal noch ein typisch peruanisches Mittagessen. Sprich, alle Touris aus dem Tal wurden in ein Restaurant gebracht, um sich dort uebers Buffet hermachen zu koennen. Es hat gut geschmeckt, auch wenn das Essen etwas scharf war...

Wir besuchten den Markt in Chivay



Da schlaegt mein Herz gleich hoeher!!!


Herr an der Naehmaschine!!!

Touribuffet
Tja, und schon wieder folgten 6h Busfahrt, so dass ich gar nicht mehr viel mehr berichten kann. Aber dafuer lasse ich die Bilder sprechen :-)
Erneut erreichten wir unser Ziel, die Stadt Puno, als es schon dunkel war.


Ob der Name Programm ist???
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Tag 5
Am Morgen hatten wir in Arequipa noch eine Stadtfuehrung zu Fuss. Die Fuehrung war jedoch ziemlich schlecht und ich beschraenkte mich aufs Fotografieren, anstelle zuzuhoeren. Danach setzte ich mich in der Einkaufsstrasse ab.
Die Reisegruppe ist mittlerweile in zwei Lager gespalten, so dass wir es in unserer Gruppe sehr lustig haben. Ich bin immer mit einem deutschen Ehepaar (beides Anwaelte und sehr humorvoll), ihrer Begleiterin Doris und Susanne aus Salzburg zusammen. Wir witzeln die ganze Zeit und ein ironischer Spruch jagt den naechsten...


Brunnen downtown Arequipa


Innenhof eines anderen Klosters


Mit Hut geht also gar nicht...

Blumen vor der Kirche



Downtown mit Bergen im Hintergrund


Am Strassenrand....

Schuhputz mit Fernsehanschluss mitten auf der Strasse!

Strassenbau
Nach Arequipa wurden wir etwas ausserhalb noch auf eine Anhoehe chauffiert, so dass wir den Blick auf die Stadt und die beiden Vulkane rund herum geniessen konnten. Leider ging es zwei unserer Mitreisenden gar nicht gut, so dass wir oefters stoppen mussten. Ich glaube, dass ich mittlerweile ein wenig abgehaertet bin, da ich sonst ja auch sehr anfaellig bin! Aber die Erinnerungen an eine Gruppenreise in Mexiko, bei welcher ich die Haelfte der Zeit halb lebendig im Bus mitreisen musste, finde ich heute noch schlimm!!!

Vom Aussichtspunkt aus


Eines der Hauptgerichte hier sind gebratene Meerschweinchen. Hier die noch lebende Version davon.



Arequipa und der Vulkan im Hintergrund


Schulkinder in Action. Alles Knaben und einige tragen sogar Kravatten!!!
Nach den Besichtigungen gings los auf eine 6 (!!!) stuendige Fahrt ins Colca Tal. Ich wusste beinahe nicht mehr, wie ich mich hinsetzen sollte!
Wir hielten dann in einer Raststaette um einen Cocatee zu trinken. Die Cocablaetter sollen die Hoehe ertraeglicher machen. Hauptsache man glaubt daran! Das ist ja nicht bei allen Drogen so :-) Aber schmecken tut der Tee einfach wiiiiderlich! Ich hab die halbe Zuckerdose reingeleert!
Der Weg fuehrte uns anschliessend ueber einen Pass, welcher sich auf 4920 m.ue.M befand!! Gleichzeitig war dies auch der hoechste Punkt der Reise. Wir stiegen aus, um ein paar Fotos zu machen. Ich hatte echt Probleme mit der Atmung und mir wurde auch etwas dizzy. Aber Kopfweh oder Uebelkeit wie die meisten meiner Mitreisenden hatte ich zum Glueck nicht! Ich fuehlte mich relativ fit, waehrend die restliche Truppe so etwas vor sich her kroch. Wir waren froh wieder alle im Bus zu sitzen und runter ins Tal fahren zu koennen. Ich glaube jedoch, dass dieser Stress fuer den Koerper nicht wirklich foerderlich ist. Ich war am Abend so muede wie nach zwei durchgemachten Naechten!

Ein Haus in der Wueste

Alpacas und Lamas weiden hier friedlich nebeneinander



Es gab sogar Eis zu besichtigen!!! Ich fuehlte mich grad wie zu Hause!


Schafwettrennen um die besten beiden Sitzplaetze. Hier haben wir den Cocatee getrunken, um uns etwas zu benebeln.

Auch auf dem hoechsten Pass laeuft das Verkaufsgeschaeft in bitterer Kaelte

Ich auf 4910 Metern ueber Meer!!!!

Auf dem Weg ins Colca Tal

Alpacacrossing

Hinter der Familie mit dem Lama sieht man das Mittelalterdorf Chivay

Im Tal angekommen. Die Lanschaft ist nun gruen, was schon ein wenig seltsam ist fuers Auge!

Das Colcatal ist eine Reise ins Mittelalter! Die Haeuser waren alle noch aus Steinen gebaut, zum Teil mit Stroh bedeckt. Auf den Strassen begegneten uns Kuehe, Schweine, Esel usw. Die Leute lebten die meisten von der Landwirtschaft und wohl etwas auch vom noch sehr zurueckhaltenden Tourismus.
Wir kamen am Abend spaet an, so dass es schon fast dunkel war im Mittelalter, da es auch beinahe keinen Strom gibt.
Die Fuenfsternreisenden wurden im Hotel abgeladen und wir wollten zum einzigen Backpacker im Ort fahren... leider leider war das Hostel geschlossen! Hm... ich sah mich schon zwischen den Ziegen und Lamas auf den Weiden schlafen. Da unser Reiseleiter nicht mit Organisationstalent gesegnet ist und es auch schon erheblich dunkler wurde, fand ich das nicht sooo lustig. Zum Glueck erwies sich der Fahrer als Retter in der Not und organisierte mir ein Zimmer in einer Bruchbude im naechsten Ort. Mir war es egal, dass ich nur kalt duschen konnte und mein Bett auch beinahe auseinander fiel. Ich wollte nur noch essen und schlafen! Zum Abendessen gabs noch eine Folkloreshow fuers Auge dazu! Das war sehr unterhaltsam... Eine Touristin musste sich sogar fuer den Spass auf den Boden legen und auspeitschen lassen!!!

Traditioneller Tanz und Lifemusik

Der Herr Taenzer auf dem Boden

Die Touristin liess sich freiwillig auf dem Boden auspeitschen...
Sehr muede und nun doch von etwas Kopfschmerzen geplagt sank ich spaet ins Bett.


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Tag 4
Den vierten Tag starteten wir frierend am Frühstückstisch in Puerto Inka. Auf dem Programm stand eine sechsstündige Autofahrt nach Arequipa.
Die Fahrt war dann auch unheimlich lange. Wir durchquerten weitere Wüsten und das Auge gewöhnte sich langsam an die trostlosen Grautöne der Landschaft. Jeder kleinste Farbfleck fiel mir nun auf. Ich denke, dass die Menschen in dem Teil Perus so farbig gekleidet sind, um wenigstens ein wenig Kontrast in die Umgebung zu bringen.
Wir assen in Camana zu Mittag. Als wir ins Dorf hineinfuhren, fiel uns der Hauptplatz auf, der aussah wie der Hauptplatz in Nazca und in anderen kleinen Dörfern. Ich äusserte die Vermutung, dass es wohl so was wie einen Katalog geben musste, in welchem man Dorfplatzbausteine bestellen konnte. Dann musste man den Bausatz nur noch nach Gutdünken im Zentrum anordnen und fertig war das Wunderwerk.
Wir assen in einem sehr unspektakulären Restaurant und verliebten uns vom Fleck weg in die Fingerpuppen, welche verkauft wurden. Susanne und ich konnten uns fast nicht mehr erholen und hätten am liebsten gleich alle gekauft! Danach machten wir uns einen Spass daraus, die Püppchen anzuwenden. Doris meinte auf der Weiterfahrt: „Hey Daniela, diese Puppen kannst du bestimmt gut gebrauchen in der Schule.“ Ich lachte und stellte mir das bildlich vor, wie ich die Hobbygangsters mit den Fingerpuppen begrüsse am ersten Tag. Die pupertierenden Schüler würden denken: „Der Frau Bösch haben aber die Ferien nicht so gut getan...“

Unterwegs dem Meer entlang von Puerto InKa nach Aeriquipa

Eine weitere Sandraeumung


Besuch einer Kirche an der Strasse. Wir mussten eine Kerze anzuenden, um unsere Weiterreise zu schuetzen. Das tun anscheinend alle Durchreisenden.

In der Kirche. Nur ein wenig ueberladen...

Autostopp auf peruanisch


Busentsorgung in der Wueste

Wie in Amerika!



Landschaft (es wird gruener!!!)


Der Hauptplatz aus dem Bausteinkatalog

Fingerpuppen!!!!

Susanne mit ihren Puppen. Wir hatten eine solche Freude daran!

Taxi...

Dieses Taxi ist nur fuer harte Burschen gedacht!

Hier sind Hauswaende gestapelt
AREQUIPA

Die Berge vor Arequipa

Park in Arequipa

Downtown Arequipa

Arequipa at night
Vor Aeriquipa konnten wir dann erstmals die hohen, schneebedeckten Berge der Anden sehen. Rund um Arequipa gibt es drei Vulkane. Die Stadt selbst ist sehr sauber und gepflegt und enorm auf den Tourismus ausgerichtet. Wir quartierten die anderen im noblen Hotel ein und fuhren dann zu meiner Bleibe. Gleich darauf mussten wir uns schon wieder besammeln, um das Dominikanerinnenkloster St.Kathalina zu besichtigen. Es war schon dunkel, als wir dort ankamen.
Die Führung war auf Deutsch und sehr interessant. Die klösterlichen Mauern verbreiteten eine ganz enorme Stimmung. Beinahe die ganze Anlage war in Kerzenschein getaucht und es roch nach frischen Blumen. Ich war echt hin und weg von diesem Ort und wäre am liebsten geblieben. Dieser Ort hatte entgegen meiner Erwartungen nur wenig Ähnlichkeit mit dem Kloster, in welchem ich letztes Jahr eine Woche war. Auch die anderen der Gruppe waren sehr beeindruckt.
Es war seltsam sich vorzustellen, dass die Nonnen hier zwischen 12 und 14 Jahren „eingeliefert“ wurden von ihren Familien. Dann wurden sie zwei Jahre in ihre Zelle gesperrt, wo sie sich überlegen mussten, ob sie im Kloster bleiben wollten! Die Führerin erzählte uns, dass die Nonnen nicht lesen konnten. Frage eines Mitreisenden:“ Haben sie denn all die Gebete auswendig gelernt, wenn sie nicht lesen konnten?“ Worauf Susanne mir ins Ohr flüsterte:“ Nee du, die hatten doch nen Ipod im Ohr mit allen Gebeten drauf...“













Fernsehshow im Kloster
Nach diesem eindrücklichen Besuch zerstreute sich die Gruppe in den vielen Touriboutiquen. Ich ging jedoch früh zum Hotel zurück. Diese Art zu reisen macht mich regelmässig enorm müde! Wir stressen von einem Ort zum anderen, übernachten nur eine Nacht im jeweiligen Hotel und haben von morgens um sechs bis abends um zehn Programm!! Vom Land und den Leuten bekomme ich so gar nichts mit...Aber dafür muss ich nichts selbst organisieren. Es hat alles Vor- und Nachteile.

Zum Schluss noch ein eigentuemlicher Transport
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Aus Wikipedia:
Die Nazca-Linien, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca und Palpa in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt auf einer Fläche von 500 km² schnurgerade, bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen, sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern, z. B. Abbilder von Menschen, Affen, Vögeln und Walen. Oft sind die figurbildenden Linien nur wenige Zentimeter tief. Durch die enorme Größe sind sie nur aus großer Entfernung zu erkennen.
... Immer noch ist vieles ungeklärt, jedoch wird eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung der Linien angenommen. So gibt es deutliche Zusammenhänge zwischen den Richtungen mancher Linien und Sonnwendpunkten.

Der Kolibri
Tag 3
Am Morgen erwachte ich mit flauem Gefühl im Magen. Ich wusste, dass wir um 9 Uhr in einem Kleinstflugzeug mit einer Kapazität von fünf Personen über die Nascalinien fliegen werden. Ich hatte die feste Absicht, mir beim Frühstück ein wenig Mut anzutrinken, brachte dann aber nicht mal Kaffee runter...
So wurden wir zum kleinen Flughafen gebracht. Natürlich hatten andere Touristen auch noch diese Idee, so dass wir eine geraume Zeit warten mussten. Da unser Guide weder einen Dynamik- noch einen Organisationspreis gewinnen würde, war es eine ziemlich mühsame Angelegenheit, bis die ganze Gruppe geflogen war.
Ich stieg also zitternd in die Maschine und setzte ganz professionell die Kopfhörer auf. Susannes Kommentar: „Siehste so hat die Fliegerei angefangen“. Sehr tröstlich. Es fehlte nur noch die Ledermütze, dann wäre das Szenario perfekt!
Das Kistchen bewegte sich in Richtung Startpiste und mein Herz pochte zum Zerspringen. Es war eine solche Massenabfertigung, dass mir nicht mal ein letztes Bild vor dem Geschoss gegönnt wurde. Keine Zeit für Extravaganzen der Touristen.
Der Start ging gut und ich fühlte mich erstaunlich sicher. Aber dann begann der Pilot Kurven zu fliegen, dass mir total schwindlig wurde. Ich musste mich am Vordersitz festkrallen und zeiten weise hatte ich das Gefühl, dass mir ganz schwarz vor Augen wird. Sowas hab ich nicht mal im Europapark auf dem Silverstar erlebt! Auch Madame Vielfliegerininmikroflugzeugen neben mir schien der Übelkeit nahe zu sein. Sie wisperte nur: „ Die Kurven könnte man auch anders fliegen! Das macht der absichtlich!“
Halb benommen versuchte ich die Bilder auf dem Boden zu fotografieren und hoffte inständig, dass das Kurvenfliegen nun ein Ende habe. Dem war natürlich nicht so. Nach einer halben Stunde Flug kehrten wir zum Flughafen zurück. Ich verbot mir an Salznüsse oder Milch zu denken, da sich mein Magen nun aktiv gegen das Abenteuer wehrte. Ich managte meine Gedanken bis zum Landen und stürzte dann ziemlich verwirrt und mit Kopfschmerzen von all der Aufregung zur Damentoilette. Dort verbrachte ich eine gute halbe Stunde....und ich schwor mir: NIE WIEDER!!!

Das nette Schild, welches vor dem Betreten der Startpiste gezeigt wird.

Unser Flugi

Mein Gesichtsausdruck spricht Baende, oder???

Heil gestartet

Der Astronaut - die einzige Figur, welche in den Felsen geritzt wurde

Spinneli

Die Haende

Der Turm, welchen wir am Vortag bestiegen haben, von oben.


Nazca von oben
Ich konnte meinen brummenden Schädel auf der langen Fahrt nach Puerto Inka ein wenig erholen. Puerto Inka ist ein einziges Hotel in der Mitte der Steinwüste, direkt am Meer. Kilometerweit kein anderes Haus. Dort residierten wir eine Nacht im fürstlichen Zimmer, während andere Abenteurer in der Kälte draussen zelteten und auch noch im eiskalten Meer schwammen!!! Ich fühlte mich grad ein wenig deplacé in der Fünfsterngruppe und begann auch bald mit einem der Abenteurer ein wenig zu plaudern. Sie waren während sieben Wochen von Rio nach Lima unterwegs mit dem Bus und den Zelten. Sooo cool!!!



Ein Wohnhaus


Sandraeumung


Puerto Inka







Unser Grüppchen besichtige noch ein paar alte Steine, sprich ein Inkadorf hinter dem Hotel. Dort lagen sogar noch Knochen in den Gräbern. Na ja, war wohl ne touristische Inszenierung. Obschon wir es sehr seltsam fanden, dass die Touristen einfach so in Ausgrabungsstätten von Archäologen herumstampfen durften!
Ein weiteres Müsterchen aus dem Gruppenalltag: Der eine Herr fragte den Guide als wir am Meer standen: „Gibt’s denn hier in Peru auch Flut?“.... die Antwort dazu:“ Ja, manchmal.“ Es ist echt wie in einer Komödie!
Nachdem wir ein wenig guten Rotwein getrunken hatten, wollten die Damen der Gruppe unbedingt einen Salsacrashkurs von mir. Das war echt witzig und so tanzten wir auf der Terrasse vor den Zimmern in eisiger Kälte Salsa. Die Herren schüttelten nur die Köpfe und verzogen sich in die Zimmer. Die hatten wohl Angst, dass sie auch dran glauben mussten!

Die Hotelanlage von meinem Zimmer aus

Einige Mitglieder des Reisegruepplis vor dem Essen

Mein Dessert

Es ist Winter...

Mitten im Outback!


Tafel beim Eingang zum Inkadorf


Grab mit Knochen

Inkadorf

Aufbewahrungsraeume

Reisegrueppli von hinten

Miss Sturmfrisur

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"Je mehr man plant, desto haerter trifft einem der Zufall"
...mein Reisemotto



Tag 2
Am frühen Morgen düsten wir los, um zu den ersten Touris zu gehören, welche zu den Ballestas Inseln gefahren wurden. Die Oase lag noch im Nebel, so dass ich den wunderschönen Ort nicht besichtigen konnte.
Wir wurden dann vom einheimischen Hobbykapitän mit der Profimütze zu den Inseln chauffiert. Ein Ornithologe begleitete uns und erklärte und so einiges über die Tierwelt und die verschiedenen Steinformationen der Inseln. Es war echt spannend ihm zuzuhören.
Einer der Felsen erschien schwarz, weil so viele Vögel dort sassen. Später kamen sie zu Tausenden übers Meer geflogen und badeten vor unseren Augen. „Diese Vögel sind wie Menschen. Sie stehen auf, bauen ein wenig an ihrem Nest, dann fliegen sie zum Baden und erst dann wird gegessen.“ Es war imposant so viele Tiere auf einmal im Wasser Plantschen zu sehen.
Wir beobachteten ausserdem Pelikane, Pinguine, Seespinnen (Krebse), Delfine und viele Seelöwen, welche unsere Gegenwart und die betäubenden Abgase des Bootes nicht im Geringsten zu stören schienen. Sie posierten frisch fröhlich auf den Felsen oder nahmen ein Showbad vor unserem Boot. Eine Seelöwendame wurde am Nacken verletzt, weil sie in ein Fischernetz geriet. Sie sitzt jetzt ein wenig auf ihrem Felsvorsprung und leidet vor sich hin, da das „System noch nicht so gut sei“, um ihr zu helfen!

Am fruehen Morgen, die Oase im Nebel



Der Felsenkaktus

Delfin

Pingus in freier Wildbahn

Pingus und Pelikane

Die rote Seespinne (auf dem Felsvorsprung)

Pelikan

Dieser arme Vogel (mit den Namen hab ich's nicht so) kann leider wie die Pingus nicht fliegen.

Showbaden des Seeloewen

"Gruezi, isch do no frei?"

Der Felsen, welcher von schwarzen Voegeln belagert wird.

Die Voegel fliegen zum Baden heran.

Und hier wird geputzt, geplantscht und getaucht

Blick vom Boot aus aufs Festland
Nach der Bootstour tranken die ersten von uns mal Coca-Tee (hier alles ganz legal). Es wurde heftig über die bewusstseinserweiternde Wirkung diskutiert. Aber geschehen ist anscheinend nicht viel.
Auf dem Rückweg zur Oase machten wir in einer Weinkellerei halt. Dort wurde Pisco, ein peruanischer Schnaps hergestellt. Wir wurden auch zum Degustieren eingeladen. Also ich würde das Zeugs höchstens zum Desinfizieren von Wunden verwenden! Pfui Teufel!!!



Die letzte Station der Piscoproduktion. Hier kann der Pisco in die Flaschen gefuellt werden. Immer schoen bewacht von Herrn Jesus.

Unsere Reisegruppe am Degustieren
Leicht beschwipst ging’s dann zurück zur Oase zum Mittagessen. Das ganze Programm ist ein Riesenstress, so dass wir gnädige 15 Minuten Zeit hatten, um die Oase zu besichtigen! Ich spurtete die Strasse hoch, um wenigstens ein Bild über den ganzen Ort erhalten zu können. Dann raste ich in das kleine Dorf hinunter, um auch noch ein paar Aufnahmen machen zu können...

Die Duene hinter welcher sich die Oase versteckt


Die Oase

Die Oase mit einem Boarder im Vordergrund

Peruanisches Fahrzeug (darin fahren problemlos 7 Personen mit!!!) vor der Duene

Ein Duenenbuggy

In der Oase
Danach gings 3 Stunden weiter im Bus. Wir fuhren durch sehr sehr arme Gegenden. Ich dachte, dass Brasilien ein armes Land sei, aber Peru übertrifft diesbezüglich alles, was ich bis anhin gesehen habe!
Entlang des Meeres gibt es viele von diesen schrecklichen Hühnerfarmen. Na ja, das sind dann Eier mit Bodenhaltung, Frischluft und Meerblick. Hoffentlich hilft’s.
Ansonsten ist die ganze Küste nur sehr spärlich bewohnt. Es gibt kilometerlange, menschenleere Strände!



Mondlandsschaft und Wueste ueberall



Das Gesicht eines Inka im Profil (heilige Felsformation)

Es wird gruener...

Unterwegs besichtigten wir das Museum von Maria Reiche. Die Deutsche hatte 40 Jahre damit verbracht, mit einem Besen in der Wüste die Nazca-Linien freizuwischen. Danach stiegen wir auf einen abenteuerlich konstruierten Turm, um zwei der Linienfiguren von oben zu sehen. Diese Figuren hätten der Angabe zu Wasserstellen gedient. Es war schon eindrücklich zu sehen, aber mir war nicht wohl auf dem Gerüst.


Maria Reiches Zimmer im Museum


Der abenteuerliche Turm


Blick vom Turm
Wir fuhren dann weiter nach Nazca. Dort übernachteten die andern wie immer im Fünfsternehotel und ich wurde in der Backpacker-lodge abgeladen. Ich traf zwei Schweizer, welche auch am Reisen sind. Wir plauderten stundenlang. Witziger Weise stellte sich heraus, dass ich von der Schwester der einen Schweizerin Fotos auf meinem Laptop hatte!! Sie lud diese Fotos dann auf ihren Stick, um sie der Schwester zu schicken. Die Welt ist ja sooo klein. Susanne meinte dazu:“ Ja siehst de, man kann nicht mal nasepobeln in Peru...“.

Downtown Nazca

Huehner am Markt von Nazca

Eine Maisverkaeuferin am Markt
Ica – Nazca remains copyright of the author puzzli2, a member of the travel community Travellerspoint.
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Das Fliegen und seine Tücken
Es kam mir vor, als habe ich den Abschiedscaipi erst getrunken, als der Wecker schon wieder klingelte. An viel Schlaf war eh nicht zu denken. Ich musste viel Nachdenken und innerlich Abschied nehmen.
Natürlich war ich dann typischerweise 5h zu früh am Flughafen, weil ich ganz sicher gehen wollte, dass ich in der Riesenstadt auf den 30km Busfahrt zum Flughafen nicht noch in den Stau gerate. Ich checkte ein und hängte dann ein wenig im Terminal rum. Zum Glück war Olympiatime, so dass ich mitweinen konnte, als die brasilianische Damenmannschaft im Fussball verlor. Der Herr neben mir, ein Psychologe aus Rom, versuchte dauernd eine Konversation zu starten, obschon ich mich sehr auf das Fussballspiel konzentrierte. Als er dann zu seinem Flug aufbrechen musste, drückte er mir seine Visitenkarte in die Hand. Falls ich in Rom sei, könne ich ja dann bei ihm wohnen. aha....
Gut, dann stellte ich mich in die Mc Donalds-Schlange, um wiedermal ein wenig gutes altes Mc-Feeling zu geniessen. Der Herr hinter mir, ein nach Lima reisender Portugiese, begann ein Gespräch und nachdem er an der Reihe war mit Bestellen drückte er mir seine Visitenkarte in die Hand. Falls ich wiedermal in Brasilien sei, solle ich mich melden...aha...
Ich setzte mich dann die verbleibenden 2 Stunden vor mein Gate und schaute zwei Flugzeugen zu, wie sie direkt nach Lima abhoben. Da das Buchen von Flügen nicht so meine Stärke ist, ärgerte ich mich nun, dass ich zuerst nach Santiago de CHILE (!!!) fliegen musste, um dort umzusteigen und dann nach Lima zu fliegen! Super, ich mit meiner Flugangst!
Tja, ich heulte ein wenig, als ich das brasilianische Festland verliess und in den Riesenvogel stieg. Das Flugzeug war echt beeindruckend! Alles vom neusten Schnickschnack, sogar in der Economy Class! Der Geschäftsherr neben mir sah meinen hilflosen Versuchen, den Sitz zu verstellen kurz zu und half mir dann möglichst diskret. Wenig später unterbrach er mein verzweifeltes Herumtippen auf dem Touchscreen des Bildschirms vor mir mit einem gezielten Druck auf den richtigen Knopf. Ich kam mir vor wie ein kleines Kind, dem man alles zeigen musste. Gut, mutig wagte ich mich nach dem Start an die Fernbedienung, mit welcher man im Menu aus 14 Spielen oder etwa 100 Filmen auswählen konnte. Der Herr neben mir machte mir jedoch sofort nachsichtig verständlich, dass ich das Gerät verkehrt rum hielt... oh je! Der Gipfel der Ungeschicklichkeit folgte gleich darauf, als ich mich im Sitz bewegte und promt über mir das Licht anging und der Servierdüsenschalter rot aufleuchtete !!! Hilflos schaute ich auf das leuchtende Inferno über mir. Erneut war das technische Wunder zu meiner Linken sehr hilfreich und brachte die Lichter zum Erlöschen. Nun brach ich in lautes Gelächter aus. Echt, ich konnte mich kaum erholen!!! Man muss sich das alles mal bildlich vorstellen; es war wie in einer Komödie, in welcher ein Missgeschick das nächste jagt.
" Sorry, I'm a women and technically underdeveloped", sagte ich nach meinem Lachanfall, was der Herr dann seinerseits lustig fand.
Wir plauderten ein wenig. Er konnte es sich aber nicht verkneifen zu fragen, ob ich das erste Mal flog. Aehm...nein... also ich bin nicht mit dem Schiff nach Brasilien gereist!
Später meinte er: " I don't believe that you travelled six month all alone. You seem to be such a happy person!" Hm, Alleinreisen und Glücklichsein schliesst einander doch nicht aus, oder???
Der Businessmann verabschiedete sich in Santiago mit einer Umarmung.... und drückte mir seine Visitenkarte in die Hand. Falls ich das wunderschöne Chile besuche, müsse ich mich unbedingt bei ihm melden... aha........!
Das war ja wirklich unglaublich! Ich überlegte mir, ob ich ein Visitenkartenleporello herstellen sollte oder ob auf meiner Stirn stand "Sammle Visitenkarten". Keine Ahnung, weshalb mir an diesem Tag die Dinger nur so nachgeschmissen wurden.
Um Mitternacht kam ich dann in Lima an. In Peru sind die Flughäfen anscheinend länger geöffnet, als in Brasilien...
Ich hiefte meinen 26.8kg schweren Rucksack vom Band und begab mich zum Ausgang. Zum Glück wurde ich von einem Fahrer erwartet. Er brachte mich im 15 plätzigen Minibus zum Hotel. Ich fand dies ein wenig übertrieben, soviel Gepäck hatte ich ja nun auch wieder nicht.
Durch die Zeitverschiebung war ich wiedermal fast 24h auf den Beinen. Müde wollte ich im Hotel meinen von mir mit Schnüren zugeknüpften Rucksack öffnen. Leider merkte ich erst jetzt, dass die Schere ja im Rucksack drinnen war... kurzentschlossen griff ich zum Zimmerschlüssel und raspelte die Schnüre auf.
Ich war ja schliesslich mal in der Pfadi :-)...

Noch bei Marcia in Sao Paulo. Meine sieben(tausend) Sachen ausgebreitet.
TAG 1 Lima –Huacachina Oase, Ica



In Lima verbrachte ich dann erst mal einen Tag in den Geschäften. Aber nicht, weil ich zwingend was kaufen konnte, sondern weil in allen noch so kleinen Shops Salsa oder Merengue lief! Ich hatte nun fast sechs Monate keine solche Musik mehr gehört und stand einfach dort, um Musik zu hören ...
Es war schon ein rechter Unterschied zu Brasilien, nun in Peru unterwegs zu sein. Die Leute sind viel kleiner und vor allem viel viel zurückhaltender, als in Brasilien. Das Spanisch verstehe ich zu meinem eigenen Erstaunen sehr gut! Aber sprechen kann ich natürlich nix. Teile meines portugiesischen Wortschatzes lassen sich in Addition von Händen und Füssen anwenden.
Am folgenden Tag startete dann die geführte Tour. Ich sass früh beim Frühstück und war gespannt, welche Leute mit mir die Tour gebucht hatten. Als erstes kam Susanne aus Salzburg frisch fröhlich auf mich zu und sprach mich gleich mit Namen an! Sie fragte mich dann, ob sie sich bei mir dazusetzen dürfe.
Später stiegen wir in den Tourbus ein und ich musste mit Schrecken feststellen, dass ich mit etwa 20 Jahren Abstand die Jüngste war! Oh je, solche Reisegruppen hatte ich ja zu Genüge auf der Farm kennen gelernt und es war mein absoluter Horror. Schon zu Beginn bestätigte sich meine Befürchtungen. Da wurde auf subtile Weise Wissen verglichen und jeder wusste noch ein wenig mehr als der andere und fragte, obschon man die Antwort schon wusste. Es war ein wirklicher Kulturschock nach Brasilien. Welcome back to Europe! Man wird am Wissen und nicht mehr an „menschlichen“ Massstäben gemessen...
Susanne musste mir mein Entsetzen angemerkt haben, denn sie fragte: „Und, wie ist es wieder unter lauter Deutschen? Gewöhnungsbedürftig, oder?“
Mit ihr wurde es dann echt lustig! Wir witzelten über bewohnte Panzer vor dem Regierungsgebäude usw. Ich war echt froh, dass sie in der Gruppe war!
Am ersten Tag besuchten wir alte Inkatempel und ein Museum. Der Guide des Museums sprach genau von den Sachen, die ich im Vorfeld gelesen habe. Von unglaublicher Energie, welche hier vorhanden sein sollte. Und dass es eben noch andere Realitäten gebe, als die rationell wahrnehmbare. Dass der Verstand begrenzt sei, nicht aber die Energie und dass wir alle nach Peru gekommen seien, um zu lernen.
Einige der gescheiten Herrschaften machten sich natürlich über diese Aussagen lustig und spöttelten froh drauflos.

Eines von vielen Casinos in Lima

Limabeach; das Meer ist jedoch eisig kalt.

Das Kaffe Schweiz




Dieser Panzer ist ja bewohnt!

Eine Kirche in Lima

Kirchenputzen

Blaue Häuser in Downtown

Wiedermal ne lustige Tafel

Dieses Schild war doch der Hammer!! Ich konnte mich fast nicht erholen vor Lachen!

Im Museum in Lima

Die Medizinmänner haben die Patienten mit geschlossenen Augen und Handauflegen geheilt. Es ging alles über die Energie der Beteiligten.

Maus

Theaterutensilien werden im Park des Museums gestapelt...

Ich in Lima
WEITERFAHRT
Wir fuhren weiter zu den Ruinen von Pachacamac, um dort die Tempel zu besichtigen. Der Guide teilte uns mit, dass die Führung in 10 min beginnen würde. Eine Dame rief ganz entsetzt:“ Was, die Führung dauert nur 10 Minuten?“
Nach den Ruinen tuckerten wir einige Stunden weiter bis zu unserem Endziel, einer kleinen Oase. Dort kamen wir leider schon im Dunkeln an, so dass ich erst am nächsten Tag sah wo wir waren. Ich logierte dann in einem anderen Hotel als die restlichen Herrschaften. Ich habe eben die Backpacker- und die anderen die Fünfsternevariante gebucht.
Später wollte ich Salsatanzen gehen. Die Dame im Hotel fragte mich, ob ich denn mit Freunden tanzen gehe. Ich antwortete, dass ich heute alleine gehen werde. Sie sah mich verängstigt an. "Aber da können sie nur zu zweit hingehen! Falls ihnen jemand etwas ins Getränk schüttet, wissen sie. Dann kann die zweite Person aufpassen." Ach so.... sie brachte mich dann mit einigen Überredungskünsten von meinem Vorhaben ab.
Die andreren fanden das sehr lustig, dass ich aus Angst vor bösen Drogen nicht tanzen war. Na ja, eigentlich war ich auch eher müde von der Besichtigung all der alten Steine. Aber ich geh schon noch tanzen, mit Sicherheit :-))

Unterwegs zu den Ruinen



Eine Siedlung in der Nähe der Tempelanlage
Aussicht von den Tempeln ins Tal


Sonnentempel

Im Sonnentempel mit Blick aufs Meer. Hier haben sie Tiere, Babies, Frauen und Nahrung den Göttern geopfert...

Blick von unten zur Tempelanlage

Herr Füdlibürger mit dem Merc in den Pyramiden. Weil hier alles so unglaublich günstig ist, kann auch der europäische Normalverbraucher einen Mercedes mieten und sich damit aufführen, wie er will...

Unterwegs zur Oase

Armut, soweit das Auge reicht!

Mit diesen seltsamen Fahrzeugen düsen die Peruaner durch die Gassen.


Müll wird an den eigenartigsten Orten gelagert...

Autopanne mitten im Fluss

Sehr komischer Hund. Ich will nicht wissen, wer da mit wem gekreuzt wurde!
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SAO PAULO








Einer von vielen Parks mitten in der Stadt


Der Kuenstler und seine Texte


Schuhputz :-)

Eine Metzgerei, welche ihre Produkte lebendig in Uebergroesse vorfuehrt



Ich kam sehr früh in Sao Paulo an. Das ist gut, denn wenn man vor 6 Uhr eine Metro erwischt, hat man vielleicht sogar einen Sitzplatz. Die Leute stehen leider nicht auf für ältere Leute, schwangere Frauen, oder Touristen mit viel zu schweren Rucksäcken.
Marcia wohnt in einem sehr gepflegten und sauberen Quartier fast im Zentrum von Sao Paulo im 15.Stock eines Hochhauses. Den ersten Tag verschlief ich und genoss es, mal die Wäsche nicht von Hand waschen zu müssen.
Tag fuer Tag wagte ich mich jedoch dann weiter in die Stadt hinein. Auf mich machte Sao Paulo ganz wider Erwarten einen sehr sauberen Eindruck. Die Metrostationen, die Strassen, alles schoen geputzt und gefegt. Auch ist Sao Paulo sehr gruen. Ueberall Baeume an den Strassen und oft trifft man ganz unverhofft auf einen Park.
Was mich jedoch sehr schockiert, sind die vielen obdachlosen Menschen, die einfach so auf der Strasse herumliegen. Keiner weiss, ob sie noch leben und niemand scheint sich zu kuemmern!
Hier nun ein kleiner Rundgang in Downtown Sao Paulo...



Kathedrale Se

Aus der Kirche rausfotografiert







Origineller Parkplatz
SALSA
Denis lernte ich vor zwei Monaten in Floripa kennen. Er ist urspruenglich aus Sao Paulo und wohnt seit kurzem wieder hier. Nach meiner Ankunft unternahm er alles, um mich hier mit der Salsaszene bekannt zu machen. Ich habe nun sechs Monate nicht mehr Salsa getanzt!!! So gingen wir zu dritt in einen Salsaclub, obschon die Herren nicht tanzen konnten. Das fand ich mega suess von den beiden! Na ja, der DJ hatte dann nach ein paar Liedern Erbarmen mit der Mehrheit der nicht tanzenden Menge im Salsaschuppen und liess normale Discomusik vom Band. So war allen gedient und wir tanzten bis in alle Nacht.

Denis und sein Kollege


Wir drei Supertaenzer nach dem Ausgang
SAMBA
Mit Marcia und ihren Freunden ging ich am Weekend Samba tanzen. Die Party begann schon um fuenf Uhr nachmittags. So standen wir erstmal zwei geschlagene Stunden in der Warteschlange, um in den Club reinzukommen! Da wir jedoch zu acht waren, hatten wir unser eigenes Fest beim Warten und lernten schonmal ein paar Sambaschritte.
Die Sambaparty war dann wirklich sehr sehr speziell. Oder ich bin einfach zu europaeisch...
Ich tanzte dann auch, obschohn ich keine Ahnung von Samba habe. Aber anscheinend laesst sich Salsa auch gut auf andere Tanzarten anwenden :-). So wurde ich dann sogar durch die Luft gewirbelt von einem Typen, der wohl dachte, dass dies nicht mein erstes Mal Sambatanzen sei!
Na ja, das Verhalten der maennlichen Wesen in diesem Lokal war sowieso etwas gewoehnungsbeduerftig... Aber die Party war extrem lustig und wir tanzten und sangen bis fast zum Umfallen.

Schild des Sambaclubs

Marcia und ihre Freundinnen beim Warten vor dem Eingang

Endlich drinnen angekommen!

ups, dieses Gruppenbild ist ein wenig verwackelt!

Rafa und Marcia mit ihrem geliebten Skol

Marcia und ich

Der Sambaclub mit der Lifeband

Marcia zu Hause am Mailschecken
ZOOBESUCH





Einen Tag verbrachte ich im Zoo von Sao Paulo. Grundsaetzlich weigere ich mich ja, arme, verhaltensgestoerte Tiere in engen Kaefigen anschauen zu gehen. Vom Zoo in Sao Paulo habe ich jedoch viel Gutes gehoert. Na ja, die Gruenflaechen sind schon enorm! Aber dennoch fand ich, dass viele Tiere zu wenig Auslauf hatten. Viele der Tiere im Zoo habe ich im Pantanal in freier Wildbahn gesehen. Es ist schon seltsam, sie nun hinter Gittern betrachten zu muessen! Aber ich lernte meine Pantanalerlebnisse gleich doppelt schaetzen!
Ich genoss deshalb mehr die Natur mitten in der Stadt und versuchte vor wilden Schulklassen zu fliehen, welche den Zoo bevoelkerten.

Eine Horde Vorschulkinder

...und noch mehr davon!

Polizeiauto mit Rotlicht mitten im Zoo!!! Die Herren haben sicher einen sehr strengen Job bei all den kriminellen Zebras und wuergenden Schlangen...

Auch die Tierwelt recyclet schoen brav. Jedes Tier hat sein Spezialgebiet.

Wie bei den Menschen am Strand. Alles liegt wild durcheinander.

Pingu

Mein absoluter Lieblingsvolel ist der Tukan. Das Schoenste, was ich hier gesehen habe, war der Flug von zwei Tukans im Abendlicht im Pantanal. Wahnsinn, echt!


Papagei

Nachdem er sich gestaerkt hatte, versuchte er doch tataechlich durch das Gitter auszubrechen!

Die Aras sind in freier Wildbahn auch schoener...

Das Tierchen aus Iceage hatte sich ebenfalls in den Zoo verirrt!


Das Grosse und die Kleinen... diese Tiere koennen bis zu 2 Tonnen schwer werden!

Muedes Tigerli

Ebenfalls muedes weisses Buesi

Herr Koenig am Suennelen
S C H I L D E R

Hm,was hat dieser Herr wohl erfunden?

Rollstuhlfahrer werden auf Unebenheiten in der Strasse aufmerksam gemacht...

auf was dieses Schild hinweisen soll habe ich leider nicht rausgefunden...

HUNDEHALTUNG IN SAO PAULO





ABSCHIED VON BRASILIEN


Havaianas...
Ein halbes Jahr spaeter und viele Erfahrungen reicher, velasse ich nun also Brasilien morgen. Das Land der Flipflops und geschmacklosen Tattoos, der fröhlichen Menschen mit ihrer schönen Sprache, der langen Strände und unterschiedlichen Städte... Dieses Land ist mir doch sehr ans Herz gewachsen. Ich habe enorm viel erlebt in dieser Zeit. Was mich jedoch am meisten rührte, war die uneingeschränkte Freundlichkeit der Menschen, welche ich traf. Ich wurde überall mit mehr als offenen Armen willkommen geheissen. Das war für mich eine geniale Erfahrung. Ich habe viele viele neue Freunde gewonnen und hoffe bald wieder zurückkehren zu können.



Endstation Sao Paulo remains copyright of the author puzzli2, a member of the travel community Travellerspoint.
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Der Flug
Ich flog nach einer Abschiedsnacht in Salvador mit Franziska und Olivia aus Dänemark am folgenden Morgen in Richtung Sao Paulo. In Sao Paulo angekommen wartete ich mal vier Stunden auf den Weiterflug nach Curitiba. Wir wurden dann jedoch immer wieder um eine Stunde vertröstet und ich bekam langsam Blasen am Hintern vom Sitzen. Nach neun Stunden Verspätung konnten wir um elf Uhr nachts endlich ins Flugzeug steigen. Schön fasteten wir den Seatbelt und rollten zum Startfeld, als die Stimme des Piloten aus den Lautsprechern klang. Der Flughafen schliesse, wir müssen die Nacht in Sao Paulo bleiben.....
Das Flugzeug drehte auf der Startpiste und wir rollten unverrichteter Dinge wieder zum Gebäude zurück. Alles aussteigen und Gepäck fassen. Danach begann das Warten. Mittlerweile war Mitternacht vorbei und weitere fünf vollbesetzte Flugzeuge entliessen die Passagiere wieder in die Wartehalle.
So stand ich dann etwa eine Stunde im Chaos, um ein Hotel und einen Flug für den nächsten Tag zu ergattern. Ich rechnete mal mit zwei Stunden Schlaf, da mein Flug schon am Morgen um Sieben war. Tja, sogleich tauchte ein weiteres Problem auf. Die Billigairline hatte für alle Passagiere des Flugzeugs lediglich 12 Taxis bestellt, welche uns zu den Hotels bringen sollten! Nochmals warten. Mittlerweile begann es netterweise auch noch zu regnen! Um drei kam ich dann endlich im Fünfsternhotel an. Wir asssen noch unser Nachtessen und ich verkroch mich dann für ein wenig Schlaf ins Superbett.
Ich glaube, die Nacht im Hotel war für die Fluggesellschaft etwa doppelt so teuer, wie mein ganzer Flug von Salvador nach Curitiba!

Mein Hotelzimmer im Fuenfsternhotel

Leider konnte ich dieses unglaubliche Fruehstuecksbuffet aus Zeitmangel nicht geniessen...

Da haben doch die Brasilianer bei uns Waegeli geklaut und nach Sao Paulo geschmuggelt!!!

Im Flughafenresti wird sogar Metall gesammelt in einem extra Eimer. Also falls jemand mal ne Stossstange oder sowas entsorgen will kann man dies im Flughafen problemlos erledigen.
CURITIBA



Curitiba ist eine ca 2 Millionen Stadt 400km suedlich von Sao Paulo. Die Stadt macht auf mich einen sehr sehr europaeischen Eindruck. Total untypisch fuer das Brasilien, welches wir uns allgemein vorstellen. Es ist alles sehr sehr sauber, aufgeraeumt und man fuehlt sich sehr sicher in Curitiba. Ich hab mich von der ersten Sekunde an wie zu Hause gefuehlt in dieser Stadt.
Leider ist es jedoch in Curitiba wieder sehr kalt. Temperaturen um die 14 Grad. Ein richtiger Kaelteschock nach dem schoen warmen Salvador!!!
Luizinho, welcher vier Stunden am Vortag auf mich gewartet hatte am Flughafen, holte mich dann netterweise am nächsten Morgen ab. Ich war ihm unendlich dankbar, da ich total übermüdet war und zu allem Überfluss mein Gepäck total nass war. Es muss einige Weile beim Einladen ins Flugzeug im Regen gestanden haben!!!
Ich blieb eine Woche bei Luizinho, welcher alles für mich machte! Er nahm mich mit zu seinen crazy Verwandten. Es war super lustig und wir lachten uns kaputt, als sein Schwager Englisch zu sprechen versuchte. Er übersetzte einfach alles frei vom Portugiesischen. So meinte er, zu mir: „ Play the garbage outside“....
Ich wurde dann zum Geburtstagsessen für den Onkel in einem Penthouse eingeladen, wo die gesamte Sippe von Luiz’ Familie vereint war. Es war toll und alle waren sehr interessiert an der Schweiz und meiner Reise.
Am Samstag nahm mich Luizinho -welcher DJ und anscheinend eine ziemlich bekannte Person in Curitiba ist-, mit an eine Nobelparty. Der Eintritt alleine kostete 250 Reals! Zum Glück stand mein Name auf der Gästeliste.
So feierten wir die ganze Nacht durch. Luizinho war erst am anderen Morgen um acht als die Pary fertig war, zum Gehen zu bewegen! Ich war so was von müde!!!!
Ich schlief dann ne kurze Runde, um am Nachmittag einen Fussballmatch zu besuchen. Der Onkel von Luiz war der Präsident des Clubs und lud uns zum Spiel ein. Curitiba spielte gegen Recife und gewann hochaus. Es war echt lustig und auch noch irgendwie spannend, obwohl ich keine Ahnung vom Fussball habe.

Downtown Curitiba



Park Downtown

Sogar die Strassen werden gefilmt!!!

Unterhaltung der wartenden Automobilisten am Rotlicht.

Bei Luizinho zu Hause

Kurzbesuch in Rafaels Wohnung mitten in der Stadt

Luizinho (l) und Rafael (r)

An der Nobelparty. Wir feierten die ganze Nacht durch!

Am Fussballmatch

In Brasilien sind Feuerwerkskoerper an den Spielen erlaubt!!!

Luizinho

Beatriz und ihr superlustiger Vater Silvio. Silvio ist Luiz' Onkel und derjenige, welcher so lustig Englisch sprach. Er hatte uebrigens die ganzen 90Min des Spiels die Finger so verschraenkt, um seiner Mannschaft Glueck zu bringen. Natuerlich gewann Curitiba und ich wurde als Gluecksbringerin auserkoren :-)

Bea und ich
MUSEUM OSCAR NIEMEYER


Das Museum von aussen


Das Gebaeude bei Nacht
Ich verbrachte einige Zeit im Museum Niemeyer in Curitiba, wo sie Werke von Francis Bacon, Lucian Freud usw. zeigten. Vor allem aber genoss ich das Fotografieren dort.
AUSSENRAUM






INNENRAUM





Museumsmodell






SCHWEIZERSCHULE CURITIBA

Der eigentliche Grund, weshalb ich nach Curitiba flog, war der Besuch an der Schweizer Schule dort. Diese Schule hat einen enorm guten Ruf und ist eine von zwei Scheizerschulen in Brasilien.
Ich verbrachte gleich zwei Tage dort, weil es mir so gut gefiel. Ich besuchte verschiedene Lektionen und da ein Lehrer ausfiel, übernahm ich kurzerhand eine Deutschstunde! Es war super!!!
An dieser Schule unterrichten vier Lehrpersonen aus der Schweiz und die restlichen Lehrkräfte sind Brasilianer. Ich verstand mich auf Anhieb sehr gut mit Dominique, welche seit Januar an der Schule unterrichtet. Wir plauderten viel über unsere Erfahrungen in Brasilien und gingen zusammen Joggen. Es war echt etwas unheimlich, aber wir hatten beide das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen!


Eine Werkstunde an der Schule

Die suessen Drittklaessler

Die geschenkte Sporthalle
An meinem letzten Abend in Curitiba gingen wir gemeinsam Essen. Es war für mich ein trauriger Abschied, da ich sehr gerne länger in Curitiba geblieben wäre. Aber ich weiss, dass ich nicht das letzte Mal dort war...
Spät in der Nacht brachte Dominique mich an die Rodoviaria, wo ich meinen letzten Bustrip in Brasilien in Angriff nahm. Sechs Stunden später (um fuenf morgens) erreichte ich durchgeschüttelt und müde die Busstatiion von Sao Paulo.

Dominique und ich beim Italiener

Dominique
Ich werde nun eine Woche in Sao Paulo bei Marcia bleiben, welche ich in Morro kennengelernt habe und auch Denis aus Florianopolis nochmals treffen.
Am nächsten Donnerstag heisst es dann nach einem halben Jahr Brasilen verlassen.... ich werde von hier (Sao Paulo) nach Lima fliegen. Tja und in vier Wochen bin ich dann schon wieder in der Schweiz anzutreffen...
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Da ich seit fast drei Monaten kein Deutsch mehr gesprochen habe, faellt es mir echt schwer, diesen Text nun zu schreiben! Aber im Moment ist alles in Englisch oder Portugiesisch gespeichert in meinem Kopf....
Die letzte Woche war wohl meine verrueckteste Woche seit ich in Brasilien bin! Ich unternahm ganz spontan eine Reise nach Chapada Diamantina mit Leuten, welche ich auf Morro kennenlernte. Eines Abends beschlossen wir bei ein paar Caipis am Strand, dass wir am naechsten Tag abhauen nach Chapada, um dort eine Hoehlenwanderung zu machen.
Es war eine bunt zusammengewuerfelte Gruppe aus vier Hollaendern, zwei Daeninnen und mir. Ich war die Grossmutter der Gruppe, da alle anderen erst 22 Jahre alt sind. Aber egal... wir hatten enorm viel Spass!
So organisierten wir zu siebt einen Trip zurueck nach Salvador. Dort warteten wir ein paar Stunden auf den Nachtbus, welcher uns innerhalb von 7h nach Lencois bringen sollte.
Wir waren total uebermuedet, da wir die letzte Nacht in Morro in einer etwas seltsamen Disco gefeiert hatten. So waren wir fast zwei Naechte ohne Schlaf unterwegs und bei der Ankunft in Lencois ein wenig cranky.
Am naechsten Tag gings dann los mit zwei Guides und einem moeglichst leichten Rucksack. Wir planten einen dreitaegigen Trip mit Hoehlenuebernachtungen und Baerenjagen...
Die Wanderung war ENORM anstrengend! Ich glaube, dass wir alle an unsere Grenzen stiessen. Jeder hatte zu kaempfen mit sich selbst. An vielen Stellen mussten wir mit dem ganzen Kram ueber Felsen klettern, ueber Fluesse huepfen und steile Abhaenge bewaeltigen. Es war echt nicht lustig zwischendurch!
Zum Glueck war die Gruppe einfach perfekt! Wir witzelten die ganze Zeit und verteilten Monkey-points fuer besonders gefaehrliche Aktionen und Pussy-points fuer Weichei-Taten...
Die Naechte verbrachten wir in Hoehlen schlafend und in einem Gruppengeflecht unter dem Sternenhimmel liegend und lustige Geschichten erzaehlend. Die letzte Nacht quetschten wir uns dann zu siebt in zwei Zweierzelte. Wir lachten uns erstmal eine halbe Stunde krumm, weil die langen Herren nicht wussten, wie sie schlafen sollten. Es war echt zum todlachen!!!
Wir alle waren wohl noch nie so stinkig und verschwitzt waehrend mehreren Tagen wie auf dieser Tour!
Die beiden Guides erwiesen sich als wahre Waldbewohner. Sie kletterten auf Baeume, hechteten von Klippen, machten aus Nix Mahlzeiten fuer uns und waren einfach suuuuper in Allem!
Es war eine geniale Reise und wir heulten alle, als wir uns heute Morgen im Bus nach Salvador voneinander verabschieden mussten. Die vier hollaendischen Medizinstudenten fuhren weiter nach Norden, waehrend wir Girls wieder nach Salvador gingen.
Aber wir planten eine Cave-reunion entweder in Amsterdam oder Kopenhagen....

Me and my house. Ich mit ALL meinem Gepaeck vor der Abreise auf Morro.

Wir warten geduldig, bis alle Herren bereit waren, Morro zu verlassen.

Nach zwei fast durchgemachten Naechten in der Pousada in Lencois.
LENCOIS







Ihr koennt euch ja vorstellen, dass ich einige Zeit mit dieser Katze verbracht habe /-)
Ich kam mit dieser alten Frau, welche Tauben fuetterte ins Gespraech. Sie bat mich dann in ihre kleine Wohnung und wir plauderten etwa eine Stunde. Sie erzaehlte mir, dass sie nur noch in der Wohnung sei und diese nie verlasse. Sie fuettere ein wenig die Tauben und sei froh, wenn jemand fuer sie einkaufen gehe. Eigentlich habe sie kein Geld, aber sie bete jeden Abend und Deus gebe ihr jeden Tag aufs Neue zu Essen.
Sie bat mich immer wieder, laenger zu bleiben, da sie wohl sehr sehr einsam war. Sie habe keine Familie und lebe nur mit ihrem Papagei und dem anderen komischen Vogel. Ich genoss diesen Nachmittag sehr, musste mich jedoch dann beim Eindunkeln von ihr verabschieden.


Maria, ihr Papagei und der andre Vogel in ihrer Wohnung
WANDERUNG

Am Morgen genossen wir noch das Fruehstueck in der Pousada

Die ganze Gruppe vor dem Start. V.l. Franziska, ich, Olivia, Flor (unser Guide), Victor, Jasper, Clinton und Chris (oder Mitch hahaha)

Der erste Stopp in einer Waldbar


Die Girls der Gruppe mit Clinton

Das erste Gruppenfoto... wir sind noch in schwungvoller Stimmung...

Unser Guide Flor mit einem riesigen Heuguemper, welcher er einfach vom Baum pflueckte...

Landschaft

Dschungel

Wanderung durch den Dschungel

Erster Mittagsrast

Flor beim Zubereiten des Mittagessens. Er hat einfach alles dabei!

Wandern...

Da konnte ich noch lachen!

Der erste wundervolle Wasserfall mit eiskaltem Wasser.

Wir waren richtige brave cavers und schwammen durchs Eiswasser zum Wasserfall.

Die baerenstarke Gruppe nach dem Bad. Nur Jasper fror...

Gefaehrlicher Abstieg zum ersten Nachtlager.

Unser bequemes Gruppengeflecht. Wir verharrten einige Stunden so und hatten es superlustig.

So schliefen wir in der Hoehle. Obwohl wir nahe zusammen schliefen, war es sehr kalt!

Flors geniales Fruehstueck!

Flor meinte, dass wir dieses Wasser trinken koennen. Es sei sehr sehr sauber... na ja, wie dieses Bild beweist, war dem nicht so!

Und weiter gings am naechsten Tag durch den Urwald. Hier Clinton in Action.

Nach der Wanderung wird Olivia von Jasper und Co ins Wasser geschmissen. Ich ging freiwillig baden...

Essen wird direkt vom Feuer serviert.

In Urwaldgerechter Kleidung putzen Olivia und Franziska die Zaehne.

Die vier Herren der Gruppe. Medizinstudenten aus Amsterdam. Hinten: Jasper und Clinton, vorn: Chris und Victor.

Die ganze Gruppe am zweiten Morgen. Nicht mehr so frisch nach einer Nacht in klaustrophobisch engen Zelten.

Chris spielt den Hardrockclimber

As bad as it gets! Ich bin echt am Ende meiner Kraefte!!!

Wir hatten einige verschiedene Taenze auf dieser Wanderung. Hier der Flash-dance der Jungs.

Wunderschoene Landschaft!

Flor at the edge of the cliff

Die mutigen Jungs ...

Victor, Clinton und Jasper sind in jeder Situation witzig...

Die ganze Gruppe auf dem Felsvorsprung ueber dem Abgrund

Hiner uns geht`s 420 Meter in die Tiefe!!!



Und so koennten die Fuesse nach diesem Trip aussehen... (es waren nicht meine!)

Beschreibung der Wanderungen

Ein wildes Nachwanderungsfoto im Jeep auf der Heimfahrt....

... bevor wir in tiefen Schlaf sanken....

Der letzte Abend nach den Anstrengungen genossen wir bei ein paar Caipis. Es war sehr traurig, diese geniale Gruppe zu verlassen. Aber ich glaube, Reisen hat sehr sehr viel mit Abschiednehmen zu tun.
Crazy hike --- Chapada Diamantina remains copyright of the author puzzli2, a member of the travel community Travellerspoint.
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Boipeba eine Insel, auf welcher Traeume entstehen. Ein weiteres Paradies.




Ich unternahm einen eintaegigen Boottrip auf diese wundervolle Insel. Wir besuchten an diesem Tag auch noch eine weitere der 52 Inseln in dieser riesigen Meeresbucht. Wie schon gesagt, kann ich die Schoenheit der Natur hier nur schlecht in Bildern einfangen. Es ist einfach unbeschreiblich!




Die Tour begann fruehmorgens und fuehrte uns zuerst zu natuerlichen Schwimmbecken, in welchen wir schnorcheln konnten. Leider war das Wasser etwas trueb, aber dafuer herrlich warm. Nach einiger Zeit fuhren wir weiter zur Insel Boipeba, auf welcher wir dann von einem witzigen Guide mit Wintermuetze durch den Dschungel gefuehrt wurden. Er sprach leider mit einem ausgepraegten Bahia-Akzent, so dass ich nicht sehr viel von seinen Erklaerungen mitbekam.
Nach dieser Wanderung konnten wir uns in einem Strandrestaurant entspannen, bevor noch eine Austerndegustation und den Besuch des alten Staedtchens Cairu auf uns wartete. Im wunderschoenen Sonnenuntergang fuhren wir schliesslich gegen Abend schlotternd nach Morro zurueck. Es war ein sehr eindruecklicher Tag!


Schifflis




Velotransport

Fischerboot
Gruppentour auf Boipeba

Wir verliessen das Schnellboot, indem wir durchs huefttiefe Wasser wateten

Die Tourigruppe mit dem winterlich bemuetzten Guide


Im Dschungel erklaert uns der Guide viel ueber die Pflanzenwelt

Waldhuettli zu vermieten

Mittagspause im Strandresti


Ich im Gegenlicht in der Haema...

Madame Boesch am Strand

Ein Einheimischer am Strand
Austerndegustation im Flussrestaurant


Das Resti im Fluss

Die Austernfangnetze werden an Land gelagert

Die Austern werden mit einem speziellen Messer geoeffnet

brasilianische Petsammlung

Tuerschmuck aus Austernschalen
Insel und Altstadt von Cairu

Ankunft in Cairu




Das Schild besagt, dass Velofahren verboten sei


Fruechte und Gemuese, wie man sie hier in den Laeden findet
Hundelis


Fischlis

Delfine im Meer


Rueckkehr
...ein wuenderschoener Tag geht zu Ende....


Ankunft in Morro de Sao Paulo

Weiterreise
Mir verbleiben nun noch zwei Tage auf dieser Insel. Am Freitag werde ich nach Salvador zurueckkehren und bis naechstem Donnerstag dort bleiben. Dann fliege ich am 7. August nach Curitiba, wo ein Besuch der Schweizerschule und ein Weekend an der Beach auf mich warten....

Zum Schluss sende ich euch viele Meeresbrisen und Sonnenstrahlen nach Europa
...ach uebrigens habe ich heute beim Zaehneputzen mal meine Sonnecremedose studiert. Darauf steht in Grossbuchstaben geschrieben "Urlaubsgroesse".... :-) Ich frage mich nur, woher Nivea weiss, welche Groesse von Flasche ich fuer meinen Urlaub gebrauche :-)))))
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Im Moment befinde ich mich im Paradies auf Erden! Es ist echt ein unglaublicher Ort und kaum zu beschreiben, oder in Fotos einzufangen! Ich moechte mich hier bei Rafael (meinem EX- Arbeitskollegen aus dem Holbein :-)) ) bedanken fuer den Tipp, diese Insel zu besuchen.
Ich kaufte mir in Salvador ein Ticket für das Schnellboot nach Morro de Sao Paulo. Leider hatte es zu viel Wind, so dass aus dem Schnelltrip ein Endlostrip von über drei Stunden wurde. Wir mussten zuerst das Boot nehmen, dann einen Bus und dann nochmals ein Boot. Natürlich war es bei der Ankunft auf Morro schon dunkel, so dass ich mich auf die knappe Beschreibung zur Jugi verlassen musste. Ich habe den Besitzer der Jugi hier in Foz Iguacu kennen gelernt und ihm versprochen, dass ich ihn besuchen werde.
In der Jugi ging dann gleich am selben Abend noch die Post ab. Es war eine ganze Horde Alleinreisender dort und wir beschlossen gleich zu fünfzehnt die Nacht zum Tag werden zu lassen. Da es sehr wenig Touristen hat im Moment schauten die Leute uns schon etwas schräg an. Wir machten zuerst die genialen Caipistände am zweiten Strand unsicher und gingen anschliessend in die Openairdisco im Dschungel. Die Parties hier beginnen nie vor Mitternacht, weshalb es eigentlich unsinnig ist, ein Hotelzimmer zu haben.
Am Nächsten Tag verbrachten wir dann viel Zeit am Strand. Morro de Sao Paulo besteht nur aus Stränden, Natur und Sandstrassen. Es hat keine Autos hier und auch keine grossen Hotels. Die Strände sind durchnumeriert, was alles etwas vereinfacht.
Es ist einfach total friedlich hier. Keine Kriminalität, nur gutgelaunte Leute, schöne Musik, gemütliche Atmosphäre, Caipis aus frischen Fruechten.... das Paradies auf Erden. (Hafaeu, du hast recht gehabt, echt!!!)
Die ersten Tage verbrachte ich viel Zeit mit dieser zusammengewürfelten Gruppe von Leuten aus aller Welt und Brasilien. Wir unternahmen auch zweistündige Wanderungen durch den Dschungel in den Flip Flops und Badesachen!!! Das war vielleicht ein Gaudi!
Doch Tag für Tag wurde die Gruppe kleiner, bis ich alleine übrig blieb. Doch hier ist man nie wirklich alleine und so machte ich schon bald Bekanntschaft mit Marcia aus Sao Paulo. Mit ihr ging ich viel joggen, hängte am Strand, oder machte die Caipistände unsicher, wo wir auch mit einer Besitzerin viel plauderten. Ich glaube nach meinem Aufenthalt auf der Insel hab ich mindestens eine Caipirinhavergiftung!
Ich geniesse die Zeit hier enorm! Habe mir vorgenommen so lange als möglich zu bleiben. Was will ich noch mehr? Hier habe ich alles, was ich brauche, kann jeden Tag 8km am Strand entlangjoggen, schlafe beim Meeresrauschen ein, es gibt viele nette Menschen und ich habe Zeit zum Lesen, Meditieren und die Seele baumeln zu lassen.
Da die Insel sehr klein ist und es wenig Touristen hat, lernte ich sehr viele Einheimische kennen. Die Leute hier sind so friedlich und nett. Sie erzaehlen mir viel ueber die Insel und das Leben hier. So sind viele von ihnen nie weiter als Salvador gereist. Aber die Ferien kommen ja zu ihnen ins Paradies, da muessen sie nicht verreisen :-). Aber das Leben hier sei eben schon sehr speziell. Jeden Tag Party, neue Leute, es gebe keinen Tagesablauf.
Ich bin sehr froh, dass weder die Einheimischen, noch die Leute welche ich sonst auf Morro getroffen habe, Englisch sprechen. So kann ich meine Portugiesischkenntnisse praktizieren und verfuege zum Glueck mittlerweile ueber ein Vokabular von drei Zeitformen :-). Damit laesst es sich also problemlos naechtelang diskutieren. Ich liebe diese Sprache und das Land und kann mir gar nicht vorstellen, dass ich in weniger als einem Monat Brasilien verlassen muss!!!!
Ein Erlebnis mit einem Einheimischen war doch sehr speziell. Ich traf Robinson am Strand, als er mir irgend eine Tour andrehen wollte. Nachdem wir eine Zeit geplaudert hatten und er mir sein halbes Leben erzaehlt hatte, verabredeten wir uns zum Joggen am naechsten Tag. Robinson ist erst 22 Jahre jung und schon verheiratet. Die Heirat sei eben auch die einzige Moeglichkeit von zu Hause auszuziehen, meinte er.
Wir joggten dann 8km bis zum Ende des total menschenleeren fuenften Strandes. Dort beobachteten wir zuerst Fische. Das ist wirklich interessant. Man muss jedoch eine lange Zeit bewegungslos verharren koennen, was gar nicht so einfach ist. Ich erfuhr viel ueber diese Tiere und bekam danach einen ornithologischen Crashkurs. Robinson scheint ueber alle Tiere Bescheid zu wissen! Und zum Schluss sammelten wir verschiedene noch bewohnte Muscheln. Die Tiere im Innern der Muschel arbeiten, indem sie ziemlich laute Klopfgeraeusche von sich geben. Wir legten dann verschiedene Muscheln nebeneinander und hatten somit ein richtiges Muschelklopfkonzert! Das war echt lustig!!!
Es ist schon eindruecklich, wie sehr die Leute mit der Natur leben und umgehen.
Viele Leute, welche ich unterwegs getroffen habe fallen beinahe in Ohnmacht vor Bewunderung, wenn ich ihnen sage, dass ich alleine mit meinem Rucksack als Haus monatelang durch Brasilien reise. Es ist enorm ungewohnt, dass eine Frau alleine reist... Die Leute koennen das kaum glauben. Ich erklaere ihnen dann, dass das also wirklich halb so wild sei. Ich vertraue in Gott und ins Gute im Menschen und weiss, dass mir nichts Schlechtes geschehen wird. So ist das Reisen doch total ungefaehrlich! Ganz anders sieht das natuerlich mit meinem Vertrauen in die Technik aus.... Ich hab jetzt schon Angst, wenn ich an den naechsten Flug denke!!!
Weiter fragen mich viele, weshalb ich reise. Was mir das bringe. Ich denke, ich reise um zu lernen. Ich moechte moeglichst viel ueber die Leute, ihre Denkweise und Ansichten und das Land erfahren. Und natuerlich moechte ich die Sprache lernen. Auch lerne ich hier sehr gut mit mir alleine zu sein. In der Schweiz kann man sich immer wunderbar von sich selbst ablenken :-) Auf Reisen ist das weniger moeglich und das tut mir sehr gut.

Die Boote aus Salvador kommen im Paradies an


der zweite Strand


in jeder Hinsicht ein Paradies... hahahaha

der Weg dem Meer entlang


Pferdevermietung fuer Strandtouren

Das Schiff bringt bei Flut Baumaterialien und Esswaren nach Morro

Bei Ebbe wird das Schiff mit Hilfe von Eseln mit Abfaellen usw. beladen

Imbisstafel am Strand


Eine Tourihorde auf dem Weg zu den Schnellbooten

Tja, beim Einsteigen wird man ein wenig nass :-)

Ein Boot mit sehr vertrauenserweckendem Rettungsboot...

Dieser Traktor ist beinahe das einzige motorisierte Fahrzeug auf der Insel. Er dient als Muellabfuhr usw.

Downtown Morro mit Jeff in Badhoeslis

Die Kirche von Morro

Der Friedhof im Wald

Tiroleza...ein waghalsiges Unterfangen, welches ich mir nicht antun werde.

Eine mutige Person in Action

Koenig ist, wer eine Schubkarre besitzt

So wird auf der Insel umgezogen

Dies gilt auch fuer Pflanzenlieferungen

Seiltanzen am Strand

"Hopp de Esel"

...und auch im Paradies regnets manchmal

Boot am Abend
HOTELS UND FREUNDE

Meine erste Unterkunft war die Jugi. Das Zimmer mit Fruehstueck im Garten fuer knapp 13 Franken!

Dieses Hotel lag leider nicht in meiner Preisklasse

Mein zweites Hotel, ein Geheimtipp, welcher ich vor meiner Ankunft erhalten habe :-)

Das Zimmer gibts dann fuer 25 Franken mit Fruehstueck...

...und da ich schon lange keine Waschmaschine mehr gesehen habe, musste eben die Luxusjacusee des Hotels zur Reinigung meiner Waesche herhalten. Der Motor, welcher Blasen ins Wasser zaubern sollte war jedoch nicht wirklich stark genug, um meine Kleider zu saeubern...


ich im Hotel

unterwegs auf der Insel mit einer ganzen Gruppe Alleinreisender. In unseren lustigen Badekostuemen gingen wir wandern. Es war ein Riesengaudi!!! (Leute aus Frankreich, Brasilien, USA, Argentinien und der Schweiz. Wir haben uns die ganze Zeit ueber schoen brav in Portugiesisch unterhalten.)

Jeff aus Rio, die beiden Jungs aus Frankreich, Andrew aus den USA auf dem Boot

Mit Marcia aus Sao Paulo verbrachte ich viele lustige Naechte und wir joggten auch oft gemeinsam die Straende ab bei Tag. Die Leute konnten oft nicht glauben, dass ich die Schweizerin und sie die Brasilianerin ist :-)
Ich werde Marcia Ende August vor meinem Abflug in Sao Paulo besuchen gehen.

So sehen die Caipistaende aus. Das sind alles frische Fruechte, welche im Handumdrehen zu Caipirinhas, Caipiroskas und Caipirissas verarbeitet werden.

Ide besitzt diesen Stand und witzelte oft lange mit uns. Sie bereitet gerade meinen Caipi zu.

Ide, ich, Marcia hinter dem Stand

Ein Abend geht zu Ende und die Fruechte werden weggeraeumt

Am Strand am Abend

Manche Besitzer zuenden auch ihre Restaurants an...

Der Heimweg vom Ausgang

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Ich habe ausgerechnet, dass ich nun 4970km und rund 91h im Bus gefahren bin seit Cuiaba! Aber ich liebe das Busfahren nunmal...
Nach erneuten 21 Stunden im Bus bin ich bei stroemendem Regen in Salvador angekommen. Salvador ist eine sehr arme Stadt und wenn man hier ankommt, faehrt man zuerst einmal eine halbe Stunde durch Armenviertel, die aussehen wie die Favelas in Rio. Das ist schon ein sehr bedrueckender Anblick!



Mit meinen beiden Rucksaecken, die zusammen etwa 35kg wiegen stuerzte ich mich ins Gewuehl und wurde uebereall schraeg angeschaut, oder auf mein Gepaeck angesprochen :-) Nachdem ich dann versucht hatte, meine Unterkunft per Bus zu erreichen und ich die Strasse vergebens zu Fuss suchte, leistete ich mir ein Mototaxi. Ich mit all meinem Gepaeck auf dem Motorrad haette das sicher eine superlustige Foto gegeben!

v.l Lourenço, ich, Andre
Ich blieb 3 Naechte bei Andre und Lourenco. Die beiden arbeiteten tagsueber und liessen es sich nicht nehmen, mir nachts die Altstadt von Salvador zu zeigen! Dort ist jede Nacht Pary und manachmal auch Lifebands. Wir genossen an einem Abend ein solches Konzert, sangen und tanzten im stroemenden Regen zur brasilianischen Musik. Es war sehr lustig!
Andre hat fast ein Jahr in der Schweiz gelebt und spricht sehr gut Deutsch. Es war interessant mit ihm ueber die Unterschiede der beiden Laender zu plaudern oder naechtelang lustige Infos zu googeln. Er erzaehlte mir viel ueber das schlechte Schulsystem hier. Die oeffentliche Schule sei eine Katastrophe. Teilweise fehlen monatelang die Lehrer usw. Die meisten Leute mit ein wenig Geld schicken die Kinder in Privatschulen. Das sei total normal. Aber auch dort sei es nicht viel besser. Korruption fliesse eben im brasilianischen Blut, meinte er :-) So koenne man sich Noten auch erkaufen oder einfach den Test so viele Male wiederholen, bis es klappt. Weiter sei es ueberhaupt nicht streng in der Schule und Hausaufgaben ein Fremdwort. Er habe also die Haelfte seiner Schulzeit verschlafen, oder sei erst auf die zweite Stunde zur Schule gegangen. Aber irgendwann haette er es dann selbst begriffen und aufholen muessen. Heute ist er Ingenieur und hat einen guten Job bei Ford.

Lourenço und Andre


Lourenço fuettert jeden Morgen Voegel indem er Bananen ans Fenster haengt. Er meint, dass die Voegel sehr waehlerisch seien. Einige Arten, wie zum Beispiel der Kolibri wuerden keine Bananen fressen. Diese Voegel fuettert er mit Papaya oder Reis... Er hat eine ganze Variation von Futter vor seinem Fenster :-)))



In Salvador haben mich vor allem die verschiedenen Capoeiragruppen fasziniert. Ich verbrachte einige Stunden mit Zuschauen und Mitwippen zur Musik. Es ist schon sehr eindruecklich mit welcher Energie und Lebensfreude die Leute diesen Sport betreiben. Capoeira ist eine Mischung aus Tanz und Kampf und wird von Leuten jeder Altersklasse betrieben. Im Staat Bahia ist Capoeira sehr verbreitet und man wird ueberall angesprochen, ob man nicht auch eine Klasse besuchen moechte. Aber meinen Knochen zuliebe lasse ich es beim Zuschauen.


Capoeirafestival in der Stadt


die Lifemusiker


die kleinsten Capoeiristen


ein Sport fuer jede Altersklasse...
Downtown Salvador

Aussicht ueber den Hafen

die schoene Altstadt







auf dem Heimweg im Bus
Auch in Salvador traf ich viele interessante Menschen und kuriose Dinge, welche ich gleich fotografieren musste :-)

Kokosnussverkauf auf der Strasse. Gewisse Leute haben wohl Angst, dass ihnen diese Nuesse auf den Kopf fallen und promenieren mit einem rosa Helm auf dem Kopf...

Strassenverkauf verschiedener Instrumente

mit dieser Frau unterhielt ich mich eine Weile. Ich haette sehr gerne eine ihrer Puppen gekauft, aber mein Gepaeck laesst keine solchen Extravaganzen zu, leider.

traditionelle Trachten

Fruechteverkauf auf der Strasse

leider sieht man hier oft Menschen auf der Strasse liegen. Das Elend ist schon erschreckend! Dieser Mann liegt vor einer Kirche in der prallen Sonne!

ein Geschenkbuesi

elektrische Installationen in der Wohnung....!!!

Uriellas Schleichwerbung in Brasilen. Dezent auf einer Streichholzschachtel platziert!
Nach diesen Tagen Salvador entschied ich mich dann, das Boot ins Paradies zu buchen. Auf nach Morro de Sao Paulo!
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Von Florianopolis fuhr ich drei Stündchen im Bmmelbus nach Blumenau. Das war eine Tortour, da der Bus wirklich an jedem Rank hielt!
Aber schliesslich kamen wir in Blumenau an, wo ich ein paar Stunden verweilte. Am Abend ging’s dann weiter nach Sao Paulo.
Die Stadt Blumenau wurde ursprünglich von deutschen Einwanderern gegründet, was unschwer am Namen zu erkennen ist. Auch die Stadt selbst erinnerte mich sehr an deutsche Städte. Ich stellte jedoch fest, dass die Leute hier nicht mehr wirklich deutsch sprechen. Aber ein paar lustige Überbleibsel deutscher Sprache habe ich dennoch gefunden.

das Hotel himmelblau :-))

sehr originell der Name dieses Lokals

das war der absolute Brueller! Ich suchte leider vergebens nach dem Pendant
"neue Brotgasse"...
Spät am Abend ging meine Reise weiter von Blumenau nach Sao Paulo. Ich muss mir auf meiner Reise immer wieder Sprüche zu meinem RIESIGEN Gepäck anhören. (Riesenrucksack auf dem Rücken und kleiner Rucksack vorne. So wegen dem Gleichgewicht. Hahaha). Muss mal wieder einige Sachen in die Schweiz schicken. So geht das nicht mit dem Reisen!
Sao Paulo
Sao Paulo erreichte ich an einem Samstag um sechs Uhr morgens. Alles war noch ruhig in der Stadt mit 12 Millionen Einwohnern und ich war enorm müde nach der Busfahrt. Ich wartete eine Weile in der Busstation, ehe ich mich ins Getümmel der Metro wagte mit meinem Gepäck.
Ich fuhr sicher 90 Minuten mit diversen Verkehrsmitteln durch die Stadt, ehe ich bei Angelica ankam. Meine Nerven lagen blank und ich wollte nur noch schlafen. Aber daran war natürlich nicht zu denken! Angelica war etwa so nervös wie die Stadt selbst und steckte mich gleich an. Ich bekam fast Magenkrämpfe von dem dauernden Hin- und Her. Da hatte man keine fünf Sekunden seine Ruhe. Immer musste man irgendwohin speeden.
Ich schlief neben dem Schlagzeug und dem Compi an welchem ihr Sohn bis in alle Nacht hinein Ballerspiele spielte, während ich mit Oropax und Pulli um den Kopf gewickelt zu schlafen versuchte.
Als ich dann am nächsten Morgen entdeckte, dass eine ihrer beiden 50m2—Wohnungs-Katzen ihr Geschäft im Lavabo der Toilette zu erledigen pflegt, stand für mich eindeutig fest, dass ich schnellstmöglichst aus dieser Stadt verduften musste.
Obwohl ich eigentlich plante eine ganze Woche in Sao Paulo zu bleiben, war ich schon am nächsten Tag wieder an der Busstation und kaufte mir ein Ticket für das 14h entfernte Vitoria. Der Sonne entgegen!

Angelica, ihr Sohn Leandro und dessen Freund

Angelicas Wohnung
Vitoria



In Vitoria kam ich ebenfalls um 6 Uhr an und zwar an einem Sonntag. Sehr schlecht, da alles geschlossen hatte und kein Mensch daran dachte, um diese Zeit schon eine Imbissbude oder sonst was zu öffnen...
So stieg ich mal aufs Gratwohl in einen öffentlichen Bus und liess mich im „Zentrum“ ausladen. Es stellte sich später raus, dass der Fahrer keine Ahnung hatte, wo das Zentrum der Stadt war, und mich einfach irgendwo im schäbigen Hafendistrikt aussteigen liess.
Aber anyway. Ich fand ein Hotel, in welchem ich mich wohl fühlte und machte die ersten paar Tage die Stadt alleine unsicher. Sightseeing-tours mit dem öffentlichen Bus usw.

Vitoria von der Bruecke aus (alles inklusive in der oeffentlichen Bustour :-) )

Kirche in Vitoria


Praia da Costa in Vitoria


die Putzequippe raeumt den Abfall der nicht vorhandenen Touristen weg




Am Abend geniesse ich es jeweils, ein wenig Tagebuch zu schreiben, einige Aepfel als Abendessen zu verspeisen und Filme zu gucken. Soooo genial!!!

Guarapari



An einem Abend mitten under der Woche kamen Alexandre und seine witzigen Freunde extra von Guarapari nach Vitoria (ca 1.5h Fahrt), um mich in den Ausgang mitzunehmen. Wir besuchten eine Bar, welche wie ein Buero eingerichtet war und demensprechend auch "escritorio" hiess. Danach gingen wir Forro tanzen bis in alle Nacht, obschon alle ausser mir am naechsten Tag arbeiten mussten!
Ich fuhr dann nach ein paar Tagen im Hotel in Vitoria nach Guarapari und blieb fuer drei Naechte bei Alexandres Schwester und ihrer Tochter. Die Familie gehoert zu den sehr reichen Brasilianern und dementsprechend war auch die Wohnung eingerichtet!
Alexandre gab sich enorm Muehe, unternahm jeden Abend etwas mit seiner Freundin und mir. So lernte ich auch Snooker spielen, was ich jedoch nach ein paar Versuchen dann eher ins Zuschauen umwandelte. Caipirinha und Konzentration sind in meinem Fall eine sehr schlechte Kombination!
Mit Renata, Alexandres Schwester unterhielt ich mich lange ueber die Armut hier in Brasilien. Obwohl Renata zu den reichsten Personen hier gehoert, hat sie eine sehr gute Einstellung armen Menschen gegenueber und versucht zu helfen, wo sie kann. Einmal habe sie einem Strassenjungen alle Schokolade abgekauft, weil sie Mitleid hatte mit ihm. Sie meinte jedoch dann gleich: "Das ist nicht richtig, denn Mitleid hilft den Leuten nicht. Sie brauchen wirkliche Arbeit und eine Aufgabe. Aber leider ist das schnelle Geld, welches in der Kriminalitaet zu verdienen ist sehr verlockend fuer viele. Deshalb entscheiden sie sich gegen eine "normale" Arbeit. Das ist ein grosses Problem in Brasilien. Und auch, dass viele Leute keine Schulausbildung haben. Niemand stellt sie spaeter an und sie landen auf der Strasse und in schlechten Kreisen."
Was mich sehr erstaunte ist, dass hier ALLE Leute eine Putzfrau haben. Dabei handelt es sich um sehr arme Leute, welche fuer wenig Geld die Wohnungen der Reichen putzen. Auch die Personen in Floripa hatten eine Putzhilfe. Das ist hier total normal! Diese Angestellten haben dann auch einen separaten Eingang im Haus und einen separaten Aufzug, welchen sie benuetzen!! Sehr gewoehnungsbeduerftig fuer mich!

mein Zimmer in Guarapari!!! Luxus pur!

Aussicht vom Balkon direkt aufs Meer.

Strand von Guarapari

Der Hafen mit den Fischerbooten

Alexandre nahm mich am Wochenende mit zum Tauchen. Das heisst, die anderen tauchten und ich blieb auf dem Boot als erste Seglerin :-).
Das Wasser war sehr kalt und die Sicht schlecht und es machte nicht viel Sinn unter diesen Umstaenden den ersten Tauchgang meines Lebens zu machen. Ich genoss die Sicht und das Meer oberhalb der Wasseroberflaeche und bemitleidete die Taucher, welche beinahe alle nach dem ersten Tauchgang ihr Fruehstueck nochmals zu Gesicht bekamen.... :-((.

Alles ready zum Takeoff


Alexandre auf dem Boot




Letzte Tipps, dann geht`s los.

Fruechte und die Besatzung warten aufs Auftauchen der Mannschaft.

Vor dieser Insel ankerten wir 3h zum Tauchen.

Guarapari
Spaeter assen wir alle zusammen in einem traditionellen Restaurant, wo wir verschiedene brasilianische Spezialitaeten probierten. Ich bin ja sowas von mutig, was ich hier schon alles gegessen habe... Ich lasse die Details jetzt einmal weg.

Beim Essen. V.l. ich, Vinicius, Karen, Alexandre

Ein Ananasverkaeufer in den Strassen von Guarapari

Pferdeparkplatz
Nach dieser Erholung in Guarapari zog es mich nach insgesamt einer Woche im Staat "Espirito Santo" wieder fort in Richtung "Bahia". Ich buchte den Bus fuer das 21h entfernte Salvador und hoffte instaendig, dort endlich Sommer, Sonne und bebadbare Straende zu finden!

Ein Bild von unterwegs. Ankunft des Busses in einer Ortschaft. Die Leute kommen mit Schubkarren, um das Gepaeck abzuholen.

ich schicke eine Prise Meeresluft in die Schweiz :-)
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Karte der Insel. Bei der Fingerspitze verbrachte ich die ersten fuenf Tage auf der Insel.
Florianopolis ist eine Insel im Sueden von Brasilien. Von Sueden in den Norden der Insel betraegt die Distanz 120km. Weiter hat es hier 42 Straende. Leider ist in diesem Surferparadies im Moment alles geschlossen, da es Winter und demzufolge zu kalt zum Surfen ist. Die Touristen sind weg und auf der Insel verbleiben die Einheimischen oder dann die Studenten der Universitaet.


In der Jugi von Iguacu lernte ich Mike aus Utha (USA) kennen. Er hatte ebenfalls vor, nach Floripa zu reisen und so zogen wir eines Nachmittags gemeinsam los. Ich lachte mich halb kaputt, als der gute Herr mit seinem Riesenrucksack und der gesamten Skiausrüstung vor mir stand! Der Arme musste noch so einige Sprüche von wegen Skifahren im schneefreien Brasilien usw. von mir hören. Seine Absicht war es, mit dem Bus nach Chile zu reisen und dort ein wenig unberührten Powder-schnee zu suchen. Na dann... good luck!

Mike and his skis :-))))))))
Die Busfahrt nach Floripa dauerte 15h. Sie zeigten doch tatsächlich während den ersten paar Stunden den Film „Rambo 4“ in voller Lautstärke!!! Ein ziemlich brutaler Streifen, vor allem wenn man bedenkt, dass oft Kinder in diesen Bussen mitfahren.
Mike und ich versuchten uns ein wenig durch Plaudern abzulenken von den ganzen Schiessereien.
Früh morgens kamen wir in Floripa an. Es war neblig und kalt, aber ich war AM MEER angekommen!!! So genial! Brasiliens „Strandlänge“ beträgt 7200km und ich konnte es kaum erwarten ein paar Meter davon zu sehen.
Aber erstmal war Warten angesagt. Nach einiger Zeit kam Adriano durch die Ankunftshalle gerast, um mich abzuholen. Ich wünschte Mike ein schönes Leben und zog von dannen :-).

Traumstrand!

meine beiden privaten Guides; Adriano und Marie
Adriano und seine beste Freundin Marie nahmen beide EXTRA einen ganzen Tag frei, um mir die Insel zu zeigen! Ich konnte es kaum fassen! So nett!
Sie fuhren mit mir zu einigen Stränden und erklärten mir viel über die Natur und die Einwohner von Floripa. Zwischendurch verwandelten wir das Auto in eine rollende Disco und hörten in voller Lautstärke Samba. Die beiden sangen wie wild mit.
Die Schoenheit der Insel wurde leider durch die vielen haesslichen Feriensiedlungen getruebt. Hier stehen tausende von Wohnungen bis auf drei Monate im Jahr leer!!!

Dieser Herr widmet sein ganzes Leben den Flaschen. Haus, Garten, Umgebung... alles Flaschen. Das nenne ich Altglassammlung!
Als Überraschung fuhren Adri und Marie mich zum Praia da Daniela. War schon toll einen eigenen Strand zu haben und nicht mal davon gewusst zu haben.
Nach der Rundfahrt, einem guten Essen und Diskussionen über Lebensansichten, Politik und andere ernste Dinge fuhren wir zu Adri. Ich blieb fünf Tage bei ihm und seinem WG-Kollegen Juliano.
Die beiden waren so was von gastfreundlich, unglaublich! Sie verwandelten ihr Wohnzimmer in ein Schlafzimmer für mich.

Gruppenfoto mit meinen Gastgebern Juliano und Adriano
Juliano war ausser Musiker auch noch passionierter Schachtelfalter. Er inszenierte gleich nach meiner Ankunft eine kleine Ausstellung mit seinen Kunstwerken. Natürlich musste ich am ersten Abend diese Faltkunst ebenfalls erlernen. Sehr zur Belustigung der beiden Herren. Sie waren ganz chribblig zu sehen, dass ich es natürlich nicht fertig brachte, irgendwelche achteckigen Spitzen ineinanderzufalten... na ja, irgendwann ging’s dann.

auf der Autobahn in Richtung "Daniela"

ich mit meiner Tafel

und schliesslich Praia da Daniela mit Daniela an der Praia


Juliano und Marie beim Auspacken der Schachteln

der Freak mit seinen Schachteln :-)
Als Dank für ihre Gastfreundschaft habe ich den beiden Zopf gebacken. Sie liebten das Brot über alles und wollten mich sofort als ihre erste Hofbäckerin einstellen. Nur mit der Aussprache von „Zopf“ hatten sie so ihre Mühe und wir krümmten uns vor lachen, wenn sie sich unter grösster Anstrengung um die richtige Betonung bemühten. Ich hinterliess ihnen das Rezept und habe tatsächlich schon drei Tage nach meiner Abreise die ersten Beweisfotos erhalten, dass Juliano sich im Backen versucht hat.


Die Abende verbrachten wir jeweils mit Singen. Das heisst Juliano und Adri sangen und ich klatschte kraeftig mit. Singen ist leider nicht so meine Staerke.
Das Haus der beiden lag direkt am Meer. Ich beneidete sie so, dass sie einfach mal kurz vor dem Frühstück Meeresluft schnuppern konnten!!! Wir sind dann auch oft am Meer spazieren gegangen. Jeden Morgen vor dem Frühstück konnten wir dem Ufer entlang zum kleinen Supermercado einkaufen gehen. So toll!

Adri mit den Einkaeufen

Vor dem Fruehstuecken noch relaxen vor dem Firebird (Auto)

Die Beach hinter dem Haus...



Der Regen machte unserer Wanderung leider einen Strich durch die Rechnung und wir kehrten wieder um.
Adriano und ich verbrachten viel viel Zeit mit Diskutieren. Es war eine sehr intensive Zeit und ich lerne eine Menge über die Denkweise der Brasilianer. Er machte mir klar, dass viele Brasilianer sehr unter der Situation des Landes und der Regierung litten. Sie fühlten sich als Menschen zweiter Klasse! Ich habe schon oft zu hören bekommen, ich sei eben ein Mensch aus der ersten Welt. Habe diese Aussage aber nie so richtig verstanden.
Adriano machte mir klar, dass sie den Lebensstil der Europärer verehrten. Alle wollen so sein wie sie. Sie behandelten die Europäer wie Götter. Umgekehrt jedoch wurden sie oft sehr herablassend behandelt. Deshalb waren die Touristen aus Europa in ihren Augen arrogante Leute, welche in einer besseren Welt lebten .Dieses Bild haben sehr viele Brasilianer.
Er sagte dann zu mir: „Ich danke Gott jeden Abend, dass er mir dich geschickt hat. Du bist wirklich ein Geschenk des Himmels für mich. Durch dich habe ich wieder Hoffnung erhalten, dass es sich lohnt für ein besseres Leben zu kämpfen. Und ich habe erfahren, dass die Leute aus Europa so sind wie wir, einfach Menschen.“ Dieses Kompliment hat mich sehr gerührt.

Adriano

zwischendurch musste mal ne neue Frisur her!
An einem Sonntag holte Celina uns mit ihrem Enkel ab. Der Junge hiess Rafael und war 13 Jahre alt. Ich verbrachte den ganzen Nachmittag mit ihm. Er war so enorm interessiert in allem was ich tat! Seine anfängliche Schüchternheit war rasch verflogen und er plauderte in gutem Englisch mit mir.
So fragte er mich über die Bevölkerung, die Bräuche und die Sprachen der Schweiz aus. Über meine Hobbies und meinen Glauben! Ich war enorm beeindruckt! Rafael war der intelligenteste Junge, welchem ich je begegnet war! Wenn ich während unseren Gesprächen wegschaute dachte ich manchmal, dass ich eine sehr sehr weise und vor allem viel ältere Person neben mir hatte!
Er fragte mich, ob ich Träume habe und setzte sich dann sehr ernst mit meiner Antwort auseinander. Er wolle reisen. Wolle Doktor werden, um andren zu helfen.
Ich war sooooo beeindruckt. Rafael hatte zuvor in seinem Leben noch nie einen Menschen gesehen, der nicht in Brasilien wohnte!
Beim Abschied bemühte er sich sehr um Fassung. Er zuckte dann nur mit den Schultern, sagte leise „bye“ und begann zu heulen. Ich heulte mit. Sowas Eindrückliches habe ich glaub wirklich noch nie erlebt!
Ich hoffe, dass ich Rafael vielleicht irgendwann einmal helfen kann, seine Träume zu verwirklichen.

Rafael

Celina, Rafael und ich

brrrr... ich probierte es dann mit Seafood. Shrimps koepfen und Beine ausreissen... na ja, was tut man nicht alles, um andere Kulturen kennenzulernen!

Fischer an der Arbeit


Fischerdorf

Juliano und Adri baten mich immer wieder, länger zu bleiben. Aber ich merkte, dass die Zeit gekommen war zu gehen. Ich weiss, dass wir Freunde fürs Leben bleiben und das machte den Abschied einfacher.
Denis und Fernando


Duenen mit Sandboardvermietung

Extrem-winter-surfer!
Die letzen drei Tage auf Floripa verbrachte ich bei Denis und Fernando. Die beiden sind Pharmaziestudenten und wohnen zusammen in einer WG. Denis hatte bei meiner Ankunft gleich seine letzte Prüfung geschrieben und wir feierten das natürlich wein-erlich :-).
Denis verbrachte dann die ganzen drei Tage damit, mir die Strände zu zeigen, auf Berge zu klettern oder mit mir joggen zu gehen. Die Abende verbrachten wir drei mit Fussball oder Horrorfilmen gucken (jaja, hab alles überlebt) und mit viel viel viel Hägendaazglace essen :-). Zum Abschied stürzte Denis sich dann ins Schweizeroutfit und brachte mich zur Busstation. So lustig! Leider besitze ich noch kein Brasilienshirt, aber das kommt noch.

Die Lagune von Floripa

Florianopolis von oben

am Strand in der Stadt

Fernando und Denis und unser feines HAEGENDAAAAAAZ

Denis am Strand

Denis im Swisslook. Er sucht gerade in meinem Dix nach deutschen Abschiedsworten :-)
Der Abschied von der Insel fiel mir enorm schwer. Ich habe in diesen acht Tagen wahnsinnig viel erlebt! Aber ich weiss, dass ich bestimmt dorthin zurückkehren werde.
Meine Reise geht weiter über Blumenau nach Sao Paulo.
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der Nobelbus bringt mich nach Iguaçu
... ab in Richtung Sueden
Eines Morgens um 5 Uhr gings los. Ich wartete an der Rodoviaria in Cuiaba auf meinen Bus. Dort lernte ich dann, dass man sich in einer brasilianischen Warteschlange am besten moeglichst weit vorne anstellt. Wenn's geht stellt man sich doch gleich an die Spitze, obschon 100 andere Leute seit einiger Zeit in der Linie standen...
Nach einer Busfahrt von 28.5 Stunden im noblen Superbus bin ich in Iguaçu angekommen. Ich genoss das Busfahren sehr! Mit meinem Ipod im Ohr zog die Landschaft an mir vorbei.
In Iguaçu bin ich in einer deutlich reicheren Gegend angekommen. Die Haeuser sind hier europaaehnlich und die Strassen ohne Schlagloecher!
Leider ist das Wetter hier enorm kalt!!! Bei 8 Grad friere ich wie eine Grosse und schlottere noch mit 3 Pullis und einer Jacke!!! Eigentlich sollte ich ja swiss-proof sein, aber nichts zu machen. Ich verbringe die Naechte unter sechs Decken!!! Handschuhe habe ich mir gezwungenermassen auch gekauft!

auch im Sueden gibts schoene Blumen :-)

der Jugibus

die suuuuuuper Jugi von aussen

der Garten der Jugi
Der Typ an der Jugireception wollte freundlicherweise meinen Rucksack ins Zimmer tragen. Er schaute mich jedoch unglaeubig an, als er dessen Gewicht zu heben versuchte. " Gosh, what are you carrying around? Do you have parts of your husband in there???" Ich lachte mich fast kaputt ueber diese Bemerkung.
Ansonsten ist es hier friedlich in Iguaçu. Ich verbringe die Tage in der Jugi, plaudere mit meinen Freunden oder gehe mal in die Stadt. Bin recht ruhig seit ich den schweren Entscheid - nicht mehr auf die Farm zurueckzukehren- gefaellt habe.
Einmal wollte ich am Sonntag mit dem Bus in die Stadt fahren. Leider fuhr kein Bus, was ich nach langem Warten rausfand. Zwei alte Argeninierinnen, welche ebenfalls in die Stadt wollten, versuchten freundlicherweise sich in sehr langsamem Spanisch mit mir zu unterhalten. Ich schlug dann vor, dass wir doch Autostopp machen sollten zu dritt. Die eine kruemmte sich vor Lachen und fand es enorm abenteuerlich, dass sie in ihrem Alter noch sowas mache! Wir hatten dann eine sehr lustige Fahrt und die Dame kringelte sich geschlagene 40min weil sie sich sowas von mutig und aussergewoehnlich fand! Das war eine heitere Gugelfuhr :-) !

Prinzessin unter der Erbse... es ist so kalt, dass ich unter 6 Decken schlafe!!!

ich vor dem Jugipool in 3 Pullis und eine Jacke gehuellt

ich vor dem Jugizimmer
Die Fälle in Argentinien

Am fruehen Morgen fahren wir von der Jugi los; ab nach Argentinien! Unser Busfahrer ist sehr witzig. Er haelt auf der Bruecke und sagt: "Bye bye Brasil". Dann faehrt er weiter. 2m spaeter haelt er wieder und sagt: "Welcome to Argentina" :-)))
Wir kommen ohne Probleme ueber den Zoll und kriegen einen Stempel in unsere roten Paesse. Dann geht's ab zu den Faellen.

hier die Karte von den Faellen.
Ich habe schon gedacht, dass die Wasserfaelle sehr eindruecklich sind. Aber was ich sah hat all meine Erwartungen uebertroffen! Es gibt wirklich nur ein Wort um das zu beschreiben: UNGLAUBLICH !!!!!
Die Energie, die Kraft und der Laerm des Wassers sind so eindruecklich, dass ich mich einfach einmal hinsetzen musste und nur noch staunen konnte! Es hat einfach ueberall Wasserfaelle, wo man hinschaut. Leider ist es nicht moeglich, die Faelle in ihrer Groesse und dem riesigen Ausmass der Landschaft auf die Fotos zu kriegen. Es ist einfach alles zu imposant!
Zum Glueck ist Winter und wir sind fast die einzigen Touris im Nationalpark. Da die Sonne scheint ist es auch nicht mehr soooo wahnsinnig kalt tagsueber.
Hier also die Bilder der Argentinischen Seite der Faelle:

die Landschaft

die Bruecke zu den Faellen

es ist strengstens verboten, Nasenbaeren zu streicheln und Schmetterlinge oder Blumen zu fuettern :-))

ein Teil der Faelle von weiter weg

ich auf dem superschnellen Boot. Wir fuhren direkt in einen Fall rein und wurden total nass. Sie nennen das hier Dusche. "Und wenn's regnet, dann sagen wir den Touristen, sie bekommen a double shower!" :-)




Auf dem Boot. V.l Jennifer, Carol, Cynthia




Wir vor einem Fall. Ich war wieder mal nicht wirklich bereit fuer das Foto... V.l. ich, Cynthia, Carol, Jennifer
Weiter ging's zu den oberen Wasserfaellen...

ein Loch im Fluss




ich vor dem Fall

auf dem Rueckweg werden wir noch auf so einiges aufmerksam gemacht...
Brasilianische Seite
Die brasilianische Seite der Faelle muessen wir leider an einem eher grauen und regnerischen Tag besuchen. Aber auch diese Stimmung hat ihren Reiz. Und es hat fast beaengstigend wenig Touristen!

die Brasilien Flagge

und ueberall wo's Sehenswuerdigkeiten gibt, gibt's auch Japaner! Hier ein Gruppenbild einer japanischen Invasion vor den Faellen.




hier kann man direkt in die Faelle reinspazieren! :-)

Maerchenlandschaft


Es gibt auch hier sehr kuriose Sachen und Schilder zu bestaunen!!!

da haetten wir eine suizidale Bootsfahrt gleich oberhalb des Abgrunds!

keine Racoons bei Mc Donalds...

auch die Fische werden auf Diaet gesetzt

und um Himmels Willen ist das Betreten des Toilettenrings strengstens verboten!
Tiere

ein fotogener Lizard

grosser sehr zutraulicher Vogel

und ein sehr schoener kleiner Vogel, welcher sich fuer das Foto sogar geschminkt hat!

Racoons

mit diesen Halsketten werden die Kuehe hier am Ausbrechen gehindert :-)
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Wie einige von euch wissen, hatte ich schon länger Mühe damit, wie ich auf der Farm vom Vater der Kinder behandelt wurde. Dieses Problem wurde dann so schlimm, dass ich nach heftigen Diskussionen gegen Schluss meines Aufenthalts einfach mal tagelang ignoriert oder nur mit den allernötigsten Infos versorgt wurde. Auch war ich die letzten vier Wochen mit den Kindern alleine auf der Farm, ohne überhaupt gefragt oder benachrichtigt zu werden!
Für mich hat sich Aufwand und Ertrag nicht mehr in der Waage gehalten und deshalb bin ich in Iguaçu zum schweren Entschluss gekommen, nach meinen Ferien nicht mehr auf die Farm zurückzukehren. Mir tun die Kinder einfach unendlich leid, die unter dem ganzen Drama nun leiden müssen! Aber ich versuche mein Bestes, den Schaden so weit als möglich in Grenzen zu halten.
Den Kindern und auch der Angestellten wegen wäre ich sofort zurückgekehrt! Die sind alle echt spitze! Aber ich lasse mich einfach von niemandem so behandeln und beschimpfen.
Hier nochmals einige Abschiedsbilder.
Es war trotz zwischenmenschlicher Probleme eine suuuuuper Zeit, in welcher ich sehr viel gelernt und erfahren habe. Ich möchte all das nicht missen!

das Haus in der Morgensonne

mein allerliebster Bungalow mit meinem ganzen Stolz; der gelben Hängematte

der Sitzplatz

der Eingang zur Farm

Die Kinder vermisse ich sehr! Hier sind wir beim Schlüsselanhänger aus Biscuit (einer brasilianischen, salzteigartigen Masse) zu basteln. Und die Küche versinkt im Chaos :-))

Miss Barfuss beim Früchtepflücken.... ich hoffe, dass sie immer ein solcher Sonnenschein bleibt!
Tiere

Dalmatiner als Fotomodell

hier ein Seriema am Morgenturnen. Die Vögel haben mich JEDEN Morgen um Punkt (aber wirklich Punkt) sechs geweckt!!! Ich frage mich heute noch, wie deren innere Uhr funktioniert! Es ist übrigens wirklich zum todlachen, wenn die schreien. Sie werfen den Kopf in den Nacken, holen Luft und machen dann enorm laute Erstickungsgeräusche. Ich konnte mich jeweils fast nicht mehr erholen vor lachen!

Kühe beim Eingang zur Farm
Eines Morgens kam ein Angestellter ganz aufgeregt in die Schule gerannt. Er habe eine Schlange gesehen! Wir rannten alle raus. Ich hatte sogar noch das Mathebuch und die Kreide in der Hand! Hier ist dieses Prachtsexemplar:
Ich war total fasziniert davon, wie elegant und schnell sie über den Boden glitt. So als würde sie schweben! Sie kroch sogar ne Mauer hoch!

hier das Tier in voller Länge. Sie mass etwa 2.5 Meter!...

... und konnte sich ziemlich hoch aufbäumen!
und nun meine letzten Blüemlis aus dem Pantanal:


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